Freitag, 25.01.2008

Nach den Testfahrten in Valencia

Baustelle BMW

München - Der erste große Schlagabtausch der Formel-1-Neuwagen in Valencia ist vorbei. Und während sich Ferrari und McLaren gegenseitig mit Bestzeiten überboten, gibt es unter den Top-Teams offenbar einen großen Verlierer: BMW-Sauber.

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© Getty

Denn das Team von Nick Heidfeld kommt einfach nicht ins Rollen. Hatte man bei der Präsentation des neuen F1.08 noch auf einen Dreikampf um den Titel gehofft, so fehlten BMW während der Testwoche regelmäßig bis zu zwei Sekunden auf die Spitze.

Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es oft nur wenige Zehntelsekunden. Und selbst Testfahrer Marko Asmer war im Vorjahresmodell noch schneller als die Stammpiloten im neuen Auto.

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Mangelnde Balance und wenig Grip

"Das alte Auto war besser ausbalanciert", bestätigt jetzt auch Nick Heidfeld gegenüber "Auto, Motor und Sport". "Wir haben Untersteuern und Übersteuern, und von beidem zuviel davon."

Deshalb wird im Team jetzt im Akkord gearbeitet. "Die Ingenieure arbeiten an Lösungen", bestätigt Heidfeld. Ein erstes Ergebnis war in Valencia bereits zu sehen: Der einem Geweih ähnelnde Zusatzflügel auf der Nase des F1.08. Mit mäßigem Erfolg.

Und auch Heidfeld räumt ein: "Die Ergebnisse werden wir vielleicht noch nicht beim nächsten Test sehen, aber bestimmt bis zum ersten Rennen in Melbourne."

Besserung bis zum Saisonstart?

Von einem verpatzten Saisonauftakt ist zwar noch keine Rede, doch ein Traumstart sieht definitiv anders aus. Und deshalb schrillen jetzt die ersten Alarmglocken. "Ich muss einfach anders fahren, als ich das gerne möchte", bemängelt Heidfeld.

Und obwohl er sich sicher ist, dass die Ingenieure "die Sache im Griff haben", scheint der 30-Jährige leichte Zweifel daran zu hegen, dass man alle Probleme bis zum Saisonstart am 16. März beheben kann.

"Hundertprozentig sicher kann man sich in diesem Geschäft nie sein", gesteht Heidfeld. "Es wäre natürlich sehr ärgerlich, wenn wir es bis dahin nicht hinkriegen."

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