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SID
Montag, 14.09.2015 | 13:09 Uhr
General Manager Marco Sturm spielte zuletzt 2013 bei den Kölner Haien
© getty
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Der Meister in Not, die Straubinger Premiere an der Tabellenspitze und ein Torwart an der absoluten Schmerzgrenze: Das erste Wochenende der DEL bot Überraschungen und Kuriositäten zugleich. Besonders angetan war "Ehrengast" Marco Sturm dabei vor allem von seinem Ex-Klub Kölner Haie.

"So will ich auch mit der Nationalmannschaft spielen. Präzise in der Abwehr und mit Tempo nach vorne", sagte der neue Bundestrainer und General Manager im Deutschen Eishockey-Bund (DEB) über die Spielweise der Rheinländer. Die erbrachte auch gleich den gewünschten Erfolg, mit fünf Punkten aus zwei Spielen belegt der achtmalige deutsche Meister den dritten Platz.

Die Kölner Vorstellungen standen aber nur exemplarisch für einen Auftakt, der beste Werbung für die in Deutschland kriselnde schnellste Mannschaftssportart der Welt war. Harte Checks, spektakuläre Tore - und Resultate, die vor dem Beginn der 22. DEL-Saison wohl niemand prophezeit hätte. Bestes Beispiel: die Straubing Tigers.

Straubing siegt doppelt

Der Vorletzte der Vorsaison bezwang am Freitag erst die Iserlohn Roosters mit 2:1 und ließ am Sonntag ein 8:3 bei den Krefeld Pinguinen folgen, die in der vergangenen Spielzeit immerhin die Pre-Play-offs erreicht hatten. "Einfach ist kein Spiel. Aber wir haben natürlich viele gute Dinge gemacht und wurden dafür belohnt", sagte Straubings Trainer Larry Mitchell.

Zum ersten Mal überhaupt in ihrer zehnjährigen DEL-Historie eroberten die Bayern den Platz an der Sonne, von dem trotz ihres Stotterstarts wohl über kurz oder lang das Starensemble aus Mannheim grüßen wird. Der Motor der Adler läuft noch nicht auf Hochtouren, was nicht unbedingt die 2:4-Niederlage am Sonntag beim EHC Red Bull München offenbarte, sondern vielmehr das hart erkämpfte 1:0 gegen Außenseiter Schwenninger Wild Wings am Freitag.

Da fand der amtierende Champion fast 45 Minuten lang kein probates Mittel, um den kanadischen Goalie Joey MacDonald zu überwinden. Und auch der abgefälschte Siegtreffer von Ryan MacMurchy, der über MacDonald hinweg flog, war pures Glück. "Egal, schmutzige Tore gibt es nicht. Jedes Tor ist schön", sagte Nationalspieler Christoph Ullmann bei ServusTV.

MacDonald übergibt sich

Für MacDonald war der Abend keinesfalls schön gewesen, was weniger an der bitteren Niederlage lag. Im Eifer des Gefechts musste der 35-Jährige nämlich einige Schläge gegen den Helm ertragen, einer der 55 auf ihn abgefeuerten Schüsse landete zudem schmerzhaft im Adduktorenbereich - letztlich musste sich MacDonald völlig entkräftet auf dem Eis übergeben.

"Er hat eine hervorragende Leistung gezeigt, am Ende war es ihm wohl schwindelig", sagte Schwenningens Trainer und Ex-Nationalkeeper Helmut De Raaf. Sogar MacMurchy lobte die Leistung seines Landsmanns: "Er war unglaublich, und eigentlich hätte er als bester Spieler der Partie ausgezeichnet werden müssen."

Diese Ehre wurde aber dem aus der NHL zurückkegehrten Stürmer Marcel Goc zuteil. Und auf den kann ja ab sofort auch wieder Marco Sturm in der Nationalmannschaft setzen.

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