Eishockey

Hockey-Legenden pro Krupp

SID
Krupp, Trainer der Eisbären Berlin, könnte die Nachfolge von DEB-Coach Cortina antreten
© getty

Prominente Alt-Internationale haben sich für eine Rückkehr von Uwe Krupp als Eishockey-Bundestrainer ausgesprochen. "Mit Uwe Krupp hatte die Nationalmannschaft in den letzten Jahren große Erfolge gefeiert.

Mit Uwe Krupp hatte die Nationalmannschaft in den letzten Jahren große Erfolge gefeiert. Über seine Qualitäten als Trainer brauchen wir nicht zu diskutieren, und es ist immer positiv, wenn man hinter der Bande ein Aushängeschild stehen hat", sagte Alois Schloder, Bronzemedaillengewinner bei Olympia 1976, dem SID.

Dass der frühere Stanley-Cup-Sieger bis 2017 die Eisbären Berlin trainiert, ist für den Landshuter kein großes Hindernis: "Eine Doppellösung war zu meiner Zeit gang und gäbe. Wenn sich die Liga darauf einigen kann, wäre Krupp der richtige Mann dafür."

"Die WM 2010 war gigantisch"

Da in zwei Jahren in Köln wieder eine Heim-WM ansteht, für die Euphorie geschürt werden muss, hält auch Walter Köberle Krupp für die 1A-Lösung. "Es ist wichtig, dass wir wieder einen deutschen Trainer bekommen. Uwe Krupp hat Strahlkraft, und er hatte Erfolg. Die WM 2010 war gigantisch", sagte das Düsseldorfer Eishockey-Idol.

Köberle und auch Dieter Hegen wiesen jedoch darauf hin, dass fähige Nachwuchs- und Co-Trainer dem Bundestrainer bei einer Doppellösung zuarbeiten müssten, "ansonsten geht es mit unserem Nachwuchs weiter bergab", sagte Hegen.

Sollten aber die Rahmenbedingungen passen, würde auch Krupp als Headcoach passen, findet der frühere Stürmerstar: "Die Heim-WM vor fünf Jahren war bärenstark. Deswegen wäre eine Entscheidung für ihn sicher kein Fehler."

Anders sieht das dagegen Lorenz Funk senior. Eine Doppellösung kann in seinen Augen nicht funktionieren. "Es wird Interessenkonflikte geben. Und was passiert denn, wenn Krupp in Berlin mal große Schwierigkeiten hat?

"Das macht überhaupt keinen Sinn"

Dann geht der Zirkus richtig los", sagte der Ex-Nationalspieler: "Das macht überhaupt keinen Sinn. Die sollen einen gescheiten Bundestrainer suchen, der es Vollzeit macht."

DEB-Präsident Franz Reindl will in der nächsten Woche ein Gespräch mit Noch-Bundestrainer Pat Cortina führen. Nach dem bereits feststehenden zehnten Platz bei der WM in Tschechien ist eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages jedoch so gut wie ausgeschlossen.

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