DEL: Vorschau aufs Wochenende

Gegen das Trauma vom Seilersee

SID
Freitag, 09.12.2011 | 13:23 Uhr
Robert Hock nimmt seine Teamkollegen in Iserlohn in die Pflicht und fordert mehr Einsatz
© Getty
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Mit Schimpf und Schande wurden die Iserlohn Roosters am letzten Sonntag nach der 2:4-Heimpleite gegen den ERC Ingolstadt von ihren Fans vom Eis verabschiedet. Dazu gab man sich noch sehr selbstkritisch.

Mit Schimpf und Schande wurden die Iserlohn Roosters am letzten Sonntag nach der 2:4-Heimpleite gegen den ERC Ingolstadt von ihren Fans vom Eis verabschiedet. Dazu gab man sich noch sehr selbstkritisch.

Roosters-Angreifer Robert Hock appellierte an seine Mannschaft, sich endlich gemeinsam das "Hinterteil aufzureißen". Reagiert hat auch die sportliche Leitung der Sauerländer und mit Collin Danielsmeier einen erfahrenen Verteidiger aus der Rente geholt.

Ausgeglichen präsentiert sich die Bilanz der Roosters gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. Jeweils zehnmal konnten beide Teams gewinnen - zuletzt in der aktuellen Saison waren aber die Niedersachsen erfolgreicher.

Ein Englbrecht als Starter im Tor! Doch nicht Torwartlegende Bernhard Englbrecht zieht sich noch mal die Schoner an, sondern sein Sprössling Maximilian geht das erste Mal von Beginn an in ein DEL-Spiel. Zwei Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse kann Max Englbrecht mit den Tigers bisher verbuchen. In Augsburg verletzte sich der damalige Starter Jan Guryca und Englbrecht konnte 13 Saves bei 13 Schüssen verbuchen. Sein zweiter Einsatz stammt aus dem Spiel gegen die DEG, als Barry Brust mit einer Spieldauerstrafe das Eis früher als geplant verlassen musste.

Hier war der einzige Schuss auf sein Tor auch im Netz. Der 21-Jährige darf als Starter ins Spiel gegen den ERCI gehen, da Straubings Nummer-eins-Tormann Brust nach der dritten Disziplinarstrafe für ein Spiel gesperrt ist und die Verletzung von Jan Guryca noch nicht zu 100 Prozent ausgestanden ist. Guryca sitzt jedoch als Backup auf der Bank. Die aktuelle Form des Tabellenführers aus Ingolstadt stellt ohne Zweifel jede Mannschaft vor eine Herausforderung der besonderen Art. Somit wird es bei weitem nicht nur auf den Schlussmann ankommen.

Comeback!? Bei Meister Eisbären Berlin endete am Dienstag die Niederlagenserie der Scorpions. Nach diesem Comeback können die Niedersachsen mit breiter Brust zum Titelfavoriten Mannheim fahren. Die Kurpfälzer konnten ihr letztes Spielwochenende mit zwei Siegen erfolgreich abschließen. Endergebnis war der erste Tabellenplatz am Sonntagabend, der aber am Dienstag vom ERC Ingolstadt übernommen wurde.

Harmonisch wirken derzeit die Adler - und selbst Denis Reul kann nach seiner schweren Verletzung bereits wieder auf dem Eis trainieren. Am Donnerstag musste zumindest schon einmal eine Plexiglas-Scheibe dran glauben. Ein schnelles Comeback (allerdings mit Vollvisier) ist nicht ausgeschlossen.

Gewinner und Verlierer: Der Schmerz der Haie sitzt tief: Am vergangenen Dienstag setzte es für die Kölner eine 1:7-Heimpleite gegen Ingolstadt, so dass man nun auf Wiedergutmachung aus ist. Ob man mit dem Gastspiel in Hamburg jedoch gut bedient ist, bleibt abzuwarten, denn die Freezers zählen Stand jetzt zu den Gewinnern der laufenden Saison.

Da stört es kaum jemanden, dass man am Wochenende erst gegen Mannheim und später gegen Krefeld das Nachsehen hatte, denn mit 44 Punkten auf Platz drei zu stehen, hatte wohl kaum ein Hamburger noch vor der Saison auf dem Schirm. Dass zudem noch die Stützen wie Schubert, Oppenheimer, Flaake, Festerling und Treutle ihre laufenden Verträge verlängert haben, spielt den Hamburgern in die Karten.

Augsburg mit breiter Brust: Ihr größtes personelles Problem konnten die Panther zuletzt lösen: Wegen des langwierigen Ausfalls ihres bis zu seiner Verletzung sehr guten Goalies Tyler Weiman verpflichtete Larry Mitchell Jordan Parise.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Mitchell mit dieser Entscheidung genauso richtig liegt, wie beim "Rest" seiner zahlreichen Neuverpflichtungen. Die Panther sind im Plan, ihr überwiegender Aufenthalt in den Playoff-Qualifikationsrängen ist leistungsgerecht.

Zuletzt wurde der EHC München im Bayern-Derby Opfer einer doch recht gefestigten Panther-Mannschaft. Alles andere als gefestigt präsentiert sich dagegen derzeit der deutsche Meister. Chefcoach Don Jackson nahm Veränderungen der Sturmreihen vor, was sich in zwei Auswärtssiegen gegen Top-Teams niederschlug. Doch gegen Hannover folgte schon kurz darauf der Rückfall. Kein Grund also für Augsburg, den Berlinern mit schlotternden Knien gegenüber zu treten.

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