Holdener gewinnt Kombination in Lenzerheide, Siebenhofer Fünfte

Von APA
Freitag, 26.01.2018 | 13:37 Uhr
Ramona Siebenhofer
© GEPA
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Wendy Holdener hat am Freitag die alpine Ski-Weltcup-Kombination in Lenzerheide gewonnen. Die 24-jährige Weltmeisterin aus der Schweiz siegte in ihrem aus Super-G und Slalom bestehenden Heimrennen vor der Italienerin Marta Bassino (+1,55 Sek.) sowie der Slowenin Ana Bucik (1,56). Ramona Siebenhofer (2,00) wurde als beste ÖSV-Dame Fünfte, die WM-Dritte Michaela Kirchgasser schied im Slalom aus.

Siebenhofer empfiehlt sich für Olympia

"Leichter habe ich es mir und den Trainern damit nicht gemacht", wusste Kirchgasser nach ihrem Ausfall bei der Generalprobe für die Olympischen Winterspiele in Südkorea (9. bis 25. Februar). Dafür empfahl sich die Steirerin Siebenhofer mit ihrem bisher besten Weltcup-Resultat in der Kombi und viertbester Slalom-Zeit nachdrücklich für einen der noch fünf freien Plätze in Österreichs Damen-Ski-Team für Pyeongchang.

"Ich freue mich über die Platzierung, aber es wäre viel mehr drinnen gewesen. Ich habe im Super-G so oft eingeparkt, dass ich den Speed nicht mitnehmen konnte. 18. im Super-G, das ist definitiv nicht mein Anspruch", gab sich Siebenhofer nach dem um 44/100 verpassten Podest selbstkritisch. "Dafür war der Slalom sehr solide. Da konnte ich noch einmal aufzeigen. Und bei Olympia gibt es in der Kombination eine Abfahrt. Das spielt mir in die Karten. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn ich nicht dabei wäre", merkte die 26-Jährige an.

Kirchgasser muss zittern

Kirchgasser, die nach dem Super-G 22. gewesen war und im Slalom durch einen "klassischen Fahrfehler" ausschied, muss nun den Entscheidung der Trainer am Wochenende abwarten. "Ich hoffe, dass sie mich aufgrund der Erfahrung mitnehmen. Und zuletzt habe ich bei Großereignissen mit wenig Training Medaillen gemacht", erinnerte die 32-jährige Salzburgerin an ihre WM-Bronzenen von 2015 und 2017 in der Kombination. ÖSV-Damen-Chef Jürgen Kriechbaum wollte zu Kirchgassers Olympia-Chance vorerst nichts sagen.

Auch Ricarda Haaser, Christine Scheyer und Dajana Dengscherz schieden im Slalom aus, Stephanie Brunner hatte es bereits im Super-G erwischt. Die Tirolerin war extrem schnell gewesen, bei der zweiten Zwischenzeit sogar vier Hundertstel vor Vonn gelegen. "Schade, dann hat sie leider zu viel riskiert und ist ausgefallen", analysierte Kriechbaum. Deshalb holten neben Siebenhofer nur noch Christina Ager (13.) und Stephanie Venier (20.) Punkte.

Holdener unterstreicht Top-Form

Holdener unterstrich indes mit ihrem dritten Weltcup-Sieg, dem jeweils zweiten in der Kombination und in Lenzerheide nach 2016, dass sie nach WM-Gold auch in Südkorea zu den Topfavoritinnen zählt. "Ich war wirklich nervös, weil ich nach dem (vierten Platz im) Super-G wusste, dass ich es jetzt im Slalom zeigen muss", erklärte die Lokalmatadorin. "Ich bin extrem happy, dass es so gut aufgegangen ist."

Gleichzeitig kam aber bei der Slalom-Vizeweltmeisterin mit Blick auf die Zukunft auch Wehmut auf, wird doch die Kombination ab der Saison 2019/20 im alpinen Weltcup-Kalender nicht mehr aufscheinen. "Für mich ist das schade, dass es diese Rennen nicht mehr geben wird."

Vonn verpasst Podest knapp

Neben Holdener waren auch Bassino, die erstmals in der Kombi aufs Podium fuhr, und Bucik "überglücklich". Dabei war die Slowenin nach dem Super-G nur 30. gewesen. "Die Nummer eins im Slalom war dann ein Riesenvorteil. Dazu habe ich auch alles riskiert", betonte die 24-Jährige nach ihrem ersten Weltcup-Podestplatz.

Die nach dem Super-G führende US-Amerikanerin Lindsey Vonn landete am Ende zwölf Hundertstel vor Siebenhofer auf Rang vier, mit dem sie zufrieden war. "Ich habe jetzt die Gewissheit, dass ich mit weniger Fehlern auch in der Kombination eine Medaille holen kann", gab die 33-Jährige zu Protokoll.

Ihre im Gesamt-Weltcup überlegene führende US-Landsfrau Shiffrin verzichtete dagegen auf einen Kombi-Start, um sich ganz auf den Riesentorlauf (Samstag/10.15 und 13.15 Uhr) und Slalom (Sonntag/9.30 und 12.15 Uhr) am Wochenende konzentrieren zu können. Die 22-jährige Supertechnikerin will erst in Südkorea entscheiden, welche anderen Olympia-Rennen sie neben ihren beiden Paradedisziplinen noch fahren wird.

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