Österreichische Bundesliga-Reform: Das Bundesliga-Format ab der Saison 2018/19

Von SPOX Österreich
Montag, 14.05.2018 | 13:34 Uhr
Die Bundesliga-Reform tritt ab der Saison 2018/19 in Kraft.
© GEPA
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Die Saison 2018/19 wird eine ganz besondere für die österreichische Bundesliga. Die am 31. Mai 2016 in Klagenfurt beschlossene Ligareform tritt nämlich in Kraft. SPOX liefert alle Infos zum neuen Format, erklärt was sich alles ändern wird und zeigt, wo man die Spiele künftig im TV oder per Stream live verfolgen kann.

Vor zwei Jahren wurde auf der Klubkonferenz das neue Ligaformat beschlossen, wonach ab der Saison 2018/19 zwölf Vereine in der Bundesliga spielen werden und 16 Vereine in der zweiten Liga. Der ÖFB sowie die Landesverbände stimmten der Reform am 9. September 2016 einstimmig zu.

Das neue Format entstand in Zusammenarbeit mit der niederländischen Consulting-Firma Hypercube, die unter anderem bereits für die UEFA, die belgische und die holländische Liga tätig war.

Die Bundesliga-Reform: Was ändert sich?

Ab der Saison 2018/19 werden in den höchsten beiden Spielklassen nicht mehr jeweils zehn Teams spielen. Die Bundesliga wird zwölf Vereine umfassen, die zweite Liga 16. Zum Ende der Saison 2017/18 steigen die beiden Bestplatzierten der Ersten Liga direkt in die Tipico Bundesliga auf.

Der Letzte der Bundesliga spielt in einer Relegation gegen den Dritten der Ersten Liga um den letzten Platz in der neuen Bundesliga. Aus den Regionalligen steigen acht Klubs auf. Ursprünglich sollte der Letzte der Ersten Liga gegen einen von den Landesverbänden genannten Regionalliga-Klub Relegation spielen. Um eine 16er-Liga zu garantieren hat das ÖFB-Präsidium am 13. April 2018 allerdings beschlossen, dass es keinen Absteiger geben wird.

Bundesliga 2018/2019: So wird künftig gespielt

Die Bundesliga wird künftig in zwei Durchgängen gespielt. Einem Grunddurchgang und einem Finaldurchgang. Im Grunddurchgang spielen die zwölf Mannschaften jeder gegen jeden einmal zu Hause und einmal auswärts. Nach 22 Runden wird die Tabelle in der Hälfte geteilt. Die besten sechs Teams kommen in die sogenannte Meisterrunde, die anderen sechs Klubs in die Qualifikationsgruppe.

Die Punkte aus dem Grunddurchgang werden halbiert, bei halben Punkten wird abgerundet. Sind zwei Klubs am Ende des Finaldurchgangs punktegleich und wurde bei einem dieser Vereine abgerundet, wird dieser Klub vorgereiht. Wurde bei keinem oder bei beiden abgerundet, wird als nächstes Entscheidungskriterium die Tordifferenz herangezogen.

Die Bundesliga-Reform im Detail

Bundesliga: Finaldurchgang

Im Finaldurchgang spielen die Klubs innerhalb der zwei Sechsergruppen, also der Meister- und der Qualifikationsgruppe, wieder jeweils einmal zuhause und einmal auswärts jeder gegen jeden. Das ergibt in Summe noch einmal zehn Runden.

Der Sieger der Meistergruppe ist österreichischer Meister. Der Letzte der Qualifikationsgruppe steigt in die Zweite Liga ab. Der Meister und Vizemeister sowie der ÖFB-Cupsieger haben ihre internationalen Startplätze fix.

Europa-League-Playoff

Für drei Klubs geht es in dem Europa League-Play-off noch um den letzten internationalen Startplatz. Dabei kommt es darauf an, wie viele UEFA-Startplätze Österreich hat:

Bei aktuell fünf Startplätzen hat auch der Dritte der Meistergruppe seinen UEFA-Startplatz fix. Der Sieger der Qualifikationsgruppe spielt in einem Heimspiel gegen den Fünften der Meistergruppe. Der Sieger aus diesem Spiel kämpft nun gegen den Vierten der Meistergruppe in zwei Duellen um den letzten Europa League-Startplatz.

Österreich in der UEFA-Fünfjahreswertung (Stand: 04.05.2018)

PlatzVerband2013/142014/152015/162016/172017/18Gesamt
1Spanien23,00020,21423,92820,14219,142106,426
2England16,78513,57114,25014,92820,07179,605
3Italien14,16619,00011,50014,25017,33376,249
4Deutschland14,71415,85716,42814,5719,85771,427
5Frankreich8,50010,91611,08314,41611,50056,415
...
11Österreich7,8004,1253,8007,3759,75032,850

Neues Format: Was ist bei Sperren zu beachten?

Gelbe Karten sowie Sperren aus Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten werden vom Grund- in den Finaldurchgang mitgenommen.
Zwischen dem Finaldurchgang und den Playoff-Spielen bleiben nur Sperren nach Gelb-Roten bzw. Roten Karten aufrecht.

Die Sperren durch Gelbe Karten bzw. die Anzahl der Gelben Karten werden nach dem Finaldurchgang gelöscht, das heißt in den Playoff-Spielen sind keine Gelb-Sperren möglich. Das soll sicherstellen, dass die Klubs in den Play-off-Spielen mit den bestmöglichen Mannschaften antreten können.

Bundesliga: Neue Anstoßzeiten

Ab der Saison 2018/19 finden die Spiele zu folgenden Zeiten statt:

Grunddurchgang: Samstag: 3 Spiele um 17 Uhr, Sonntag regulär: 2 Spiele um 14:30 Uhr, 1 Spiel um 17 Uhr, Sonntag im Sommer: 3 Spiele um 17 Uhr

Finaldurchgang: Samstag: 3 Spiele Qualifikationsgruppe um 17 Uhr, Sonntag: 2 Spiele Meistergruppe um 14:30 Uhr, 1 Spiel Meistergruppe um 17 Uhr

englische Runden im Finaldurchgang: Dienstag: 3 Spiele Qualifikationsgruppe um 19 Uhr, Mittwoch: 3 Spiele Meistergruppe um 19 Uhr

Bundesliga: Wann startet die neue Saison?

Das Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison ist am Samstag, den 28. Juli 2018. Es wird live im Free-TV zu sehen sein.

Zweite Liga: Das neue Format

In der Zweiten Liga spielen 16 Klubs mit Hin- und Rückrunde jeweils zweimal gegeneinander. Nach insgesamt 30 Runden steigt der bestplatzierte Klub in die Bundesliga auf und die drei Letztplatzierten in die Regionalligen ab.

Bundesliga-Reform: Wo kann ich die Spiele live im TV oder per Stream verfolgen?

Der Pay-TV-Sender Sky sicherte sich bis 2022 die Rechte an der Bundesliga und überträgt alle Spiele, das heißt 195 Partien pro Saison, live. Im Free-TV werden lediglich vier ausgewählte Spiele pro Saison live übertragen. Allerdings nach derzeitigem Stand nicht im ORF sonder auf A1.TV Im ORF soll es am Samstag und am Sonntag je eine Highlight-Sendung geben.

Die Spiele der zweiten Liga werden vom Sportvermarkter LAOLA1 in Szene gesetzt und auf deren Plattformen sowie auch weiter im Sportkanal ORF Sport+ zu sehen sein. 60 Partien werden live im Free-TV übertragen: 30 auf ORF Sport+ sowie 30 online bei laola1.at und laola1.tv. Die Übertragungen im Pay-TV-Sender Sky sind damit Geschichte.

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