Fussball

Wie geht es jetzt weiter, Herr Koller?

Von APA
Marcel Koller: Was er zum Spiel sagte

Drei Tage nach der 0:1-Niederlage in Wales setzte es für Österreichs Fußball-Nationalteam in der WM-Qualifikation die nächste Enttäuschung. Die ÖFB-Auswahl musste sich am Dienstag vor 13.400 Zuschauern im Wiener Happel-Stadion gegen Georgien mit einem 1:1 (1:1) begnügen. Die Chance auf eine WM-Teilnahme ist damit nur noch theoretisch. Die Stimmen zum Spiel.

Marcel Koller (ÖFB-Teamchef): "Wir haben auch heute einen individuellen Fehler gemacht, der dann gleich zum Gegentor geführt hat. Das hat sich durch die Quali ein bisschen durchgezogen. Wir haben sechs gute Möglichkeiten in der Offensive und schießen nur ein Tor, das ist auch ein Spiegelbild der Qualifikation, dass wir zu wenig Tore schießen. In Wales war es sicher ein bisschen einfacher, da hatten wir mehr Platz. Da (gegen Georgien) braucht es Geduld und du musst die Tore schießen. Das ist nicht geglückt, darum ist man (bei der WM) nicht dabei. Wenn du gewinnen willst, dann musst du Tore schießen, das ist uns nicht gelungen. Sie (die Georgier, Anm.) sind zwar 112. (der Weltrangliste), aber sie sind eine hervorragende Mannschaft.

Angesprochen auf seine Entscheidung über einen möglichen Verbleib als ÖFB-Teamchef sagte der 56-jährige Schweizer: "Ich möchte jetzt ein paar Tage Ruhe geben und Pro und Contra abwägen. Ich weiß auch nicht, was der ÖFB vorhat."

Zum verletzungsbedingten Ausscheiden von ÖFB-Star David Alaba erklärte Koller: "Es sieht nicht so gut aus mit dem Sprunggelenk. Wir müssen schauen, ob es mit dem Band ein Problem gibt."

Louis Schaub (Österreichs Torschütze): "Wir sind schon am Ende enttäuscht. Wir wollten wieder etwas gutmachen, das haben wir leider nicht geschafft. Es ist sehr gut gelaufen für mich, dass ich früh das Tor gemacht habe. Das war für die Mannschaft wichtig, aber am Ende war es zu wenig. Das Wichtigste ist, dass wir unsere Chancen nutzen. Dann hätten wir die beiden Länderspiele mit sechs Punkten beendet, jetzt haben wir einen Punkt."

Moritz Bauer (ÖFB-Teamdebütant): "Die Enttäuschung nach dem Spiel ist da, wir hätten den Sieg verdient gehabt. Wir haben zwei große Chancen liegen gelassen. Es war ein absolut schönes Erlebnis, aber es wäre noch schöner gewesen, wenn wir es mit einem Sieg hätten krönen können. Ich wurde sehr, sehr gut vom Team aufgenommen, deswegen war es sehr leicht für mich, heute zu beginnen."

Marko Arnautovic (ÖFB-Teamspieler): "Es will einfach nicht sein. Ich denke, dass wir gut agiert haben. Das frühe Gegentor war natürlich Pech, aber wir sind gut zurückgekommen und haben uns viele Chancen erarbeitet. Es ist aber nur eine hineingegangen, das ist zu wenig. Wir dürfen nicht 1:1 gegen Georgien spielen, das tut mir leid. Es gibt kein Spiel in der Gruppe, in dem wir nicht die bessere Mannschaft waren, aber wir haben die Punkte nicht gemacht. Wir wollen jetzt die beiden letzten Spiele noch gewinnen. Wir wollten heute gewinnen, deshalb fühlt sich das wie eine Niederlage an. Es spielt nicht Marcel Koller, wir stehen am Platz, und wir müssen gewinnen. Es liegt nicht am Trainer, er hat uns zur EM mitgenommen, damit was Riesiges geschafft und sich einen großen Respekt in Österreich verschafft."

Vladimir Weiss (georgischer Teamchef): "Das ist ein gutes Ergebnis für uns. Wir sind gut in die erste Hälfte gekommen, haben schnell ein Tor gemacht und dann die Räume gut zugemacht. Wir haben es auch geschafft, Arnautovic Paroli zu bieten, was ansonsten sehr schwierig ist, weil er einer der besten Spieler der Welt ist. Wir konnten ihn aber gut aus dem Spiel nehmen. Nach einer gewissen Zeit haben unsere Kräfte nachgelassen, Österreich hatte viele Chancen. Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit unserer taktischen Spielweise und dem Einsatz der Spieler. Österreich hat eine sehr gute Mannschaft mit einem sehr guten Trainer, den ich sehr respektiere. Österreich ist für mich die zweitbeste Mannschaft dieser Gruppe hinter Serbien."

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