Markus Suttner erklärt Gründe für Nationalteam-Rücktritt

"In 5 Jahren nur ein Pflichtspiel von Beginn"

Von APA
Mittwoch, 10.05.2017 | 13:20 Uhr
Suttner äußert sich zu seinem Rücktritt
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Für Markus Suttner ist das Kapitel Nationalteam seit Mittwoch abgeschlossen. Der 30-jährige Linksverteidiger des deutschen Bundesligisten Ingolstadt gab seinen Rücktritt von der ÖFB-Auswahl bekannt, für die er seit dem Debüt am 29. Februar 2012 insgesamt 20 Mal gespielt hatte. Der Niederösterreicher will sich in Zukunft ausschließlich auf seine Aufgaben in Ingolstadt konzentrieren.

"Ich habe mich im Kreis des Teams stets wohlgefühlt, immer alles für die Mannschaft gegeben und mich dem Erfolg untergeordnet. Es war mir immer eine Ehre, dabei zu sein. Leider durfte ich in den fünf Jahren nur ein Pflichtspiel von Beginn an bestreiten. Daher reifte der Entschluss in mir, meine Energie voll und ganz für den Verein aufzuwenden", erklärte Suttner seine Entscheidung.

Sein einziges Pflichtspiel von Beginn an machte der Ex-Austrianer in der laufenden WM-Qualifikation beim 2:1-Sieg in Georgien am 5. September 2016. Es war eines von nur vier Bewerbspielen, in denen er zum Zug kam. Darunter auch zuletzt beim 2:0-Erfolg gegen Moldau in Wien am 24. März, allerdings erst ab der 93. Minute. Seine letzte Partie absolvierte der EM-2016-Teilnehmer am 28. März beim Test-1:1 gegen Finnland in Innsbruck.

Suttner im Hinblick auf WM-Quali optimistisch

"Markus Suttner war ein wichtiger Teil des Teams, der sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Auch wenn er nicht zu vielen Einsätzen gekommen ist, hat er sich stets vorbildlich verhalten. Sein Rücktritt ist schade, aber diese Entscheidung gilt es zu respektieren", sagte ÖFB-Teamchef Marcel Koller. Und Sportdirektor Willi Ruttensteiner ergänzte: "In seiner gesamten Zeit beim ÖFB war er ein absolut vorbildlicher Nationalteamspieler, den seine harte Arbeit und sein Ehrgeiz ausgezeichnet haben."

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Suttner, Teil des erfolgreichen ÖFB-U20-Teams, das 2007 bei der WM in Kanada Platz vier erreicht hatte, ist der zweite Akteur der dieses Jahr seiner Teamkarriere ein Ende gesetzt hat. Mitte März hatte Tormann Ramazan Özcan, Ersatzmann bei Bayer Leverkusen, überraschend ebenfalls diesen Schritt gemacht. "Ich bin davon überzeugt, dass sie die Qualifikation noch packen werden", ist Suttner optimistisch. Österreich liegt in der Gruppe D nach fünf von zehn Spielen mit sieben Punkten nur auf Rang vier. Vier Punkte fehlen auf die beiden Topteams Serbien und Irland.

Keine Verletzung

Vier Punkte sind es auch, die dem Vorletzten Ingolstadt in der Liga auf den Relegationsplatz (Hamburg) sowie ersten Nichtabstiegsplatz (Mainz) fehlen. Der Arbeitgeber von Suttner und Lukas Hinterseer gastiert am Samstag in Freiburg und tritt eine Woche später noch zu Hause gegen Schalke an. Suttner hat seinen Platz im Team fix, nach einer am Samstag erlittenen Knöchelblessur meldete er sich am Montag fit. "Gott sei Dank hat sich der anfängliche Verdacht nicht bewahrheitet. Die Schwellung war von Anfang an gering und die Genesung verlief schnell und sehr gut, sodass ich voll einsatzfähig bin", sagte der Außenverteidiger.

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Der im Sommer 2015 nach Ingolstadt gekommene Suttner selbst spielt eine starke Saison, kam in 29 von 32 Ligaspielen zum Einsatz und brachte es dabei auch auf vier Tore (alle aus Freistößen) und fünf Assists. "Wir haben die Qualität und trotz des schwierigen Saisonverlaufs ist nie der Glaube verloren gegangen. Wir haben zwei Finalspiele - die haben wir uns alle gemeinsam erarbeitet. Diese Chance werden wir uns nicht nehmen lassen", ist Suttner nach wie vor positiv gestimmt. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2018.

Markus Suttner im Steckbrief

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