Sonntag, 12.02.2017

Damir Canadi kritisiert nach Wiener Derby den Schiri

"Die fünf Minuten waren zu lange"

Damir Canadi war beim 320. Wiener Derby mit so mancher Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber nicht einverstanden. Der Coach des SK Rapid Wien übte nach dem 1:1 gegen die Austria Kritik.

Lange Zeit sah Rapid im 320. Derby wie der sichere Sieger aus. Giorgi Kvilitaia brachte die Hütteldorfer per Kopf in der 55. Minute in Führung. Danach biss sich die Austria trotz der gelbroten Karte gegen Joelinton (66.) lange Zeit die Zähne aus, ehe Lukas Rotpuller in der Nachspielzeit doch noch ausglich.

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Ginge es nach Damir Canadi, hätte dieser Treffer aber gar nicht fallen dürfen. Der Rapid-Coach kritisierte, dass Schiedsrichter Schüttengruber nicht schon früher abpfiff. "Die fünf Minuten waren zu lange. Drei Minuten hätten gereicht. Es gab nicht so viele Aktionen, dass man so lange nachspielen hätte müssen", sagte Canadi gegenüber Sky.

Canadis Schachzug gegen Holzhauser

Auch die Entscheidung, beim Foul von Joelinton zum zweiten Mal Gelb zu zücken, bezeichnete der ehemalige Altach-Trainer als "übertrieben". So aber habe seine Mannschaft danach "viel investieren müssen". Die hohen Bälle der Austria hätte man am Schluss gut verteidigt, ein Ball schummelte sich jedoch trotzdem durch. "So ein Lucky Punch kann immer passieren."

Canadi äußerte sich auch zu seiner taktischen Idee, Raphael Holzhauser mit Sonderbewacher Kvilitaia aus dem Spiel zu nehmen. "Er hat ihn nicht gedeckt, sondern zugestellt. Die Austria bekommt Probleme, wenn er aus dem Spielaufbau genommen wird." Dadurch mussten die anderen Veilchen mehr Verantwortung beim Herausspielen übernehmen, was Sechser Tarkan Serbest sowie den beiden Innenverteidigern Petar Filipovic und Lukas Rotpuller nicht behagte.

Wohlfahrt lobt Rapid

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Nicht nur deswegen zeigte sich die Verantwortlichen auf Seiten der Austria unzufrieden. "Der Gegner war besser", sprach Franz Wohlfahrt Rapid ein Lob aus. Trainer Thorsten Fink sah das ein wenig optimistischer: "Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei Riesenchancen, die hätten wir nutzen müssen. Im Endeffekt war das Unentschieden in Ordnung."

Trotzdem meinte auch der Austria-Coach: "Wir können sicher besser Fußball spielen." So war der Ärger über die zwei verlorenen Punkte letztlich bei Rapid größer. "Die Rote Karte und das Gegentor am Ende - zwei Dummheiten haben uns um den Sieg gebracht", fasste der nach Verletzung zurückgekehrte Stefan Schwab zusammen.

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