Fussball

Wie Dober den Rapid-Transfer selbst forcierte

Andreas Dober kehrt zu Rapid zurück

Andreas Dober schwebt im siebenten Himmel. Der 30-Jährige zeigt sich nach seiner Rückkehr zu Rapid überglücklich. "Mir hätte nichts Besseres passieren können", meint der Außenverteidiger, der den Transfer zu seinem "Herzensklub" selbst forcierte.

Eigentlich hätte Andreas Dober in den nächsten Monaten mit dem SKN St. Pölten um den Klassenerhalt kämpfen sollen. Die Niederösterreicher hatten jedoch andere Pläne für Dober. Überraschend wurde dem Abwehrspieler mitgeteilt, dass man nicht mehr mit ihm plane.

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"Ich habe einen Tag gebraucht, um das Ganze zu verdauen", meint Dober. Danach hatte er aber nur noch eines im Kopf: "Mein erster Gedanke galt Rapid." Der Erzrapidler, der zwei Mal mit den Grün-Weißen Meister wurde, griff zum Handy und wählte die Nummer von Muhammet Akagündüz - dem Trainer von Rapid II.

Einsätze bei den Profis? Dober lacht

"Er hat mir gesagt: ‚Lustig, ich habe gerade mit Willi Schuldes (sportlicher Leiter von Rapid II) über dich gesprochen'. Danach habe ich mich mit ihnen getroffen und sie haben mir ihr Konzept erklärt." Innerhalb weniger Tage einigte sich Dober mit den Verantwortlichen. Bei der zweiten Mannschaft soll der Routinier nun die jungen Spieler führen. Daneben macht er den Trainerschein und arbeitet als Co-Trainer im Nachwuchs.

An das Ende seiner aktiven Karriere denkt der Wiener dennoch noch lange nicht. "Ich stehe noch voll im Saft und habe 15 Bundesliga-Spiele bestritten", betont Dober. Da würde es doch auf der Hand liegen, wenn er auch auf Einsätze bei den Profis schielt. Der Routinier lacht: "Ich wurde für Rapid II geholt. Dort will ich regelmäßig meine Leistung bringen. Alles andere kann ich nicht beeinflussen."

Gute Beziehung zu Canadi

Nachsatz mit Seitenhieb auf den violetten Erzrivalen: "Aber welcher Fußballer in Österreich will nicht gerne für Rapid spielen, außer den paar Prozent, die sich nicht auskennen?" Kontakte zum Trainerteam der ersten Mannschaft sind jedenfalls vorhanden. "Damir Canadi kenne ich schon lange. Als ich arbeitslos war, habe ich unter ihm bei Simmering trainiert."

Pikant: Dobers erste Rapid-Karriere ging mit einer Watschn für Mario Sonnleitner zu Ende. Die beiden krachten im Training zusammen. Diese Sache sei mittlerweile aber geklärt, meint der Außenverteidiger mit dem harten Schuss.

Rapid II soll in zweite Liga aufsteigen

Sein Vertrag bei Rapid II läuft eineinhalb Jahre. Am Ende soll der Aufstieg in die zweite Liga stehen. Denn ab der Saison 2018/19 sind dank der Ligareform Amateur-Teams wieder in der zweiten Spielklasse zugelassen.

Wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen. Dober möchte auf jeden Fall im Fußballgeschäft bleiben. "Ob ich irgendwann einmal Trainer von Rapid, Real Madrid oder Straßburg werde, kann ich nicht beeinflussen." Große Ziele sind jedenfalls vorhanden.

Andreas Dober im Steckbrief

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