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Tennis

"Federer vorne, weil Nole und Andy schwächeln"

Janko Tipsarevic schüttet Wasser in den Federer-Wein
© getty

Janko Tipsarevic will nicht in die Lobeshymnen auf Roger Federer einstimmen. Für den ehemalige Weltranglisten-Achten aus Serbien haben die jüngsten Erfolge des Australian-Open-Champions einen Makel.

Roger Federer schlägt eine Welle der Begeisterung entgegen. Die Tenniswelt feiert den 35-jährigen Schweizer für seinen grandiosen Saisonstart mit Triumphen in Melbourne, Indian Wells und Miami. Doch es gibt auch Ausnahmen. Von uneingeschränkter Freude kann bei Janko Tipsarevic keine Rede sein. Der 32-jährige Djokovic-Kumpel ließ sich in den serbischen Medien zu einigen giftigen Bemerkungen hinreißen.

"Federer ist ein großer Champion. Aber einer der Gründe, warum er jetzt in dieser Position ist, ist, dass Djokovic und Murray nicht auf ihrem besten Level spielen", sagte der Weltranglisten-90. Ein direktes Duell mit dem 2016er "Djoker" wäre demnach zum Nachteil des Eidgenossen verlaufen: " Ich bin nicht sicher, ob Federer gegen einen Djokovic vom letzten Jahr eine Chance hätte. Und ich sage das nicht, weil 'Nole' mein Freund ist. Sondern weil ich das wirklich denke."

Turbo-Belag und Wunden der Vergangenheit

Tipsarevic fand noch einen weiteren Grund, die Leistung des "Maestro" zu relativieren: "Man hat mir gesagt, dass der Belag in Australien so schnell war wie noch nie. Es war das erste Jahr seit wer weiß wie vielen, dass der Belag nicht erneuert wurde. Wenn der Platz nicht erneuert wird, wird er jährlich schneller. Normalerweise werden auch die Bälle in Melbourne mit Fortdauer eines Matches größer. Dieses Jahr wurden sie kleiner.

Ob die bitteren Erinnerungen an die Australian Open 2008 noch immer nachwirken? Tipsarevic verlor damals gegen Federer in der dritten Runde mit 8:10 im fünften Satz und grämt sich auch heute noch: "Ich habe viele Top-Ten-Spieler geschlagen. Aber ich hätte mir wirklich gewünscht, damals gegen Federer zu gewinnen. Ich fühlte, dass ich besser bin in den langen Ballwechseln, habe aber ein paar Chancen nicht genutzt und Roger schlug mich mit dem Aufschlag und seiner Vorhand."

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