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Tennis

Der Sandplatzkönig kämpft um sein Reich

Rafael Nadal missfällt die ungleiche Gewichtung zwischen Sand- und Hartplatzturnieren
© getty

Rafael Nadal befürchtet, dass sein bevorzugter Bodenbelag immer mehr an Bedeutung verliert. Der 49-fache Turniersieger auf Sand kritisiert die Planspiele, zukünftig noch mehr Hartplatzveranstaltungen in den Turnierkalender aufzunehmen.

Zwei Grand-Slams und sechs ATP-Masters-1000-Turniere werden derzeit auf Hartplatz ausgespielt. Ab 2019 könnten weitere 500er- und 250er-Turniere folgen. Im Zuge der großen ATP-Turnierkalender-Reform gibt es auch in Buenos Aires und Rio de Janeiro Bestrebungen, von Sand auf den harten Untergrund zu wechseln. Die Veranstalter erhoffen sich davon, mehr Topspieler für ihre Turniere zu gewinnen.

Rafael Nadal kann dieser Entwicklung nichts abgewinnen: "Wenn es weniger Sandplatzturniere gibt, geht auch die Anzahl an guten Sandplatzspielern zurück. Es ist logisch, dass die besten Spieler der Welt Hartplatzspezialisten sind, wenn 80 Prozent der Turniere auf diesem Belag stattfinden", verdeutlichte der 30-jährige Spanier am Rande der Miami Open.

Sandplatzspezialisten vom Aussterben bedroht

Gaston Gaudio, Juan Carlos Ferrero, Guillermo Coria oder Carlos Moya haben sich zu Stars auf Sand entwickeln können, da es mehr Turniere auf der roten Asche gab. "Die Situation hat sich geändert, weil die ATP immer mehr Hartplatz-Events pushte. Wenn es das ist, was wir für unseren Sport wollen, ist das okay", sagte Nadal nicht ohne ironischen Unterton.

Zudem kann der 14-fache Grand-Slam-Sieger nicht nachvollziehen, warum die ATP World Tour Finals jedes Jahr auf Hartplatz gespielt werden: "Ich verstehe nicht, dass ich mich elf oder zwölf Mal für den Masters Cup auf Rasen, Sand, Hartplatz und in der Halle qualifiziert habe und dann immer auf demselben Untergrund spielen muss. Das ist nicht fair und das Schlimmste für den Körper."

Knieschonung im Davis Cup

Das Verletzungsrisiko sei auf stumpfen Hartplatz so groß, dass Nadal auf das Davis-Cup-Viertelfinale in Serbien verzichtet. "Es ist unmöglich für mich, da anzutreten. Meine Knie würden sehr darunter leiden. Wenn wir zu Hause auf Sand gespielt hätten, wäre das etwas anderes gewesen." Die Gastgeber empfangen Spanien in Belgrad (7. bis. 9 April) auf einem in der Halle verlegten Hartplatz.

Die aktuelle ATP-Weltrangliste

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