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NFL Starter-Serie: Bears, Lions, Packers und Vikings - die NFC North

Dan Campbell hat 2022 besonders offensiv Personal zur Verfügung, das man als Gegner ernst nehmen sollte.

Die Packers haben ihre Defense verjüngt, aber wohl ihre Offense verschlechtert. Die Bears ignorierten jene fast komplett während die Lions womöglich bald wieder ernst zunehmen sind. Im letzten Teil der SPOX-Starter-Serie blicken wir auf die NFC North.

Nach vier wechselhaften Jahren unter Head Coach Matt Nagy haben die Bears mal wieder klar Schiff gemacht und ihre komplette sportliche Führungsriege ausgetauscht. Neu am Ruder sind General Manager Ryan Poles, der von den Chiefs kam, sowie Head Coach Matt Eberflus, der zuletzt der Defensive Coordinator der Colts war.

Anschließend wurde der Kader auf einigen Schlüsselpositionen umgekrempelt. Was dabei auffiel: Der Fokus lag eindeutig auf der Defense, die auf mehreren Positionen verändert wurde. Die Offense, in der Justin Fields nach einem schwierigen Jahr unter Nagy dringend Verstärkungen gebraucht hätte, wurde hingegen ein wenig vernachlässigt.

Chicago Bears: Starter-Projection Offense

PositionSpielerPositionSpieler
Quarterback:Justin FieldsLeft Tackle:Larry Borom Jr.
Running Back:David MontgomeryLeft Guard:Cody Whitehair
Wide Receiver:Darnell MooneyCenter:Lucas Patrick
Wide Receiver:Byron PringleRight Guard:Sam Mustipher
Wide Receiver:Velus Jones Jr.Right Tackle:Teven Jenkins
Tight End:Cole Kmet

Chicago Bears: Starter-Projection Defense

PositionSpielerPositionSpieler
Edge:Al-Quadin MuhammadCornerback:Jaylon Johnson
Defensive Tackle:Angelo BlacksonCornerback:Kyler Gordon
Defensive Tackle:Justin JonesSlot-Cornerback:Tavon Young
Edge:Robert QuinnSafety:Eddie Jackson
Linebacker:Roquan SmithSafety:Jaquan Brisker
Linebacker:Nicholas Morrow

Bears-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Justin Fields ließ sein Potenzial in seiner Rookie-Saison aufblitzen so gut es eben ging. Das Scheme kam ihm zu keiner Zeit entgegen, vielmehr tat der vorherige Coaching Staff im Grunde gar nichts, um die einzigartigen Fähigkeiten Fields' auszunutzen. Besonders gut war er bei designten Rollouts, doch wurden diese nicht eben häufig gespielt. Die Hoffnung ist nun, dass der neue Offensive Coordinator Luke Getsy Fields generell mehr unter die Arme greift. Getsy war zuletzt QB Coach und Passing Game Coordinator der Packers, was zumindest mal vielversprechend klingt.
  • Was das Waffenarsenal für Fields betrifft, ist jenes recht überschaubar. Wer herausragt, ist Mooney, der im Vorjahr seine erste 1000-Yard-Saison hingelegt und sich zum klaren Top-Receiver des Teams entwickelt hat. Er wird die X-Rolle einnehmen und ist sicher die verlässlichste Größe im Receiving Corps. Dahinter wird es dünn.
  • Ein Motto bei den Neuzugängen auf Receiver war Speed. Sowohl Pringle als auch Rookie Velus Jones kommen vor allem über ihre Geschwindigkeit, wobei gerade Jones auch sehr gut nach dem Catch agiert. Bei Pringle stellt sich die Frage, ob er als wahrscheinliche Nummer 2 in diesem Team das bestätigen kann, was er bei den Chiefs am hinteren Ende der Depth Chart angedeutet hat - im Schatten von Leuten wie Tyreek Hill oder Travis Kelce. Und dahinter kommen dann Nebendarsteller aus anderen Teams ins Spiel - Leute wie EQ St. Brown, Dante Pettis, Tajae Sharpe oder auch David Moore. Dies allerdings verspricht immerhin einen spannenden Konkurrenzkampf im Training Camp.
  • Auf Tight End ist Kmet gesetzt, dahinter gibt Ryan Griffin eine solide Nummer-2-Option, während James O'Shaughnessy hauptsächlich als Blocker zu gebrauchen ist.
  • Im Backfield wiederum geht David Montgomery als klare Nummer 1 in sein finales Vertragsjahr. Dahinter dürfte die Situation recht offen sein - sowohl Khalil Herbert als auch Darrynton Evans sollten häufiger das Feld sehen, zumal das Run Game in dieser Offense sicherlich ein Faktor sein wird.
  • Was die Offensive Line betrifft, ist hier noch vieles unklar. Fangen auf Tackle an: Jenkins verpasste nach einer Rückenoperation weite Teile seiner Rookie-Saison, spielte ganz am Ende aber Left Tackle. Borom wiederum war im Vorjahr meist als Right Tackle im Einsatz. In den bisherigen Trainingseinheiten spielte Letzterer aber auf links, was suggeriert, dass das der Plan für diese Saison sein könnte. Die Guard-Positionen bleiben wie gehabt, neuer Center ist Lucas Patrick, der von den Packers kam. Dahinter warten mit Rookie Braxton Jones oder Veteran Dakota Dozier ein paar interessante Alternativen.
  • Eberflus' Background ist Defense und seine Colts-Defenses schlugen sich durchweg gut in den vergangenen Jahren. Das allein gibt schon Hoffnung. Angefangen an der Front erwartet sich das Team einiges von den Edge-Verteidigern Muhammad, den Eberflus aus Indy kennt, und Quinn, der allerdings dem Minicamp unentschuldigt fernblieb. Er hat noch Vertrag bis 2024, allerdings keine Garantieren mehr. Wie auch immer diese Situation ausgeht, haben die Bears noch Trevis Gipson und Rookie Dominique Robinson in der Hinterhand. Beide überzeugten bei den OTAs.
  • In der Mitte der Defensive Line liegen die Hoffnungen auf den Schultern von Justin Jones, der nach dem gescheiterten Versuch, Larry Ogunjobi zu verpflichten ("Failed Physical"), der klare Plan B war. Er ist vor allem ein Run-Stopper mit gewissen Qualitäten als Rusher. Daneben dürfte sich eine Rotation aus Blackson, Mike Pennel und Mario Edwards ergeben.

  • Die Linebacker-Position ist derweil relativ klar besetzt: Roquan Smith ist die zentrale Figur, wobei auch er ins finale Vertragsjahr geht. Und daneben wurde mit Nicholas Morrow und Matt Adams nachgerüstet. Speziell Adams dürfte sich schnell zurechtfinden, spielte er doch bereits unter Eberflus in Indy.
  • Die Secondary wiederum dürfte die größte Stärke dieses Kaders sein. Hier fand man eine gute Mischung aus Jugend und Erfahrung. Während Johnson und Jackson schon länger dabei sind, sollten sich die Rookies Gordon und Brisker an ihnen aufrichten können. Beide Rookies machten überdies schon in den bisherigen Camps einen guten Eindruck und sollten in der Lage sein, von Beginn an zu starten. Gerade Gordons Ankunft erlaubt es dem Team, den letztjährigen Starter Kindle Vildor ins zweie Glied zu versetzen, wo er womöglich besser aufgehoben ist.
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