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NFL

Power Ranking nach Draft und Free Agency: Die Bills sind bereit für den Titel

Draft und die wichtigsten Phasen der Free Agency sind abgeschlossen, damit stehen die Grundgerüste der 32 Teams. Zeit für das Offseason-Zwischenfazit: Wer hat seine Hausaufgaben gemacht - und wer könnte noch etwas Hilfe vertragen? Das Power Ranking nach Draft und Free Agency.

Power Ranking nach Draft und Free Agency

32. Atlanta Falcons

Die Falcons haben selbst mit Drake London eine schwache Receiver-Gruppe, einen unterdurchschnittlichen Starting-Quarterback und eine Offensive Line, die bereits im Vorjahr mehr als löchrig war. In der modernen NFL ist das die Formel für sehr wenige Siege, selbst wenn man eine starke Defense hat - und auch davon ist Atlanta noch ein gutes Stück weit entfernt. A.J. Terrell und Grady Jarrett sind gute Säulen, aber die vergangene Saison hat deutlich gemacht, dass das alleine nicht reicht. Mit Rashaan Evans und Casey Hayward haben die Falcons gute Role Player geholt, Safety und vor allem der Pass-Rush bleiben aber ernsthafte Problemzonen. Ebiketie, Malone und Andersen waren gute Picks und könnten mittelfristig Säulen dieser Defense werden. Atlanta ist endgültig im Rebuild angekommen, die kommende Saison wird man als Fan mit diesem Gedanken im Hinterkopf angehen müssen. Deshalb sollte es auch einen offenen Wettkampf um den Starting-Quarterback-Job geben, und falls Ridder auch nur einigermaßen gleichauf mit Mariota ist, sollte er eine Chance bekommen. Das halte ich für durchaus denkbar; Ridder in meinen Augen ist der diesjährige Rookie-Quarterback, der am ehesten schnell starten kann.

31. Houston Texans

Houstons Offense könnte tatsächlich eine positive Überraschung werden. Die Line sollte solide sein, Brandin Cooks ist nach wie vor ein guter Receiver und Nico Collins hat positive Ansätze gezeigt. Folgt hier der zweite Schritt? Und wie groß ist der Impact von John Metchie nach seinem Kreuzbandriss als Rookie? Houston hat auf dem Papier ein Waffenarsenal, das sich gut ergänzt, und wird Davis Mills eine Chance geben, sich zu beweisen. Gespannt bin ich darauf, wie die Defense schematisch aussieht. Lovie Smiths langjährige Standard-Defense verlangt einen starken 4-Man-Rush mit Outside-Cornerbacks die vor allem in Zone Coverage glänzen dahinter; Houston hat gewissermaßen das Gegenteil, auch wenn ein Spieler wie Jonathan Greenard letztes Jahr merkliche Fortschritte gemacht hat. Dafür haben sie jetzt exzellente Schachfiguren in der Secondary, mit Stingley, Pitre und Desmond King. Ich erwarte keine großen Sprünge von den Texans in diesem Jahr, aber der Kader ist endlich auf dem Weg nach vorne.

30. Seattle Seahawks

Ich kann mich nicht erinnern, wann Seattle zuletzt einen Draft hatte, den ich derart positiv sehe. Die beiden Tackles, Charles Cross (1. Runde) und Abraham Lucas (3. Runde) könnten in der kommenden Saison starten und das langfristige Tackle-Duo bilden. Ich mag Boye Mafe als Edge-Rusher mit noch jeder Menge Upside, auch Tariq Woolen hat athletisch spektakuläres Potenzial, auch wenn er 2022 eher nicht allzu viel spielen sollte. Die Seahawks hatten einen Draft, der einen Grundstein für den Neustart in die Post-Russell-Wilson-Ära legen könnte; für 2022 konkret aber kann man auch von einer starken Draft-Klasse keine Wunderdinge erwarten. Die Rookie-Tackles - sofern beide überhaupt spielen - werden ihre Rookie-Fehler machen, und dann ist die Line eine der schwächsten in der NFL. Mit Drew Lock dahinter hält das jeglichen Optimismus in Grenzen. Die Defense könnte tatsächlich Fortschritte machen, aber offensiv sind meine Bedenken rein mit Blick auf die kommende Saison schlicht viel zu groß. Es wird eine interessante Saison, um zu sehen, was Pete Carroll noch auf Lager hat.

29. Jacksonville Jaguars

Jahr 2 ist häufig auch das Jahr, in dem (gute) Quarterbacks den großen Sprung machen - und die Jaguars brauchen diesen Sprung ganz deutlich von Trevor Lawrence. Denn trotz weiterer Investments in die Offense gibt es zwar einige gute Komplementär-Spieler, aber keine Stars, die das Team tragen. Christian Kirk ist ein guter Slot-Speedster, Marvin Jones eine gute Nummer 2, Evan Engram ein athletischer Receiving-Tight-End, und so weiter. Es wird letztlich an Lawrence und Coach Doug Pederson liegen, aus einer bestenfalls durchschnittlich besetzten Offense mehr rauszuholen. Defensiv bin ich vor allem darauf gespannt, wie diese Front ihre athletischen PS auf die Straße bringt. Josh Allen, Travon Walker, Devin Lloyd - hier schlummert jede Menge Potenzial. Aber "Potenzial" ist auch, wieder einmal, die generelle Überschrift über der kommenden Jaguars-Saison. Die Weiterentwicklung muss dringend her, und jetzt darf sich mal wieder ein neuer Coaching Staff daran versuchen.

28. Carolina Panthers

Der Draft ist für die Panthers insofern ideal verlaufen, als dass sie trotz ihrer sehr limitierten Ressourcen die freie Tackle-Auswahl hatten und dann durch die dramatischen Quarterback-Abstürze die Gelegenheit bekamen, in die dritte Runde zu traden und Matt Corral zu schnappen. Das gibt ihnen wenigstens eine Chance, eine junge Alternative hinter Sam Darnold. Aber Corral ist auch eine riesige Projection allein aufgrund der Offense, in der er im College gespielt hat. Die Line wird besser sein als letztes Jahr, aber mit Darnold als vorläufigem Starter und einem Coaching Staff, dem ich nur bedingt vertraue, erwarte ich auch 2022 in Charlotte eine der schlechtesten Offenses in der NFL. Die Defense sollte solide bis gut sein, hat aber mit Haason Reddick und Stephon Gilmore auch viel Qualität verloren. Eine potenzielle Top-10-Defense in Kombination mit einer Bottom-5-Offense ist die Formel für einen weiteren Top-8-Pick.

27. Chicago Bears

Mit Blick auf die Big-Picture-Kaderplanung kann man die Herangehensweise des neuen Bears-Regimes absolut nachvollziehen. Übernommen wurde ein viel zu lange künstlich gepushter Kader mit einer desolaten Cap-Situation, hier war ein Radikalschlag notwendig. Mit Blick auf die Entwicklung von Justin Fields auf der anderen Seite aber muss man sich schon die Frage stellen, inwieweit Fields in der kommenden Saison eine echte Chance hat, sich zu entwickeln. Mit einem Receiver-Room, der hinter Darnell Mooney in erster Linie Byron Pringle und EQ St. Brown zu bieten hat. Mehr als Speedster/Gadget-Spieler Velus Jones in Runde 3 kam im Draft nicht dazu. Mit einer nochmals geschwächten Offensive Line, in einer neuen Offense gleich im zweiten Jahr. Ganz zu schweigen davon, dass die ebenfalls in mehreren Bereichen geschwächte Defense die Offense kaum tragen wird. Ich halte Fields weiterhin für einen sehr talentierten Quarterback, aber bei dem bereits im College sichtbar war, dass er gerade in puncto Handlungsschnelligkeit noch deutlich Nachholbedarf hat. Die Umstände in Chicago für 2022 werden ihm dabei nur bedingt helfen, wenngleich eine Shanahan-Style-Offense deutlich besser zu Fields passen sollte als alles, was die Bears letztes Jahr unter Nagy versucht haben. Die Defense hat jetzt viel junges Talent, aber wie viel davon funktioniert bereits in der kommenden Saison auf einem hohen Level?

26. New York Giants

So ganz weiß ich noch nicht, was ich mit den Giants machen soll; zu viele neue Elemente und unklare Variablen sind in diesem Team. Angefangen vom neuen Head Coach Brian Daboll, über ein neues defensives Scheme bis hin zu ganz konkreten Einzelfragen. Sind Rookie Evan Neal und Andrew Thomas, der sich im Laufe der vergangenen Saison gesteigert hat, als Tackle-Duo gut genug, um der Line einen Floor zu geben? Oder wird Neal noch wackeln, während die Interior Line einige Fragezeichen aufwirft? Was plant Daboll mit den Wide Receivern - nicht zuletzt mit Kadarius Toney sowie Zweitrunden-Pick Wan'Dale Robinson, der überraschend früh vom Board ging? Und natürlich: nutzt Daniel Jones diese - zumindest mit Blick auf die Giants - mutmaßlich letzte Chance? Ich erwarte schon, dass die Giants-Offense unter Daboll schnell sichtbare Fortschritte macht - wie weit diese gehen, entscheiden Jones und die Line. Die Defense derweil sollte stark sein, ich bin sehr gespannt auf Kayvon Thibodeaux in einer aggressiven Don-Martindale-Defense.

25. Detroit Lions

Die Lions - und mit dieser Einschätzung standen sie ligaweit keineswegs alleine da - haben entschieden, dass sie die Quarterback-Frage noch für ein Jahr aufschieben. Jared Goff ist nicht die Antwort, aber als Verwalter in Ordnung; und wer auch immer dann in der nächsten Offseason vermutlich geholt wird, setzt sich in ein sehr komfortables Nest: Detroit sollte eine der ligaweit besten Offensive Lines aufbieten, hat in Jameson Williams einen echten Impact-Receiver im Draft gefunden und zuvor mit D.J. Chark den X-Receiver-Spot besetzt. St. Brown hatte im Slot eine sehr gute Rookie-Saison und die Lions haben sogar noch Tiefe dahinter, sowie in T.J. Hockenson und D'Andre Swift weitere Waffen. Nach den offensiven Umstellungen im Laufe der vergangenen Saison funktionierte diese Unit bereits besser, es gibt keinen Grund, warum sich dieser Trend nicht fortsetzen sollte. Defensiv derweil werden die Rookies Aidan Hutchinson und Josh Paschal beide einen Impact haben, Jeff Okudah kommt nach seiner Verletzung zurück und Kerby Joseph gibt den Lions einen echten Deep-Safety. Die Lions sind ganz klar auf dem aufsteigenden Ast.

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