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NFL Playoff Recap: Tampa Bay Buccaneers vs. Philadelphia Eagles 31:15 - Totale Dominanz mit einer Hiobsbotschaft - Bucs ohne Mühe gegen Eagles

Die Defense der Buccaneers ließ sehr wenig zu gegen die Eagles.

Die Tampa Bay Buccaneers haben ihr Wildcard Game gegen die Philadelphia Eagles mühelos 31:15 gewonnen und damit ihre Operation Titelverteidigung erfolgreich begonnen. Einzig die Verletzung eines Schlüsselspielers bereitet den Team um Superstar Tom Brady nun Sorgen.

Zu Beginn des Spiels und über weite Teile der ersten Hälfte spielten nur die Buccaneers. Sie legten einen blitzsauberen ersten Drive hin, der in einem kurzen Touchdown-Lauf von Rückkehrer Running Back Giovani Bernard - Leonard Fournette und Ronald Jones mussten letztlich etwas überraschend passen - mündete.

Schon davor allerdings verletzte sich Right Tackle Tristan Wirfs am Knöchel und kam bis auf einen kurzen Auftritt vor der Pause nicht mehr zurück. Auf der anderen Seite des Balls hatten derweil auch die Bucs die Oberhand. Die erste Eagles-Serie endete mit einem Stopp bei 3rd Down, weil Safety Jordan Whitehead Quarterback Jalen Hurts nach einem Zone-Read im Backfield stoppte, die zweite durch einen Sack von Antoine Winfield.

Die Bucs stellten dazwischen auf 14:0 durch einen Rushing TD von Ke'Shawn Vaughn. Dabei verletzte sich auch noch Center Ryan Jensen, der allerdings tatsächlich später ins Spiel zurückkehrte.

Tampa Bay begnügte sich bei seinem dritten Angriff des Spiels mit einem Field Goal, nachdem es den Eagles erstmals gelang, die Hausherren zu stoppen. Mehr noch: Bei 3rd Down gelang sogar ein Sack gegen Tom Brady.

Und jener war so etwas wie ein Weckruf für die Defense der Gäste, die im Anschluss bis ins dritte Viertel hinein in drei aufeinanderfolgenden Serien jeweils Sacks bei 3rd Down schafften - zweimal sogar über die rechte Seite der Bucs-O-Line, in der sowohl der schwer angeschlagene Wirfs als auch dessen Vertreter Josh Wells allen voran Ryan Kerrigan wenig entgegenzusetzen hatten.

Eagles fallen nach der Pause auseinander

Aus diesen Teilerfolgen machten die Eagles offensiv jedoch herzlich wenig. Sie schafften es zwar sechs Minuten vor der Halbzeit erstmals in die gegnerische Hälfte, doch letztlich endete jener Drive mit einem vergebenen vierten Versuch. Kurz vor der Pause warf Hurts dann auch noch eine Interception zu Safety Mike Edwards.

Nach dem Break fielen die Eagles dann komplett auseinander. Punt-Returner Jalen Reagor verlor einen Muffed Punt und Hurts warf seine zweite Interception, dieses Mal zu Edge Rusher Shaqil Barrett. Es folgten jeweils Touchdown-Pässe von Brady, erst auf Rob Gronkowski, dann auf Mike Evans, sodass den Gästen sehr früh der Zahn gezogen wurde.

Den Eagles blieben dann lediglich noch Punkte in der Garbage-Time, die aber nichts mehr am Ausgang des Spiels änderten.

NFL Wildcard Playoffs: Tampa Bay Buccaneers vs. Philadelphia Eagles

Ergebnis: 31:15 (14:0, 3:0, 14:0, 0:15) BOXSCORE

Buccaneers vs. Eagles - die wichtigsten Statistiken

  • Dies war das erste Mal seit mehr als zehn Jahren, dass die Bucs mehrere Rushing Touchdowns im ersten Viertel erzielt haben. Das letzt mal gelang dies in Woche 4 2007 gegen die Panthers.
  • Strafen zur Unzeit kassierten die Eagles immer wieder, aber besonders bitter waren zwei Holding-Strafen gegen Center Jason Kelce. Das ist deshalb bemerkenswert, weil jener in der Regular Season keine einzige derartige Strafe erhalten hatte. Seine einzige Strafe im ganzen Jahr war zuvor eine für Unsportsmanlike Conduct.
  • Gronkowski erzielte seinen 15. Touchdown in der Postseason. Nur Jerry Rice hat mehr (22). Darüber hinaus war dies seine 93. Postseason-Reception, wodurch er mit Reggie Wayne für die drittmeisten überhaupt gleichzog.
  • Für die Eagles war es indes erst der zweite Shutout zur Pause in ihrer Postseason-Geschichte. Zuvor war ihnen das nur im Wildcard Game 1996 in San Francisco passiert. Dies war ihr 47. Playoffspiel überhaupt.

Der Star des Spiels: Defensive Front (Bucs)

Während die Bucs nun um die Gesundheit von Offensive Tackle Tristan Wirfs bangen müssen, bekamen sie gute Nachrichten an der defensiven Front - buchstäblich. Die große Stärke dieser Defense, die Front, war zuletzt etwas kompromittiert, doch in diesem Spiel unterstrich diese Unit, dass wieder mit ihr zu rechnen ist. Vor allem wurde der Run im Keim erstickt, während es immer wieder gelang, Druck zu erzeugen und Hurts damit in Fehler zu zwingen - Letzteres natürlich auch durch Blitzes der Linebacker und Safeties. Doch diese Defense basiert in erster Linie auf einer starken Front und diese war in dieser Partie zur Stelle.

Der Flop des Spiels: Jalen Hurtts (Quarterback, Eagles)

Hurts machte seinen ersten Playoff-Start und war von Beginn an überfordert. Seine Zone-Reads waren zum Start fehlerhaft, seine Pässe ungenau und es gelang ihm auch zu selten, sich ins Run Game einzubringen. Zudem vergab er zwei klare Chancen auf Touchdowns in der ersten Hälfte, einmal übersah er einen offenen Quez Watkins auf einer Post-Route, einmal starrte er zu offensichtlich zu seinem Receiver, was zur ersten Interception führte. Allerdings war Hurts eben auch Opfer der Umstände. Dadurch, dass das Run Game generell nicht funktionierte, war er zu mehr Pass-Spielzügen gezwungen als das für ihn grundsätzlich gut wäre. Zudem stellt sich die Frage, wie sinnvoll es war, DeVonta Smith lange Zeit zu ignorieren.

Analyse: Buccaneers vs. Eagles - die Taktiktafel

  • Die Eagles spielten von Anfang an eher soft in Coverage und ließen den Receivern der Bucs meist Platz an der Line. Brady reagierte darauf früh mit Checkdowns und Screens und vertraute auf Yards nach dem Catch, die ihm die Eagles auch immer wieder gaben.

  • Die Ausnahme war Bucs-Receiver Mike Evans, der in der ersten Hälfte hauptsächlich von Darius Slay gecovert wurde. Entsprechend suchte Brady meist andere Optionen durch die Luft. Mit fortlaufender Spieldauer fand Evans dann jedoch immer häufiger Wege, sich aus der Deckung zu befreien. So auch bei seinem Touchdown, als er im Slot aufgestellt war, wo Slay in aller Regel nicht spielt.
  • Die Bucs wiederum blitzten in circa einem Drittel der Dropbacks von Hurts, was nicht unbedingt als gegeben angesehen werden durfte, zumal Hurts gern aus der Pocket ausbricht. Dennoch zeigten sich die Bucs, die meist mit 2-High-Looks und Man-Coverage underneath operierten, aggressiv, machten aber auch gerade zu Beginn einen guten Job, wenn es darum ging, die Edge zu etablieren und Hurts zum Pass zu zwingen.

  • Auffällig und unverständlich war derweil, dass die Eagles im Passspiel lange Zeit ihren besten Receiver DeVonta Smith ignorierten. Erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte sah dieser seine ersten Targets, obwohl die Bucs keine Anstalten machten, ihn gezielt aus dem Spiel zu nehmen - im Gegenteil, sie spielten aus Respekt vor seinem Speed meist Off-Coverage gegen ihn.

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