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NFL Recap: San Francisco 49ers vs. Indianapolis Colts 18:30 - Sauwetter und Pittman - Colts verlängern Pleitenserie der Niners

Michael Pittman erzielte den Touchdown zum Endstand für die Colts.

Die Indianapolis Colts haben in strömendem Regen 30:18 bei den San Francisco 49ers gewonnen und dabei die größte Schwäche der Hausherren konsequent ausgenutzt. Selbige präsentierten sich überdies äußerst berechenbar, machten zahlreiche Fehler und bauten ihre Pleitenserie auf nun vier Spiele aus.

Bei strömendem Regen begannen die Hausherren furios mit ihrem Run Game. Elijah Mitchell spielte die Hauptrolle und vollendete schließlich mit einem 14-Yard-Touchdown-Lauf. Der Extrapunkt durch Kicker Joey Slye ging jedoch daneben.

Die Colts wiederum erwischten dagegen einen ernüchternden Start: Running Back Jonathan Taylor verlor direkt beim ersten Play des Spiels einen Fumble, wodurch die Niners wenig später zu einem 34-Yard-Field-Goal durch Slye kamen.

Diesen Schock verarbeiteten die Gäste jedoch schnell. Nach einem 57-Yard-Pass von Carson Wentz auf Michael Pittman erreichte Indy die Red Zone, wenig später fand Wentz dann Tight End Mo Alie-Cox für einen 11-Yard-Touchdown zum Anschluss.

Den Niners gelang ein 57-Yard-Field-Goal, woraufhin sich die Colts einmal mehr in der Red Zone wiederfanden. An der 4-Yard-Linie jedoch verlor Wentz unter heftigem Druck von Nick Bosa einen Fumble, der genau in die Hände von Linebacker Azeez Al-Shaair flog. Was folgte, war eine ganze Reihe brotloser Angriffsserien und Punts.

49ers vs. Lions: Turnover sorgen für Wende im Spiel

Erst kurz vor der Pause verlor Deebo Samuel einen Fumble, der den Colts den Ball an der 28 der Niners gab. Die Gäste nutzten die Vorlage zu ihrem zweiten Touchdown: Von der 1-Yard-Linie lief Wentz einen Read-Option-Keeper in die Endzone. Vorbereitet wurde dieser TD durch eine Pass Interference in der Endzone von Emmanuel Moseley gegen Pittman. Die Two-Point Conversion danach schlug fehl, sodass es mit 13:12 für Indy in die Pause ging.

Zum Start der zweiten Hälfte gelang den 49ers zunächst ein Defensiv-Stopp, doch anschließend verlor Jimmy Garoppolo einen Fumble nach einem Sack von Al-Quadin Muhammad, woraufhin die Gäste keine Zeit verschwendeten und durch eine weitere Pass Interference, dieses Mal von Jaquisky Tartt gegen Pittman, wieder an die 1 kamen. Von dort lief dieses Mal Taylor zum Touchdown.

Nach einem Punt der Gäste erwachten die 49ers erst wieder zu Beginn des vierten Viertels, jedoch gewaltig: In nur drei Spielzügen führte Garoppolo sein Team in die Endzone - am Ende stand ein 11-Yard-Touchdown-Pass auf Samuel nach Play Action. Die anschließende Two-Point Conversion schlug allerdings fehl, weil ein weiterer Pass von Garoppolo an der Line aus der Luft geschlagen wurde.

7:00 Minuten vor Spielende erhöhten die Gäste ihren Vorsprung durch ein 42-Yard-Field-Goal von Michael Badgley. Kurz darauf rutschte Samuel ein Pass von Garoppolo durch die Finger und Cornerback Xavier Rhodes schnappte sich das Leder für eine Interception an der 39-Yard-Linie. Das erwies sich als teuer, denn die Colts nutzten das für die Entscheidung: Wentz warf einen Jump-Ball auf Pittman, der 2:49 Minuten vor Schluss einen 28-Yard-Touchdown erzielte. Vorbei war es dann gänzlich, nachdem Garoppolo eine Interception über die Mitte in eine Spielertraube geworfen hatte.

San Francisco 49ers (2-4) - Indianapolis Colts (3-4)

Ergebnis: 18:30 (12:7, 0:6, 0:7, 6:10) BOXSCORE

49ers vs. Colts - die wichtigsten Statistiken

  • Die Offense der 49ers war sehr berechenbar. Wenn es durch die Luft ging, war in der Regel Samuel der Adressat (7 REC, 100 YDS, TD, 11 TGTS). Bis auf Charlie Woerner (2) und JaMycal Hasty (3) hatten keine anderen Receiver mehr als einen Catch. Und auf dem Boden bekam in der Regel Mitchell den Ball (18 CAR, 107 YDS, TD). Nur Hasty hatte außer Mitchell mehr als 2 Carries (3 für 1 Yard).

  • Penalties spielten eine große Rolle aus Sicht der Colts, denn sie profitierten von insgesamt sieben 49ers-Strafen für 122 Yards. Zum Vergleich: Die Colts hatten nur 147 Passing Yards im Spiel.

Der Star des Spiels: Michael Pittman (Wide Receiver, Colts)

Pittman fing zwar nur 4 Pässe für 105 Yards, er machte jedoch stets die wichtigen Plays Downfield, so etwa vor dem ersten Colts-TD über 57 Yards. So auch vor dem zweiten, als an ihm eine Pass interference begangen wurde. Beim dritten TD war es ebenso und den vierten erzielte er selbst.

Der Flop des Spiels: Die Secondary der 49ers

Es war nicht ein Spieler, der hier negativ auffiel, es waren im Grunde nahezu alle verfügbaren Defensive Backs. Speziell die Pass Interferences durch Josh Norman (abgelehnt), Emmanuel Moseley und Jaquisky Tartt gegen Pittman waren wegweisend für die Gäste. Zudem wurde Dre Kirkpatrick am Ende beim Pittman-TD gehörig abgekocht. Die Secondary war bekannt als größte Schwäche der Niners und sie lieferte den Nachweis dafür in diesem Spiel.

Analyse: 49ers vs. Colts - die Taktiktafel

  • Das Wetter spielte schon früh eine große Rolle beim Play Calling beider Teams. Speziell die Niners traten äußerst limitiert auf, was ihr Passspiel angeht. Die Häfte ihrer Pässe in der ersten Hälfte gingen auf Receiver auf Crossing Routes. Zudem beschränkte sich Garoppolo meist auf kurze Pässe. Das änderte sich nach der Pause nur bedingt, längere Pässe führten aber immerhin zum zweiten Niners-TD im Spiel.

  • Die Gäste setzten zwar auch meist auf kurze Pässe, doch wagte Wentz dann doch den einen oder anderen Deep Shot, gerade auf Pittman.

  • Defensiv nutzten beide Teams die schwierige Wetterlage dazu, aggressiv zu blitzen. Bis zur Pause blitzten beide Teams in mindestens 25 Prozent der Dropbacks, wohl auch im Wissen, dass allzu viele längere Pässe eher unwahrscheinlich waren. Nach der Pause dann schraubten die Colts die Aggressivität deutlich zurück, während die Niners noch häufiger blitzten.

  • In Sachen Run Game gingen beide Teams indes gemäß ihrer üblichen Tendenzen vor. Die Colts liefen eher durch die Mitte und vor allem hinter Guard Quenton Nelson und nutzten auch viele Double Teams, während die Niners auf ihre Outside-Zone-Konzepte setzten.

  • Die für ihre Disziplin bekannte Colts-Defenses zeigte jene auch in diesem Spiel. Die Edges wurden gut verteidigt und man präsentierte sich nicht übermäßig aggressiv, sodass sich den Niners nur selten größere Lücken auftaten. Die Niners hingegen fielen des Öfteren auf die gut ausgespielten Play-Fakes der Colts rein - sei es nach Play Action oder bei Read-Options auf dem Boden.

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