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NFL Recap: Chicago Bears vs. Kansas City Chiefs 3:26 - Souveräne Chiefs lassen Bears keine Chance

Patrick Mahomes lieferte eine souveräne Leistung beim Sieg in Chicago ab.

Die Kansas City Chiefs präsentierten sich souverän, aber nicht spektakulär beim 26:3-Sieg über die Chicago Bears in Woche 16. Patrick Mahomes ebnete den Weg, während die eigene Defense Mitchell Trubisky in Schach hielt.

Nach einer kurzen Angriffsserie der Bears begannen die Chiefs die Begegnung mit einem langen Drive, der fast acht Minuten von der Uhr nahm. An dessen Ende stand ein 12-Yard-Touchdown-Lauf von Patrick Mahomes, dem sich eine große Lücke in der Defense zum Laufen bot. Kurz darauf erhöhte Kicker Harrison Butker per Field Goal auf 10:0. Damit aber nicht genug, denn kurz vor der Pause fand Mahomes auch noch Tight End Travis Kelce für den zweiten Chiefs-Touchdown des Spiels.

Die Bears kamen dann zunächst besser aus der Kabine und marschierten bis an die 4-Yard-Linie der Gäste. Dort jedoch misslang der offensichtliche Goal-Line-Fade Richtung Allen Robinson durch Mitchel Trubisky, sodass der Shutout weiter Bestand hatte. Das änderte sich beim folgenden Bears-Drive, allerdings nur mithilfe eines Field Goals. Eddy Pineiro traf aus 46 Yards.

Zu Beginn des vierten Viertels allerdings ließen die Chiefs nichts mehr anbrennen und bauten ihre Führung durch einen Touchdown-Pass nach Swing Pass auf Damien Williams aus. Der anschließende Extra-Punkt misslang durch einen Double-Doink.

Durch den Sieg halten sich die Chiefs im Playoff-Rennen noch ein paar Optionen offen. Aktuell haben sie den dritten Platz der AFC-Setzliste inne. Mit Schützenhilfe wäre noch Platz 2 drin, KC könnte aber auch noch auf Rang 4 abrutschen.

Chicago Bears (7-8) - Kansas City Chiefs (11-4)

Ergebnis: 3:26 (0:7, 0:10, 3:0, 0:9) BOXSCORE

Bears vs. Chiefs - die wichtigsten Statistiken

  • Mit seiner vierten Reception im Spiel erreichte Travis Kelce die 500er-Marke in der NFL. Er ist damit erst der dritte Chiefs-Spieler überhaupt mit mindestens 500 Receptions. Die anderen beiden waren Hall-of-Famer Tony Gonzalez (916) und Dwayne Bowe (532).
  • Mahomes erreichte in diesem Spiel, seinem 30. in der NFL, die 9000-Passing-Yard-Marke. Er erreichte damit diesen Meilenstein als schnellster Spieler überhaupt und überholte Kurt Warner, der dies in 32 Spielen geschafft hatte.

Der Star des Spiels: Patrick Mahomes (CHiefs)

Mahomes zeigte eine souveräne Vorstellung. Er versuchte keine verrückten Dinge, setzte merklich auf Ballsicherheit und nutzte aus, was die Defense ihm anbot. Insgesamt war er an allen drei Touchdowns direkt beteiligt.

Der Flop des Spiels: Mitchell Trubisky (Bears)

Trubisky präsentierte sich unrund in seiner Leistung. Er war unpräzise im Passspiel und offenbarte Probleme beim Lesen der gegnerischen Formationen. Letztlich wirkte der QB einfach überfordert gegen diesen Gegner.

Analyse: Bears vs. Chiefs - die Taktiktafel

  • Mahomes' Touchdown entstand aus 11-Personnel mit dem QB in der Shotgun. Tight End Kelce war der einzige Receiver auf der linken Seite mit drei Receivern auf der anderen Seite. Zudem spielte der Running Back eine Swing Route nach rechts. Kelce lief eine Drag Route, sodass sich essenziell alles nach rechts bewegte aus Sicht der Chiefs. Mahomes sah keinen offenen Receiver, dafür aber die offene linke Seite, die er prompt selbst zum Lauf nutzte.
  • Beim Kelce-Touchdown spielten die Chiefs im Prinzip die gleiche Formation, jedoch mit einer anderen Aufteilung: Dieses Mal war Mecole Hardman der einzige Mann auf der rechten Seite, während drei Receiver links standen. Einer davon - der im Slot - war Kelce, der noch dazu in Motion war beim Snap und somit nicht klar gecovert. Kelce war gewissermaßen abgeschirmt durch die Drag- und Corner-Routes der zwei Kollegen, die sich auch noch kreuzten. Kelce lief seine Rail Route dann quasi unbemerkt und hatte keine Mühe, den präzisen Pass von Mahomes zu fangen. Auf Seiten der Defense wurde Zone gespielt, weshalb die anderen beiden Receiver übergeben wurden. Allerdings nicht sehr gut, denn Tyreek Hill auf der Corner Route wäre auch mutterseelenallein in der Endzone gewesen.

  • Generell spielten die Bears defensiv zumeist Cover-2 und ähnliche Konzepte. Die Idee dahinter erschien klar: Die Speedster Hill und Hardman sollten keine Deep Balls bekommen beziehungsweise hinter die Secondary gelangen - man könnte es wie im Baseball "No Doubles Defense" nennen. Die Gefahr damit ist allerdings, dass die Mitte und die Underneath-Routes damit hergeschenkt werden. Head Coach Andy Reid und Mahomes verstanden dies und nahmen dementsprechend das, was der Gegner anbot mit kurzen, sicheren Pässen und Laufspielzügen zur rechten Zeit.
  • Die Chiefs-Defense wiederum brillierte vor allem dadurch, dass sie ihre Coverages stets gut verschleierte. Trubisky hatte große Schwierigkeiten zu erkennen, was sich ihm entgegenstellte. Zumeist verzichtete Defensive Coordinator Steve Spagnuolo dieses Mal auf Blitzes und setzte auf Cover-2, gelegentlich aber auch Man. Unterm Strich gelang es den Bears eigentlich nur dann, den Ball zu bewegen, wenn man kreativ wurde mit Misdirections, Jet Sweeps oder Option-Läufen.
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