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NFL

Draft: Bosa, Burns, Allen - das Edge-Rusher-Ranking

SPOX rankt die Edge-Rusher in der diesjährigen Draft-Klasse.

 

3. Brian Burns, Florida State

Stärken:

  • Als Pass-Rusher ein sehr spannender Spieler. Zeigt eine Vielzahl an Pass-Rush-Moves, hat die Beweglichkeit, um als Edge-Bender erfolgreich zu sein und explodiert teilweise aus dem Stand heraus. Mit seiner Geschwindigkeit, Beschleunigung und Agilität kann er langsamere Tackles überrennen.
  • Außerdem arbeitet Burns gut mit seinen Händen, ist da sehr aktiv und macht es Offensive Linemen schwer, ihn so zu kontrollieren. Vielmehr kann er mit seinen langen Armen selbst häufig die Oberhand gewinnen. Das erlaubt es ihm auch, sich durch Kontakt und Traffic durch zu arbeiten.
  • Bei Burns fällt zudem auf, dass er als Pass-Rusher clever spielt. Er wartet ab, wenn es nötig ist und er spielt aggressiv, wenn es die Situation verlangt. Seine Athletik erlaubt es ihm außerdem sich bei Bedarf in Coverage zurückfallen zu lassen.

Schwächen:

  • Power ist das große Fragezeichen bei Burns. Gegen den Run wird er, teilweise auch von Tight Ends, regelmäßig aus dem Play raus geblockt, aber auch im Pass-Rush fällt das immer wieder auf. Burns wird in der NFL Muskelmasse drauf packen müssen, und muss dann den richtigen Mittelweg finden, um nicht zu viel von seiner Beweglichkeit einzubüßen.
  • Seine Cuts als Rusher könnten noch schärfer kommen, immer wieder mal fällt auf, dass er sich in seinem Rush zu weit nach außen - also gewissermaßen hinter den Quarterback - schieben lässt, so dass der in die Pocket treten kann.

Rundenempfehlung: Top-10 Overall

2. Josh Allen, Kentucky

Stärken:

  • Der athletische Freak in der diesjährigen Edge-Rusher-Klasse. Allen ist groß, schnell, explosiv und kann sich erstaunlich gut in Coverage fallen lassen. Der prototypische Outside Linebacker für eine 3-4-Front, mit der Vielseitigkeit, bei Bedarf auch andere Rollen zu übernehmen.
  • Auffallend ist sofort sein schneller Get-Off. Allen explodiert teilweise vom Snap weg, mit Speed und Explosivität gewinnt er häufig Plays blitzartig. Allen kann auch nach ein, zwei Schritten nochmal beschleunigen und kommt so regelmäßig um Tackles herum.
  • Das kombiniert er mit seiner Agilität, um sich auf engstem Raum um Offensive Tackles herum zu drehen. Hier zeigt er super Ansätze, rein als Edge-Rusher-Typ kommt er in diesem Draft Von Miller am nächsten.

Schwächen:

  • Ähnlich wie Burns muss auch Allen noch physischer als Edge-Setter gegen den Run werden. Teilweise spielt er hier undiszipliniert, teilweise hat er nicht die nötige Power, um standzuhalten. Allen wird immer wieder mal aus dem Play raus geschoben, etwas, das bei Nick Bosa deutlich seltener passiert.
  • Als Pass-Rusher muss Allen noch entschieden vielseitiger werden, hier ist er zu eindimensional. Im Gegensatz zu Bosa und Burns hat er noch nicht die Vielzahl an Pass-Rush-Moves in seinem Arsenal, weshalb er manchmal eher wie ein Elite-Athlet, der Football spielt, aussieht, als wie ein Football-Spieler mit Elite-Athletik.

Rundenempfehlung: Top-10 Overall

1. Nick Bosa, Ohio State

Stärken:

  • Ist technisch unheimlich weit. Bosa setzt seine Hände wahnsinnig gut und effizient ein, er hat auffallend viele verschiedene Pass-Rush-Moves in seinem Repertoire und kann sich konstant schnell von einem Blocker lösen.
  • Niedriges Pad-Level in Kombination mit jeder Menge Kraft aus den Beinen führt zu einer beachtlichen Power beim Kontakt. Bosa nutzt die Kraft, die er hier aufbauen kann, um Blocker nach innen zu schlagen. Bosa nimmt mit den ersten Schritten Geschwindigkeit auf und kann die dann in enorme Kraft umwandeln, was für Offensive Linemen eine große Herausforderung darstellt.
  • Dazu hat Bosa die hierfür notwendige Agilität. Er kann aus seiner tiefen Grundhaltung heraus die Hüften schnell in alle Richtungen bewegen, ohne dass er dafür abbremsen muss.
  • Außerdem ist Bosa ein guter Tackler und ein verlässlicher Run-Verteidiger.

Schwächen:

  • Bosa ist kein athletischer Edge-Bender wie Von Miller, der mit unglaublichem Speed innerhalb kürzester Zeit um den Offensive Tackle herum kommt.
  • Er hat zwar eine gute Beschleunigung vom Snap weg, aber damit alleine wird er in der NFL nicht gewinnen. Bosa muss mit seiner Technik und Power auf dem nächsten Level Erfolg haben.
  • Bosa hat kurze Arme, und manchmal fällt es auf. Athletische Tackles, die ihm hier überlegen sind, können ihn fixieren; hier bleibt Bosa gelegentlich an Gegenspielern hängen. In der Folge hat er doch einige Plays, in denen er auf das Play überhaupt keinen Impact hat.

Rundenempfehlung: Top-5 Overall

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