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NFL

Graham dunkt - Wilson überragt

Von SPOX
Jimmy Graham startete stark in die Preseason und erzielte zwei Touchdowns
© getty

Jimmy Graham feiert ein furioses Preseason-Debüt für die New Orleans Saints - fällt aber trotzdem negativ auf. Russell Wilson kehrt erstmals seit dem Superbowl-Triumph der Seahawks ins heimische CenturyLink Field zurück und liefert eine bockstarke Leistung ab. Und: Tom Brady startet denkbar unglücklich in die neue Spielzeit.

New Orleans Saints (2-0) -Tennessee Titans (1-1) 31:24 (7:7, 14:10, 0:0, 10:7) BOXSCORE

Jimmy Graham ist zurück! Der Tight End der Saints hat sich mit einer überragenden Leistung nach seinem Vertragsstreit im Sommer zurückgemeldet und der Franchise aus New Orleans mit zwei Touchdowns den nächsten Erfolg in der Preseason beschert. Der 27-Jährige sorgte allerdings erneut für Aufsehen, als er den Football jeweils nach seinem erfolgreichen Catch in der Endzone über die untere Latte des Field Goals dunkte.

Da die NFL diesen Jubel zur kommenden Spielzeit allerdings verbot, kassierte Graham zwei Penalty Flags und die Saints mussten nach ihrem Kick jeweils mit 15 Yards Raumverlust klar kommen, die die Titans für zwei Touchdowns nutzten. Auch Saints-Coach Sean Payton war nach dem wiederholten Vergehen von Graham sauer auf seinen Schützling und brüllte ihn an der Seitenlinie lautstark an. Der Tight End flüchtete nach Ende der Partie wortlos in die Kabine.

Zuvor hatten die Saints eine äußerst vielversprechende Partie hingelegt. Graham ließ mit einem Touchdown nach einem 6-Yard-Pass von Luke McCown die Fans im heimischen Mercedes-Benz Superdome erstmals jubeln. Titans-Wide-Receiver Justin Hunter sorgte mit seinem ersten Touchdown drei Minuten später für den Ausgleich.

Nachdem Travis Coons ein Field Goal aus 50 Yards Entfernung zur erstenTitans-Führung des Abends erziele, war es erneut die Kombination Graham-McCown, die die Saints-Fans jubeln ließ.

Im Anschluss fand Tennessee keine Mittel gegen die starke Saints-Defense, die im zweiten Durchgang abgesehen von einem bedeutungslosen Touchdown zehn Sekunden vor Schluss keinen einzigen Punkt zuließ. Neben Justin Hunter, der zwei Touchdowns erzielte, konnte vor allem QB Zach Mettenberger mit 269 Yards sowie zwei Touchdown-Pässen überzeugen.

New England Patriots (1-1) - Philadelphia Eagles (0-2) 42:35 (14:7, 7:14, 21:14, 0:0) BOXSCORE

Tom Brady hatte bei seinem Preseason-Debüt keinen schlechteren Start erwischen können. Schon kurz nach Spielbeginn warf der Patriots-Quarterback einen Pass direkt in die Arme von Eagles-Cornerback Cary Williams, der die Gäste nach einem 77-Yards-Run im Gilette Stadium in Führung brachte. Danach jedoch begann Philadelphia, teilweise vogelwilde Fehler einzustreuen.

Erst ließ Wide Receiver Ifeanyi Momah beim ersten Offense-Spielzug der Eagles ein Fumble zu, dann musste Mark Sanchez eine Interception hinnehmen. Dann war es erneut Momah, der den Ball erneut fallen ließ, bevor Nate Ebner einen Pass von Matt Barkley abfing. "Unser Ziel ist es, immer wieder aggressiv auf den Ball zu gehen. Sowas kann spielentscheidend sein. Wenn du also die Chance bekommst, solltest du sie nutzen", erklärte Pats-Coach Bill Belichick nach dem Spiel.

Mit 250 Rushing- und 245 Passing-Yards zeigte sich die Offense der Franchise aus New England schon sehr variabel, auch Brady, der nach der Interception mit acht von zehn komplettierten Pässen und insgesamt 81 Yards in zwei Drives eine gute Partie machte, konnte schon überzeugen.

Seattle Seahawks (1-1) - San Diego Chargers (1-1) 41:14 (10:0, 14:7, 3:7, 14:0) BOXSCORE

Erstmals seit ihrem Superbowl-Triumph spielten die Seahawks im heimischen CenturyLink Field - und führten die Chargers nach allen Belangen vor. Überragender Mann bei Seattle war Russell Wilson, der mit elf von 13 angekommenden Pässen, 121 Passing-Yards und zwei Touchdowns einen hervorragenden Job machte. Die Hawks scorten zudem in allen vier Drives, bei denen Wilson auf dem Feld stand.

Auch Marshawn Lynch durfte nach seinem Trainingcamp-Boykott erstmals ran, kam aber nur bei zwei Spielzügen zum Einsatz. Robert Turbin vertrat den Running Back mit einem Touchdown und 81 Yards. Highlight war ein 47-Yard-Run des 24-Jährigen. Außerdem gab auch Percy Harvin sein Preseason-Debüt.

Bei den Chargers durfte Starting-Quarterback Philip Rivers nur einen Drive spielen, bevor er an Backup Kellen Clemens übergab. San Diego hatte allerdings enorme Probleme mit der Defense der Seahawks. Als die Starter des Champions auf dem Platz standen, gelangen den Chargers nur 42 Yards Raumgewinn - 37 davon mit Rivers auf dem Feld.

Oakland Raiders (1-1) - Detroit Lions (1-1) 27:26 (0:13, 10:3, 7:7, 3:10) BOXSCORE

Sechs Sekunden mehr hätten den Lions für ihren zweiten Preseason-Erfolg gereicht, doch dann machten die Raiders den Gästen noch einen Strich durch die Rechnung. Brice Butler holte einen 19-Yard-Pass von Matt McGloin aus der Luft und sicherte den Gastgebern in letzter Sekunde noch den Sieg.

Im heimischen O.co Coliseum waren die Raiders denkbar schlecht aus den Startlöchern gekommen und musste schon im ersten Viertel zwei Touchdowns durch Kris Durham und Lions-Neuzugang Golden Tate hinnehmen. Besonders Quarterback Matt Stafford zeigte sich in bestechender Form und spielte drei Touchdown-Pässe, garniert mit insgesamt 88 Passing-Yards.

Die Raiders dagegen müssen um Derek Carr bangen. Der Quarterback verletzte sich im letzten Viertel nach einem Tackle von Larry Webster an den Rippen und musste das Spiel verlassen. Für ihn übernahm McGloin, der das Team beim siegbringenden 68-Yard-Drive anführte.

Die NFL Preseason im Überblick

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