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NBA

Welcome back, Josh!

Von Florian Regelmann
Mavs-Star Josh Howard zog gegen die Raptors häufig aggressiv zum Korb
© Getty

So gut können die Dallas Mavericks (4-2) also sein. Gegen die Toronto Raptors (3-3) laufen Dirk Nowitzki und Co. beim klaren 129:101-Sieg offensiv richtig heiß - der Abend steht ganz im Zeichen von Josh Howard.

Es läuft die letzte Minute in der ersten Halbzeit, da reichen fünf Sekunden, um die Wichtigkeit von Josh Howard für die Dallas Mavericks zu verdeutlichen.

Howard klaut in der Defense den Ball, rennt übers ganze Spielfeld und legt den Ball auf der anderen Seite in Bedrängnis in den Korb. Coast to Coast. Das American Airlines Center kocht. J-Ho is back!

Howard hatte in Folge seiner Sprunggelenks-Operation die ganze Preseason und die ersten fünf Spiele der Regular Season verpasst, gegen die Raptors stand er zum ersten Mal wieder auf dem Parkett. Und er stand gleich in der Startformation.

Howard begann gewohnt aggressiv, zog Fouls und sorgte von der Freiwurflinie für fünf der ersten sieben Mavs-Punkte.

"Ich war unglaublich nervös. Aber nachdem ich die ersten Freiwürfe getroffen hatte, war es okay. Natürlich bin ich noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber ich habe mich ziemlich gut gefühlt", sagte Howard nach dem Spiel.

Howard: Ich und LeBron...

Seine Rolle als Energizer im ersten Viertel will er auf keinen Fall abgeben. "Wenn die Lichter angehen, musst du bereit sein. Ich möchte derjenige sein, der uns ins Rollen bringt. Neben mir gibt es noch einen anderen Spieler, der im ersten Viertel einen richtig guten Job macht und das ist LeBron James", so Howard.

Die offensivstarken Raptors, die einen Tag zuvor in New Orleans gewonnen hatten, blieben in der Anfangsphase aber zunächst dran.

Nach zwölf Minuten führte Dallas nur mit einem Punkt (26:25), auch weil Chris Bosh nicht in den Griff zu bekommen war.

Nowitzki im dritten Viertel überragend

Bosh scorte fast nach Belieben, auch von der Dreierlinie war er erfolgreich. Kuriosität am Rande. Es war Boshs fünfter Versuch von Downtown in dieser Saison, alle fünf Versuche hat er getroffen. Wenn sich da mal nicht einer für den Dreipunktewettbewerb anbieten will...

Kurz vor der Halbzeit konnten sich die Mavs mit einem Mini-Lauf etwas absetzen, dennoch war Toronto nach 24 Minuten (48:55) noch voll im Spiel. Das sollte sich dann aber im dritten Viertel schnell ändern.

Die Highlights des Spiels im Video bei ESPN

Mit einem 25:12-Run erarbeitete sich Dallas eine 20-Punkte-Führung (80:60) und entschied das Spiel vorzeitig. Dirk Nowitzki lief in dieser Phase mit drei Dreiern und insgesamt elf Punkten heiß, aber auch der Rest der Starting Lineup spielte stark. Zum ersten Mal bekamen die Mavs-Fans einen Eindruck, zu was das Team vor allem offensiv in der Lage ist.

Die Bank dreht auf

In der Folge kontrollierte Dallas das Spiel locker und souverän - und im Schlussviertel schenkten die Bankspieler der Mavs Toronto noch mal geschmeidige 44 Punkte ein.

Insgesamt 58 Punkte erzielte die starke Dallas-Bank, die sogar noch auf die verletzten Drew Gooden und Tim Thomas verzichten musste - Jason Terry verbuchte 19 Zähler, J.J. Barea überzeugte mit 12 Assists.

Topscorer bei den Mavs, die mit einer Trefferquote von 62,4 Prozent glänzten, war Nowitzki mit 29 Punkten (12/20 aus dem Feld). Der Deutsche holte sich außerdem 9 Rebounds und gab 4 Assists.

Bosh und Bargnani erneut stark

Shawn Marion steuerte dank einer überragenden Quote (9/11) 18 Punkte zum Erfolg bei, für Josh Howard waren es am Ende bei seinem Comeback in 24 Minuten 16 Punkte, 4 Rebounds und 3 Steals.

Bei den Raptors ragten wie schon in den ersten Saisonspielen Chris Bosh (26 Punkte, 12 Rebounds) und Andrea Bargnani (22 Punkte) heraus. Jose Calderon lieferte 13 Zähler und 7 Assists, Hedo Turkoglu blieb mit nur 8 Punkten dagegen blass.

Toronto schaffte es am Ende zwar zum sechsten Mal im sechsten Spiel die 100-Punkte-Marke zu knacken, aber defensiv waren sie gegen den Angriffswirbel der Mavs überfordert. Zumal ihnen 24 Stunden nach dem Spiel bei den Hornets offensichtlich die Energie fehlte.

Houston und San Antonio warten

Für Dallas war es der zehnte Heimsieg in Serie gegen die Raptors. Als nächstes stehen für die Mavs zwei interessante Partien auf dem Programm.

Am Dienstag kommen die Houston Rockets nach Dallas, einen Tag später müssen die Mavs nach San Antonio zu den Spurs.

Wer die Mavs gegen Toronto gesehen hat, wer vor allem Josh Howard gesehen hat, dem wird da nicht angst und bange.

Das Spiel gegen die Raptors zeigte in Ansätzen: So gut können die Mavs also sein in dieser Saison, wenn Nowitzki, Marion und Howard gemeinsam auf dem Feld stehen.

Vor allem, wenn die Mavs defensiv präsent sind und ihre Fastbreaks laufen können, gibt es offensiv wohl nicht viel Besseres in der Liga.

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