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NBA News, Los Angeles Lakers: Russell Westbrook schießt gegen Ex-Coach Vogel: "Weiß nicht, was für ein Problem er mit mir hatte"

Von Philipp Jakob
Russell Westbrook erlebte ein enttäuschendes Jahr bei den Lakers.

Russell Westbrook hat nach dem Aus von Head Coach Frank Vogel bei den Los Angeles Lakers einen Einblick in das offenbar zerrüttete Verhältnis zwischen Coach und Star-Spieler gegeben. Rückblickend auf die enttäuschende Saison sagte Westbrook, er habe keine faire Chance erhalten.

"Es ist unglücklich, denn ehrlich gesagt hatte ich zuvor noch nie ein Problem mit einem meiner Coaches", sagte Westbrook auf einer Pressekonferenz nach seinem Exit-Interview am Montag. "Ich weiß nicht, was sein Problem mit mir war oder warum wir nie eine Beziehung aufbauen konnten."

Der 33-Jährige kam im vergangenen Sommer per Trade von den Washington Wizards nach Hollywood, doch die Saison war für ihn persönlich wie für die Lakers eine herbe Enttäuschung. Das Zusammenspiel mit den weiteren Stars LeBron James und Anthony Davis klappte nicht, Westbrook konnte seine Leistungen aus den Vorjahren nicht mehr abrufen. Zwischenzeitlich wurde er von Coach Vogel sogar in Schlussphasen von Spielen auf die Bank gesetzt.

Die Lakers verpassten die Postseason komplett, kurz nach dem Ende der regulären Saison wurde Vogel entlassen. L.A. strebt wohl in der kommenden Offseason auch eine Trennung von Russell Westbrook an, auch wenn das ein kompliziertes Unterfangen werden könnte.

In einer 21-minütigen Pressekonferenz wetterte Westbrook aber nicht nur gegen Vogel, sondern kritisierte die gesamten Umstände im Team. "Als ich herkam, habe ich keine faire Chance bekommen, das zu tun, was ich normalerweise für ein Team und eine Organisation tue", beschwerte sich Westbrook.

Angesprochen auf das von LeBron und Davis während der Saison mehrmals proklamierte "Let Russ be Russ", sagte der Guard: "Ja [das haben sie gesagt], aber das stimmte nicht."

Los Angeles Lakers: Westbrook kritisiert ständige Gerüchte

Der Guard kritisierte auch das ständige Rumoren im Hintergrund und an die Medien geleakte Informationen, die Westbrook als falsch bezeichnete. "Die berühmten Geschichten aus 'Quellen', die über mich und die Beziehung zum Staff oder zu Frank oder zu den Fans veröffentlicht wurden, sind ausgedacht und nicht wahr. Ich musste ständig dagegen ankämpfen." Ein detailliertes Beispiel für eine der "ausgedachten Geschichten" nannte Westbrook trotz Nachfrage der Reporter allerdings nicht.

Gleichzeitig gab Westbrook zu, dass er selbst hinter den sportlichen Erwartungen zurückblieb: "Mein Spiel generell, das war nicht meine beste Saison. Ich habe zuvor ein Triple-Double aufgelegt, alles darunter ist in meinen Augen keine gute Saison."

Westbrook besitzt eine Spieleroption für die kommende Saison in Höhe von 47,1 Mio. Dollar. Zwar machte er noch keine genaue Angabe, ob er sie ziehen wird oder nicht, aber es gilt als sehr wahrscheinlich. Auf dem freien Markt würde er wohl kein Angebot in ähnlicher Höhe erhalten.

Los Angeles Lakers: Mehrere Kandidaten für Vogel-Nachfolge

Während die Zukunft des Point Guards in L.A. noch ungeklärt ist, kursieren bereits eine Menge Gerüchte, wer der Nachfolger von Vogel an der Lakers-Seitenlinie werden könnte. Laut The Athletic ist Raptors-Coach Nick Nurse einer der Top-Kandidaten, er steht allerdings noch zwei Jahre in Toronto unter Vertrag.

Auch Michigan-Coach Juwan Howard wird als Kandidat gehandelt, genau wie Doc Rivers (Sixers) oder Quin Snyder (Jazz). Letzterer soll nach Angaben der L.A. Times allerdings "weniger interessiert" sein. Der Umgang der Franchise mit Coach Vogel - am Sonntag hatte er von seiner bevorstehenden Entlassung aus den Medien erfahren - habe ihn abgeschreckt.

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