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NBA

NBA: Dallas Mavericks gewinnen wilden Krimi dank Gamewinner von Finney-Smith - Miami Heat stellen Embiid kalt

Von Philipp Jakob
Spencer Dinwiddie legt mit 36 Punkten gegen die Kings einen persönlichen Saisonbestwert auf.

Die Dallas Mavericks können auch ohne Luka Doncic gewinnen - auch wenn dafür ein echter Kraftakt inklusive 19-Punkte-Comeback und Gamewinner von Dorian Finney-Smith nötig ist. Die Heat stellen derweil Joel Embiid kalt und die Wagner-Brüder glänzen, sind aber doch chancenlos.

Dallas Mavericks (39-25) - Sacramento Kings (24-42) 114:113 (BOXSCORE)

  • Mit dieser Wasserdusche hatten weder Dorian Finney-Smith, noch die meisten Mavs-Fans gerechnet. Letztere, weil Dallas ohne Luka Doncic extrem strauchelte und zwischenzeitlich mit 19 Punkten hinten lagen. Finney-Smith nicht, weil er nach seinem Gamewinner als Sahnehäubchen auf ein wildes Comeback eigentlich schon eine erste Dusche von seinen Teamkollegen erhalten hatte. Jalen Brunson schlich sich aber nochmal an und machte DFS ein zweites Mal nass.
  • Doch von vorne: Doncic bekam aufgrund einer Zehenverletzung eine Pause, dürfte aber nicht länger ausfallen. Ohne den Franchise-Star stotterte der Mavs-Motor in der Offense zunächst gewaltig, doch auch in der Defense fehlte es an Intensität und einem Plan gegen Domantas Sabonis und De'Aaron Fox. Das Star-Duo der Kings machte in der Zone, was es wollte (38:14 Punkte in der Zone in Halbzeit eins) und Sacramento setzte sich bis auf 19 Zähler ab.
  • Erst nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren mehr Intensität in der Defense und machten Sabonis mit Double-Teams das Leben etwas schwerer. Es dauerte aber bis Ende des dritten Viertels, bis sich die Mavs herangerobbt hatten und nach wenigen Minuten im vierten Durchgang sorgte Spencer Dinwiddie für die erste Mavs-Führung des Abends.
  • Der Neuzugang von der Trade Deadline machte das beste Spiel seiner noch jungen Mavs-Karriere. 13 seiner 36 Punkte (11/22 FG, dazu 7 Assists) erzielte er im vierten Viertel. Doch vor allem Fox fand meistens eine passende Antwort. Der Kings-Guard stellte sein Career-High ein und bereitete Dallas mit 44 Punkten (18/31 FG, dazu 6 Assists) enorme Probleme. Sabonis beendete die Partie mit 15 Punkten, 10 Rebounds und 6 Vorlagen.
  • Von der Freiwurflinie sorgte Fox 12 Sekunden vor dem Ende für den Ausgleich, nachdem Dallas kurz zuvor mit einem 8:0-Lauf wieder die Führung übernommen hatte. Im letzten Angriff bediente Brunson dann Finney-Smith mit einem schönen Drive and Kick in der rechten Ecke - swish! Finney-Smiths fünfter Triple des Abends brachte Dallas 3,3 Sekunden vor dem Buzzer erneut in Front, Harrison Barnes' Versuch einer Antwort, ein tiefer, gut verteidigter Dreier, scheiterte und Dallas feierte doch noch den Sieg.
  • Finney-Smith beendete das Spiel mit 17 Punkten (5/11 Dreier), Brunson steuerte 23 Zähler und 6 Assists bei. Von der Bank lieferte aber auch Josh Green einen guten Auftritt ab, der Youngster schnappte sich das erste Double-Double seiner Karriere (12 und 12 Boards). Maxi Kleber (Knöchel) konnte erneut nicht mitwirken. Den Kings dagegen ist durch die Niederlage eine negative Bilanz am Ende dieser Saison sicher - zum nun 16. Mal in Folge!

Charlotte Hornets (32-33) - San Antonio Spurs (24-40) 123:117 (BOXSCORE)

  • Es ist wie verhext. Seit Coach Gregg Popovich die Einstellung des All-Time-Rekords für die meisten Siege eines Head Coaches vor den Augen hat, haben die Spurs vier Spiele in Folge verloren. Letztlich waren die 31 Zähler von Terry Rozier sowie das unglaublich sichere Händchen der Hornets von der Freiwurflinie zu viel für die Gäste aus Texas.
  • Zwischen San Antonio und Charlotte wechselte über die 48 Minuten insgesamt 34-mal die Führung hin und her - nach Angaben der Hornets ein NBA-Saisonrekord. Rozier sorgte mit einem seiner 6 Dreier (bei 8 Versuchen) Mitte des Schlussabschnitts für einen leichten Hornets-Vorteil, den ließen sich die Hausherren dann nicht mehr nehmen. Denn: Charlotte versenkte 14 von 14 Freiwürfe im vierten Viertel und brachte so den Sieg über die Ziellinie.
  • Sowohl Rozier als auch LaMelo Ball oder Cody Martin gaben sich in der Schlussphase keine Blöße von der Linie und verhinderten, dass San Antonio trotz eines starken Auftritts von Dejounte Murray (10 von 25 Punkten im vierten Viertel, dazu 10 Assists und 9 Rebounds) das Spiel noch ein weiteres Mal drehen konnte. Keldon Johnson hatte zuvor die Hauptlast in der Spurs-Offense übernommen (33, 14/24 FG), Jakob Pöltl steuerte 11 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists sowie 2 Blocks bei.
  • Neben Hornets-Topscorer Rozier, der zusätzlich 6 Assists verteilte, war LaMelo mit 24 Punkten (4/9 Dreier), 8 Rebounds und 7 Assists ein wichtiger Garant für den Erfolg. Martin streute 12 Punkte ein, Montrezl Harrell und P.J. Washington erzielten jeweils 15 Punkte. Charlotte hat sich so den neunten Platz im Osten von den Hawks zurückerobert.

Miami Heat (43-22) - Philadelphia 76ers (39-24) 99:82 (BOXSCORE)

  • Das Spitzenteam der Eastern Conference hat den ärgsten Verfolger auf Abstand gehalten. Miami hielt dabei einerseits MVP-Kandidat Joel Embiid relativ gut in Schach, andererseits die Sixers, die im zweiten Teil des Back-to-Backs James Harden (Oberschenkel) schonten, bei einem Saisontiefstwert von 82 Punkten. Dazu ordentliches Scoring von Jimmy Butler und Tyler Herro (jeweils 21) und perfekt war der elfte Sieg aus den vergangenen 13 Spielen.
  • Schon im ersten Viertel stellte Miami die Sixers mit seinem Defensiv-Konzept vor enorme Probleme. In Abwesenheit von Harden schickten die Heat Double-, teilweise sogar Triple-Teams auf Embiid, um den Center ja nicht in einen Rhythmus kommen zu lassen. Philly brachte im ersten Viertel nur 14 Punkte aufs Scoreboard und lag im zweiten Abschnitt mit bis zu 20 Zählern im Hintertreffen.
  • Tyrese Maxey (17), Tobias Harris (16) sowie Embiid, der im dritten Viertel vermehrt den Weg an die Linie fand, sorgten nach dem Seitenwechsel dafür, dass es aber doch nochmal eng wurde. Zum Start in den Schlussabschnitt waren die Gäste auf -5 dran, doch dann war die Heat-Defense wieder zu viel. Philadelphia traf nur noch 3/18 aus dem Feld, Miami setzte sich mit einem 12:2-Lauf wieder ab und gewann am Ende deutlich. Embiid beendete die Partie mit 22 Punkten und 15 Boards, blieb aber aus dem Feld blass (4/15 FG, 0/6 Dreier, 14/14 FT).
  • Auch Butler hatte etwas Probleme mit der Effizienz (6/15 FG), sammelte dafür aber 5 Assists und 4 Rebounds. Bam Adebayo (6 und 10 Rebounds) spielte starke Defense, zusätzlich zu Herro lieferten auch Caleb Martin (14) und Max Strus (9) wichtiges Scoring im vierten Viertel. Miami hat als Ost-Spitzenreiter den Vorsprung auf die zweitplatzierten Sixers damit auf drei Spiele ausgebaut.

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