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NBA

NBA: Devin Booker mit Show in Utah - Ja Morant mit Saisonrekord - Franz Wagner kratzt am Double-Double

Von Robert Arndt
Devin Booker erzielte 43 Punkte gegen die Utah Jazz.

Ja Morant bringt die Memphis Grizzlies mit einer weiteren Gala wieder in die Spur. Franz Wagner kratzt gegen die L.A. Clippers an einem Double-Double, während auch die Nets keine Antwort auf Nikola Jokic haben. Die Cleveland Cavaliers führen den Champion zeitweise vor.

Cleveland Cavaliers (30-19) - Milwaukee Bucks (30-20) 115:99 (BOXSCORE)

  • Heimspiele der Cavs bleiben für den Moment eine Wohlfühloase, diesmal musste der amtierende Champion dran glauben. Cleveland hat nun vier Heimspiele in Serie gewonnen und war in zehn der vergangenen zwölf Auftritte vor heimischem Publikum erfolgreich. Den Unterschied machte diesmal die Bank um die starken Kevin Love (25 Punkte, 9/16, 9 Rebounds) und Cedi Osman (23, 8/17) aus.
  • Das Duo war für 11 der 19 verwandelten Dreier (42 Versuche, 45 Prozent) verantwortlich, dies war auch der Knackpunkt der Partie. Milwaukee war brandheiß gestartet (6/9 3FG im ersten Viertel), danach fielen aber nur noch drei der 23 weiteren Distanzwürfe. Deswegen schmolz auch die frühe 12-Punkte-Führung schnell dahin, während die Cavs sich mal wieder in einen kleinen Rausch spielten.
  • Mit einem furiosen zweiten Viertel (39:22), in welchem Osman vier Dreier netzte, stellte Cleveland die Weichen auf Sieg und produzierte Highlights am Fließband. Hervor stach aber dieser Dunk von Evan Mobley (16, 5/12, 7 Rebounds), den es mal so gar nicht zu stören schien, dass unter dem Korb ein gewisser Giannis Antetokounmpo wartete. Darius Garland (19, 9 Assists) spielte zudem wieder sehenswerte Pässe, kam aber in der zweiten Halbzeit wegen Rückenproblemen weniger zum Einsatz.
  • Bei den Bucks trat Antetokounmpo (26, 7/13 FG, 11/12 FT, 9 Rebounds, 7 TO) nicht so dominant wie gewohnt auf, immerhin erreichte Khris Middleton (21, 8/15) Normalform. Bei Jrue Holiday (4, 2/9, 7 Assists) ging dagegen offensiv kaum etwas, Bobby Portis legte 22 Punkte und 7 Rebounds auf.

Indiana Pacers (17-32) - Charlotte Hornets (27-22) 126:158 (BOXSCORE)

  • Damit hier keine Missverständnisse aufkommen, im Ergebnis ist kein Tippfehler versteckt. Die Hornets erzielten tatsächlich unfassbare 158 Punkte in Indiana, in der jüngeren Vergangenheit toppten dies lediglich die Houston Rockets im Oktober 2019 in der regulären Spielzeit (159:158 in Washington).
  • Das Gesicht von Pacers-Coach Rick Carlisle in den Schlussminuten sprach Bände, es war schlichtweg peinlich, auch wenn Indiana unter anderem Malcolm Brogdon, Domantas Sabonis und Myles Turner fehlten. Die Pacers ließen sich in der zweiten Halbzeit 87 Punkte einschenken und kassierten so einen saftigen Tritt in den Hintern, nachdem man zur Pause nur mit einem Punkt hinten lag.
  • Angeführt vom starken LaMelo Ball (29, 11/16, 10 Rebounds, 13 Assists, +45) begann im dritten Viertel die Demontage, alleine in diesen zwölf Minuten verbuchten die Gäste 14 Transition-Punkte (über 48 Minuten: 30). Mit 42:24 ging der Abschnitt an die Hornets, danach begann das Schaulaufen. Kelly Oubre Jr. (39, 12/18) verwandelte noch fünf seiner insgesamt 10 Triples, in dieser Saison versenkten nur Evan Fournier und Anthony Edwards in einem Spiel so viele Distanzwürfe, wobei Oubre der erste Bankspieler ist, dem dies gelang.
  • 20 Zähler knackten darüber hinaus auch noch Terry Rozier (20) und Miles Bridges (22). Charlotte traf als Team 58 Prozent und 24 ihrer 45 Versuche von Downtown (53,3 Prozent). Die besten Scorer der Pacers waren die beiden Bigs Goga Bitadze und Isaiah Jackson mit je 17 Zählern. Lance Stephenson war mit 14 Punkten und 10 Assists in 28 Minuten noch der beste Spieler der Gastgeber.

Orlando Magic (9-40) - L.A. Clippers (25-25) 102:111 (BOXSCORE)

  • Man hätte meinen können, dass den Clippers einen Tag nach deren Husarenritt in Washington die Puste ausgehen würde, doch genau das Gegenteil war der Fall. Mit einem dominanten Schlussviertel (35:24) sicherten sich die Clippers den zweiten Auswärtssieg in Serie und haben nun wieder eine ausgeglichene Bilanz. Nachdem die Gäste in den ersten 36 Minuten nur 2 Freiwürfe genommen hatten, gingen die Clippers im vierten Viertel dabei 25-mal an die Linie.
  • Orlando half letztlich auch nicht, dass sich Franz Wagner nach Kräften gegen die Niederlage stemmte. Der Nr.8-Pick verbuchte 10 seiner 21 Punkte (9/12 FG, 2/3 Dreier) im Schlussabschnitt und kratzte zudem mit 9 Assists an seinem dritten NBA-Double-Double. Der Deutsche überzeugte dabei mit guter Übersicht und bewegte sich auch abseits des Balles gewohnt stark, was ihm viele leichte Punkte bescherte. Dazu ließ Wagner es auch ordentlich krachen, als er in Transition den Alley-Oop nach Zuspiel von Cole Anthony (19, 11 Assists) verwandelte.
  • Neben den Freiwürfen war für Orlando auch die schwache Dreierquote (9/35) ein Problem, im Gegensatz dazu ließen die Clippers die Netze gewaltig rauchen (15/29). Jalen Suggs und Gary Harris verbuchten je 14 Punkte, während Moe Wagner in gut 16 Minuten diesmal nur auf je 2 Punkte (1/4), Rebounds, Assists und Steals kam.
  • Mit Isaiah Hartenstein war auch noch ein dritter Deutscher involviert, der Clippers-Big fiel aber zu Beginn des zweiten Viertels zunächst nur mit drei Fouls in 55 Sekunden auf. Nach dem Wechsel war der 23-Jährige aber deutlich verbessert, am Ende standen 5 Zähler (2/3 FG) und 4 Rebounds in 19 Minuten. Die Topscorer der Gäste waren Amir Coffey (19) und Luke Kennard (17), während Reggie Jackson (9, 3/11) erst im vierten Viertel ein wenig beitragen konnte.

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