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NBA

NBA: Giannis Antetokounmpo und Milwaukee Bucks dominieren gegen Brooklyn Nets - keine Unterstützung für Kevin Durant

Von Philipp Schmidt
Durant war gegen die Bucks allein auf weiter Flur - und hofft darauf, dass Irving künftig immer dabei sein kann.

Die Milwaukee Bucks haben sich im Spitzenspiel der Eastern Conference deutlich bei den Brooklyn Nets durchgesetzt. Das Starduo der Bucks erhielt wertvolle Unterstützung, während bei den Hausherren Kevin Durant weitestgehend auf sich allein gestellt war. Von Beginn an waren die Gäste beim 121:109 eine Klasse besser.

Brooklyn Nets (24-13) - Milwaukee Bucks (26-15) 109:121 (BOXSCORE)

Giannis Antetokounmpo führte Milwaukee mit 31 Punkten (11/17 FG), 9 Assists und 7 Rebounds an, doch auch Bobby Portis (25, 9/16 FG, 12 Rebounds) und in Phasen Khris Middleton (20, 6/15 FG) waren gut aufgelegt. Mit Jordan Nwora (13), Wesley Matthews (12) und Bankspieler Rodney Hood (10) kamen drei weitere Akteure auf eine zweistellige Punktzahl.

Darauf konnten die Nets nicht bauen, neben Durant (29, 10/19 FG, 9 Rebounds, 7 Assists) war James Harden bereits der beste Scorer (16, 6/15 FG, 9 Rebounds, 5 Turnover). Dieser traf jedoch nur 2 seiner 10 Würfe in der ersten Halbzeit und blieb über weite Phasen blass. KD hingegen schob sich in der All-Time Scoring List vorbei an Patrick Ewing (24,815) auf Platz 23, als Nächstes wartet Jerry West (25,192). Eine ordentliche Leistung zeigte ansonsten am ehesten noch Nic Claxton (14 und 6). Die Bucks trafen durchwachsene 35,6 Prozent aus der Distanz (16/45), diese Ausbeute war jedoch um Längen besser als die der Nets (23,1 Prozent, 6/27).

Obwohl die Nets Kyrie Irving nach dessen Debüt in fremder Halle schmerzlich vermissten, hält Durant nichts davon, diesen unter Druck zu setzen: "Ich habe ihm gesagt, wie wichtig er ist und wie sehr ich mir wünsche, dass er alle Spiele macht. Aber ich zwinge niemanden dazu sich impfen zu lassen, um Basketball zu spielen." Er habe ihn nicht einmal nach seinen Gründen gefragt. "Das ist nicht meine Aufgabe."

Vielmehr gelte es für ihn, professionell zu sein und seinen Job bestmöglich zu erledigen: "Wir haben Gespräche darüber geführt, dass er Teil des Teams sein will und darüber, dass er dauerhaft dabei ist. Aber welche Entscheidung auch immer er treffen wird, wird er treffen. Es ist eine verrückte Situation. Wer weiß?"

Der zuletzt kranke Antetokounmpo wurde nach einer Ein-Spiel-Pause rechtzeitig fit. Nwora startete für den im Covid-Protokoll befindlichen Jrue Holiday (dort befinden sich außerdem George Hill, Pat Connaughton und Grayson Allen). Ergänzt wurde die Starting Five durch Matthews, Middleton und Portis. Bei den Hausherren wurden Harden und Durant durch Patty Mills, David Duke Jr. und Claxton unterstützt.

Bucks zu stark - keine Hilfe für Durant und Harden

Durant und Giannis tauschten direkt Punkte aus, während Harden seine ersten drei Versuche danebensetzte. Aus der Distanz ging anfangs auf beiden Seiten wenig (Mills 1/4), Matthews verteidigte stark gegen KD. Portis erzielte für die Bucks 10 Punkte in Folge und sorgte damit für eine zweistellige Führung, setzte kurze Zeit später jedoch völlig frei einen Dunkversuch an den Ring. Giannis stellte kurz vor Viertelende auf +8.

Die Nets kamen gut aus der Viertelpause und zeigten sich offensiv verbessert, bekamen aber einfach nicht Portis in den Griff, der Steve Nash mit seinen Punkten 17 und 18 zu einer weiteren Auszeit zwang. Giannis holte sich bereits sein drittes Foul ab und musste auf die Bank, doch kein Net außer Durant konnte einen Rhythmus finden. Bei den Gästen lief die Offense auch ohne den Greek Freak dank Hood oder Nwora gut genug, um die Führung sogar auszubauen und einen 11-Punkte-Vorsprung mit in die Halbzeitpause zu nehmen.

Nach einem Dreier von Middleton hatten sich die Bucks die höchste Führung des Abends erspielt, auf der anderen Seite ließ Harden auf einen Airball dann doch einmal einen erfolgreichen Dreier folgen. Giannis konterte mit einem Dreipunktspiel, Durant kassierte dabei sein viertes Foul. Ein Dreier plus Foul von Middleton sowie ein Treffer aus der Distanz des Griechen brachten die Nets sogar mit 19 Punkten ins Hintertreffen. Middleton war nicht mehr zu stoppen, hatte nach sechs Minuten im Viertel 15 Zähler beigesteuert. Danach beruhigte sich das Geschehen, was für die Nets allerdings keine gute Sache war. 98:80 nach drei Vierteln.

Die ersten 6 Punkte des finalen Abschnittes gingen an die Nets, Nwora sorgte mit einem schwierigen Dreier für die so wichtige direkte Antwort. Claxton punktete in dieser Phase stark, hatte jedoch defensiv keine Antwort auf Giannis. Dreier von Hood und Portis stellten wieder auf +20, jeweils wunderbar freigespielt von Antetokounmpo. Nash hatte genug gesehen und schickte bereits über sechs Minuten vor dem Ende seine Reservisten aufs Feld. Mit einem weiteren Dreier machte Giannis sein nächstes 30-Punkte-Spiel perfekt.

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