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NBA

NBA: Mavs geht spät die Luft aus! Dallas verliert erneut gegen den Angstgegner Phoenix Suns

Von Robert Arndt
Chris Paul behielt mit den Suns gegen Dallas wieder die Oberhand.

Die Phoenix Suns bleiben der Angstgegner der Dallas Mavericks. Zum neunten Mal in Serie setzte sich der letztjährige Finalist gegen die Texaner durch und siegte in Dallas dank einer tollen Teamleistung mit 109:101. Die Mavs brechen in der Schlussphase komplett ein.

Dallas Mavericks (26-20) - Phoenix Suns (35-9) 101:109 (BOXSCORE)

In den letzten sieben Minuten der Partie gelangen den Mavs nur noch 6 Zähler, Phoenix gewann das Schlussviertel letztlich mit 35:19. Es war fast schon eine Kopie der ersten beide Duelle in dieser Saison zwischen den beiden Teams, auch damals behielten die Suns dank guter Schlussphasen die Oberhand.

In den ersten beiden Spielen hatte Luka Doncic noch gefehlt, im vierten Viertel konnte aber auch der Slowene nichts mehr ausrichten, da er von Phoenix' starker Defense abgemeldet wurde. Der Star-Guard erzielte 19 seiner 28 Punkte (9/23 FG, 8/11 FT, 8 Rebounds, 8 Assists) vor der Pause und war mit 8 Ballverlusten auch Teil des Problems. Aus 19 Ballverlusten der Mavs generierten die Suns 31 Punkte, alleine 13 davon im vierten Viertel. Allerdings kämpfte der Slowene im vierten Viertel nach einem harten Fall auch mit Nackenproblemen.

Bester Scorer der Gäste war Devin Booker (28, 11/25 FG), das Comeback der Suns führten aber Chris Paul (20, 8/14 FG, 11 Assists), Mikal Bridges (12, 6 Assists, 4 Steals) und Backup-Center Bismack Biyombo (9) an. Jae Crowder erzielte jeden seiner 13 Punkte nach der Pause. Auf Seiten der Mavs baute Jalen Brunson (19, 8/13 FG, 6 TO) nach drei guten Vierteln ab, gleiches galt für Kristaps Porzingis (18, 11 Rebounds). Maxi Kleber kam in 27 Minuten auf 9 Zähler (3/9), 5 Rebounds und 4 Assists.

Luka Doncic glänzt in Halbzeit eins

Nicht nur trafen hier zwei der heißesten Teams der NBA aufeinander, sondern auch zwei der vier besten Verteidigungen. Und das machte sich bemerkbar, beide Mannschaften verteidigten gut. Phoenix ließ zunächst Kleber offen, der Deutsche nahm alleine in den ersten fünf Minuten sechs Dreier, wobei erst der letzte dieser Versuche fiel. Für die Suns war dagegen Booker (12 im ersten Viertel) schnell heiß, Doncic konterte mit Post-Ups und einigen Trips an die Freiwurflinie. Als der Slowene auch seinen ersten Dreier traf, hatten die Mavs ihre erste "größere" Führung, nach zwölf Minuten stand es 26:22 zugunsten der Texaner.

Das lag unter anderem daran, dass Phoenix von draußen nichts traf. Nachdem Booker den ersten Versuch des Abends versenkt hatte, vergaben die Gäste 16 Triples am Stück, erst eine Minute vor der Pause brach Cam Johnson den Bann. Zwischenzeitlich war Phoenix dennoch wieder vorne, dann kamen aber die Porzingis-Minuten. Erst blockte der Lette einen Leger von JaVale McGee, dann wurde er von Kleber für einen Alley-Oop gefunden und kurz darauf folgte sein zweiter Dreier des Abends (36:32). Es wurde ein 14:0-Lauf über vier Minuten, bei welchem CP3 interessanterweise von Kleber verteidigt wurde. Mit Defense und Booker-Offense kämpfte sich Phoenix wieder heran, bevor Doncic nach einem Steal mit einem Dreier mit der Sirene den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte (53:45).

Chris Paul führt Comeback der Suns an

Nach dem Wechsel traf immerhin Crowder zweimal aus der Distanz, auf der anderen Seite fanden die Suns aber keine Antwort auf die Postups von Doncic, aus denen der Slowene scorte oder die Cutter fand. Und trotzdem waren die Suns nun wieder voll im Spiel, spätestens nach einem 12:2-Lauf, bei welchem Bridges in Transition Phoenix wieder in Front brachte. Die Suns ärgerten Doncic nun mehr, der All-Star verlor in diesem Viertel gleich viermal den Ball. Offensiv-Rebounds halfen Dallas in dieser Phase aber, insbesondere Dwight Powell hatte immer wieder ein gutes Näschen. Dank 9 Second Chance Points in zwei Minuten nahmen die Gastgeber einen 82:74-Vorsprung in den Schlussabschnitt mit.

Wenig überraschend übernahm nun CP3 für die Suns, Dallas antwortete mehrfach von Downtown, nachdem man zuvor kalt geblieben war. Turnover waren aber weiter ein Problem für die Mavs (am Ende 19:7). Ein eben solcher von Powell bescherte Phoenix wieder die Führung, erst Doncic beendete einen 9:0-Lauf. Trotzdem hatten die Suns Oberwasser, ein Dunk von Biyombo stellte knapp zwei Minuten vor dem Ende auf 104:99 für die Gäste. Mann der Schlussphase war aber Bridges, der defensiv Löcher stopfte und im Angriff mit Drives und Offensiv-Rebounds Dallas immer wieder ärgerte.

Die Mavs erzielten in den letzten sieben Minuten der Partie nur noch sechs Zähler, zu oft erzwangen die Suns Abschlüsse spät in der Shotclock, dazu fielen auch die offenen Dreier nicht mehr (11/37, 30 Prozent). Die Gäste brachten das Spiel so ohne großes Schwitzen nach Hause, ein Dreier von Paul 26 Sekunden vor dem Ende war die endgültige Entscheidung. Dallas hat nun neun Spiele in Serie gegen Phoenix verloren, der letzte Sieg der Mavs gelang im November 2019.

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