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NBA

NBA: Machtdemonstration! Stephen Curry und Golden State Warriors lassen Brooklyn Nets keine Chance

Von Ruben Martin
Stephen Curry und die Golden State Warriors haben die Brooklyn Nets vernichtend geschlagen.

Nach einer umkämpften ersten Hälfte haben die Golden State Warriors die Brooklyn Nets aus der Halle geschossen und mit 117:99 gewonnen. Stephen Curry war erneut der überragende Spieler mit 37 Punkten.

Brooklyn Nets (10-5) - Golden State Warriors (12-2) 99:117 (BOXSCORE)

Einen Dreier vom Logo hatte er trotz freudiger Rufe der Menge in Brooklyn knapp 5 Minuten vor Schluss zwar verweigert, seinen grandiosen Abend beendete Curry jedoch trotzdem mit einem Highlight. Nach einem Pfiff zum Timeout warf er den Ball noch zum reinen Vergnügen in Richtung Hallendecke, der Wurf mit Regenbogenkurve landete übers Brett im Netz. Mit 37 Punkten bei 9/14 Triples bejubelte Curry auf dem Weg zur Bank noch seinen Zirkuswurf.

Unterstützung erhielt er unter anderem von Andrew Wiggins, der 17 seiner 19 Punkte (7/11 FG) in knapp sieben Minuten vor und nach der Pause erzielte. Draymond Green dirigierte die überragende Defense und beteiligte sich mit 11 Punkten (5/6 FG), 6 Rebounds und 8 Assists, er versenkte sogar einen Dreier über Kevin Durant. Die Warriors verteidigten das ganze Spiel über aggressiv und intelligent als Team, was ihnen in der Offense 25 Fastbreakpunkte (10 für Nets) bescherte.

Die Nets spielten mit Throwback-Trikots, wie sie ihre Vorgänger in New Jersey getragen haben, erinnerten aber zumindest mit dem Ergebnis auch an die weniger erfolgreichen Zeiten der Franchise. Durant trotzte im ersten Viertel mit 12 Punkten gut der Curry-Show, anschließend gelang ihm jedoch nicht mehr viel. Für seine mageren 19 Punkte brauchte er 19 Feldwürfe, auch sonst konnte er dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken.

Kevin Durant gibt sich selbstkritisch

"Sie haben lange Verteidiger, und Spieler die gut helfen. Ich habe immer Körper vor mir gesehen, wenn ich den Ball hatte", beschrieb Durant die Defense der Warriors und betonte: "Das ist, was großartige Verteidigungen machen. Und dann gab es auch noch einige Würfe, die ich gerne zurücknehmen würde. Ich habe ein paar Würfe gehastet genommen, als wir mit 15, 20 zurücklagen. Ich wollte uns schnell zurückbringen und habe dann schlechte Würfe genommen."

Etwas besser machte es James Harden, der konstant an die Freiwurflinie kam und dort 10 seiner 24 Punkte (6/13 FG) erzielte. Auf seine 4 Assists kamen jedoch auch 5 Turnover. Die Turnover-Statistik war jedoch insgesamt eine der wenigen, wo die Nets mit nur 11 zu 21 Ballverlusten die Nase vorne hatten. Gerade bei den Rebounds (61:44) waren die Warriors deutlich überlegen, was jedoch schon mit der Diskrepanz bei den Quoten aus dem Feld erklärt werden kann: 51,9 Prozent zu 39,1 Prozent.

Für Brooklyn punktete noch Bruce Brown zweistellig (14, 6/8 FG), Jordan Poole kam auch ohne Treffer von außen (0/7) auf 17 Punkte (4 Assists, 5 Turnover). Head Coach Steve Kerr setzte schon in der ersten Halbzeit alle 13 verfügbaren Warriors ein, bei Brooklyn spielten dagegen nur 8 Akteure vor der Pause.

Andrew Wiggins dreht auf im zweiten Viertel

Die Nets kamen besser ins Spiel und führten nach knapp 6 Minuten und einem Triple von Durant mit 20:14. Diesen kleinen Vorsprung sollte Brooklyn jedoch auch brauchen, um den heißen Start von Curry mit einer Führung zu überstehen. Nach einem Switch versenkte der Scharfschütze seinen dritten Distanzwurf über Griffin, den vierten Treffer ließ er nur 19 Sekunden später folgen. Im Fastbreak stoppte Curry aus vollem Lauf ab und drückte einen Meter hinter der Linie über Griffin ab. Die Nets gewannen das erste Viertel jedoch mit 34:31.

Der zweite Abschnitt war zuerst von beiden Defensiven geprägt, bevor Andrew Wiggins 5 Minuten vor der Pause seine ersten Punkte erzielte. Plötzlich fielen die Würfe auf beiden Seiten wieder, allen voran bei Wiggins. Mit 26 Sekunden im Viertel stellte er per Triple auf 60:58, die Nets hätten den letzten Angriff also fast komplett ausspielen können. Griffin nahm den Wurf jedoch etwas vorzeitig, wodurch die Warriors den Ball noch einmal zu Wiggins brachten, der seine heiße Phase mit einem Buzzerbeater von Downtown perfekt machte.

Wiggins machte direkt mit den ersten 4 Punkten der zweiten Halbzeit weiter, die die Nets etwas verschlafen anfingen. Viertelübergreifend waren die Warriors damit auf einem Lauf von 14:0 in nur 2:35 Minuten. So führte Golden State schnell mit +13, bevor Harden die statisch gewordene Offense Brooklyns übernahm und 5 schnelle Punkte entgegensetzte.

Steve Nash: "Wir sind noch nicht in dieser Kategorie"

Curry geriet anschließend etwas unglücklich in Foultrouble, als er erst ein Blocking Foul bekam, das knapp genug schien für eine Challenge von Kerr, und dann sein viertes Foul bei einem fast erfolgreichen Stealversuch unter dem gegnerischen Korb beging. Die Warriors ließen jedoch auch mit Curry auf der Bank nicht nach, durch ihre aktive Defense generierten sie immer wieder einfache Punkte im Fastbreak und zogen immer weiter davon.

Am Ende des Abschnitts tat Andre Iguodala es dann auch noch Wiggins gleich und versenkte einen schwierigen Dreier mit dem Buzzer. 98:76 für Golden State. Im vierten Viertel war für die Nets nichts mehr zu holen, die Warriors bauten ihre Führung sogar noch auf +28 aus. Durant und Harden schauten sich den kompletten Schlussabschnitt von der Bank aus an.

"Ich glaube, wir sind noch nicht in dieser Kategorie" gab Nash zu, als er auf die Niederlagen gegen bisherige Topteams wie die Warriors, Miami Heat, Chicago Bulls und Milwaukee Bucks angesprochen wurde: "Wir haben viel Arbeit vor uns. Wir versuchen, als Gruppe besser zu werden und hoffentlich können wir einige unserer Schwachstellen bis zum Ende des Jahres beseitigen."

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