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NBA - Dennis Schröder vor dem Start der Free Agency: Diese Optionen hat der Lakers-Star

Trennen sich die Wege von Dennis Schröder und LeBron James bereits wieder nach einem Jahr?

Die vergangene Saison endete für Dennis Schröder und die Lakers bereits in der ersten Playoff-Runde mit einer Enttäuschung. Zwar kam die Schwächephase für den angehenden Free Agent zu einem ungünstigen Zeitpunkt, dennoch befindet er sich in einer günstigen Verhandlungsposition. Optionen wird es einige geben.

Der NBA-Champion ist gekürt, die Champagnerflaschen in Milwaukee sind geleert (und die Chicken Mini-Nuggets verspeist) - nun wechselt der Fokus der 30 Teams auf die Kaderplanung für die neue Spielzeit. Kommende Woche steht der Draft an (29. Juli), kurz darauf geht es in der Free Agency rund. Schon ab dem 2. August dürfen die Teams mit Free Agents verhandeln, dann wird es auch für Schröder ernst.

Der 27-Jährige genießt erstmals in seiner Karriere die Freiheit, sich seinen zukünftigen Arbeitgeber als Unrestricted Free Agent selbst aussuchen zu dürfen. Wo genau es den Braunschweiger hinzieht oder ob er doch den Los Angeles Lakers treu bleibt, ist aktuell allerdings komplett offen.

SPOX liefert einen Überblick über die Optionen von Schröder und wie es für ihn in der Offseason weitergehen könnte.

Dennis Schröder vor der Free Agency: Die Ausgangslage

Fakt ist, Schröder hofft auf den großen Zahltag. Während der regulären Saison soll er übereinstimmenden Medienberichten zufolge ein Angebot über eine vorzeitige Vertragsverlängerung in L.A. über vier Jahre und 84 Millionen Dollar abgelehnt haben.

Schröder will angeblich mehr - laut DBB-Vizepräsident Armin Andres zwischen 100 und 120 Mio., weshalb Schröders Olympia-Teilnahme an Versicherungsfragen scheiterte -, doch bekommt er das auch? Dieses Fragezeichen wurde nach einer Regular Season mit einigen Auf und Abs und schließlich einer enttäuschenden Postseason zuletzt immer größer.

Sportlich gesehen konnte der Point Guard die nach dem Offseason-Trade 2020 in ihn gesteckten Erwartungen in der Stadt der Engel nicht erfüllen, Schröder verabschiedete sich beim Erstrunden-Aus gegen die Phoenix Suns mit einem bitteren Beigeschmack in die Free Agency. Nach dem Ausfall von Anthony Davis hätten die Lakers einen Schub des Deutschen gut gebrauchen können, stattdessen konnte man seine erfolgreichen Würfe in den letzten drei Spielen der Serie an zwei Händen abzählen (9 bei 36 Versuchen für 28 Punkte - insgesamt wohlgemerkt).

Seine Schwächephase kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, die Postseason könnte ihm bares Geld gekostet haben. Zusätzlich ist im Free-Agency-Teich auf der Point-Guard-Position durchaus Konkurrenz vorhanden, allen voran in Person des Point Gods Chris Paul. Auf den soll wohl auch Schröders bisheriger Arbeitgeber schielen.

NBA: Die Statistiken von Dennis Schröder für die Los Angeles Lakers

Spiele / MinutenPunkteReboundsAssistsFG%3FG%
Regular Season61 / 32,115,43,55,843,733,5
Playoffs6 / 32,714,33,02,840,030,8

NBA Free Agency: Hat Schröder eine Zukunft bei den Lakers?

Marc J. Spears von The Undefeated berichtete zuletzt, dass das Team von LeBron James offenbar auf der Jagd nach einem erfahrenen Spielmacher sei. Paul stehe angeblich weit oben auf dieser Liste, sollte er seine Spieleroption nicht ziehen. In den vergangenen Wochen schwirrten auch die Namen von unter anderem Kemba Walker oder Lonzo Ball durch die Lakers-Gerüchteküche.

Und Schröder? Bei ihm verdichteten sich in den vergangenen Wochen die Anzeichen, dass nach einem Jahr in Purple-and-Gold bereits wieder Schluss sein könnte. Er selbst hatte kurz nach dem Playoff-Aus betont, dass er sich eine langfristige Zukunft im Lakers-Trikot vorstellen könne, das Angebot müsse nur "fair" sein.

Da die beiden Seiten bereits bei den Verhandlungen während der regulären Saison offenbar recht weit auseinanderlagen, erscheint es derzeit eher unwahrscheinlich, dass sie nun in der Free Agency auf einen grünen Zweig kommen. Doch egal, wie die Verhandlungen laufen, der Deutsche spielt so oder so eine enorm wichtige Rolle in den Offseason-Plänen der Lakers.

Die Lakers haben für die kommende Saison bisher nur sieben Spieler unter Vertrag (inklusive Montrezl Harrell, der eine Spieleroption besitzt), die lassen sie sich aber etwa 116,9 Mio. Dollar kosten und liegen damit bereits über dem Salary Cap (112,8 Mio.). Entsprechend eingeschränkt sind die Optionen in der Offseason, fremde Free Agents können nur mit der Taxpayer-Midlevel-Exception in Höhe von 5,9 Mio. Dollar angelockt werden. Einen echten Schröder-Ersatz bekommt man damit nicht.

Aufgrund der Bird Rights haben die Lakers aber die Möglichkeit, für ein Angebot für den Braunschweiger auch über den Cap zu gehen. Dieses Geld können sie aber an niemand anderen auf dem freien Markt zahlen. L.A. sollte sich also entweder mit Schröder auf einen neuen Vertrag einigen - oder ihn zumindest in einem Sign-and-Trade-Szenario nutzen, um einen Gegenwert einzustreichen.

Die Lakers sitzen also etwas in der Klemme, sie sollten mit Schröder zusammenarbeiten, wie auch immer die Lösung am Ende aussehen mag. Für den Guard wäre der Vorteil an einem Sign-and-Trade, dass er auch zu einem Team wechseln könnte, das eigentlich über dem Salary Cap liegt und ihn in der Free Agency aufgrund der eingeschränkten finanziellen Flexibilität nicht unter Vertrag nehmen könnte. Welche Szenarien bieten sich DS17 und den Lakers also?

Dennis Schröder: Die potenziellen Sign-and-Trade-Szenarien

Toronto Raptors

Bereits zur Trade Deadline waren die Lakers an einem anderen erfahrenen Point Guard interessiert: Kyle Lowry. Damals kam kein Trade zustande, angeblich, weil L.A. nicht bereit war, Talen Horton-Tucker in den Deal zu involvieren. Würde sich Toronto nun mit einem doppelten Sign-and-Trade für Schröder zufriedengeben, um Free Agent Lowry nicht ohne Gegenwert zu verlieren?

Schröder könnte in Kanada die Rolle des 35-Jährigen als Starter neben Fred VanVleet einnehmen und damit zur Verjüngungskur beitragen ohne einen immensen Leistungsabfall auf der Eins. Um diesen Deal möglich zu machen, müssten Lowry und Schröder ein ähnliches Gehalt akzeptieren, was im Bereich von 20 Mio. Dollar durchaus realistisch erscheint. Allerdings könnte Toronto auch mit dem 4. Pick im Draft bei einem Guard zuschlagen.

Washington Wizards

Neben Paul nannte Spears in seinem eingangs erwähnten Bericht auch den Namen Russell Westbrook als möglichen Kandidat für die Lakers. Angeblich soll es sogar bereits Gespräche um einen potenziellen Trade mit den Wizards mit Schröder, Kyle Kuzma und Horton-Tucker als Gegenwert gegeben haben - ob nur intern oder auch zwischen den Teams ging aus dem Bericht nicht hervor.

Auch in der US-amerikanischen Hauptstadt wäre DS17 wohl Starter. In der Vergangenheit war dies oftmals ein wichtiger Faktor für ihn, so pochte er auch nach dem Wechsel zu den Lakers auf diese Rolle. Solch ein Deal wäre aber besonders kompliziert, da auch THT Restricted Free Agent ist.

New Orleans Pelicans

Die Pels werden Restricted Free Agent Lonzo Ball wohl eher nicht halten, zumindest nicht zu jedem Preis. Womöglich könnte New Orleans an Schröder als Ersatz interessiert sein. Als Gegenwert stünden beispielsweise Eric Bledsoe oder Steven Adams als Optionen parat, die in den langfristigen Planungen der Franchise angeblich keine allzu große Rolle spielen.

Der Center könnte in L.A. neben Anthony Davis auflaufen, ein Bledsoe-Deal müsste wohl noch mit zusätzlichen Draft-Picks schmackhaft gemacht werden - oder in einem Paket mit Ball? Der 31-Jährige könnte mit seinem Vertrag (18,1 Mio. in 21/22) in einem weiteren Trade von den Lakers weiterverschifft werden.

Miami Heat

Evan Massey von NBA Analysis Network warf im Juni auch die Heat ins potenzielle Rennen um Schröder. Die ungewisse Zukunft von Victor Oladipo oder auch Kendrick Nunn könnte Miami dazu animieren, bei Schröder anzuklopfen. Als Gegenwert müssten sie in einem Sign-and-Trade wohl Goran Dragic (19,4 Mio.) oder Andre Iguodala (15 Mio.) auf den Tisch legen.

NBA Free Agency: Das sind Schröders weitere Optionen

Die Lakers würden ziemlich sicher einen der beiden erstgenannten Deals präferieren, doch zur Erinnerung: Schröder müsste allen potenziellen Sign-and-Trades zustimmen - er kann sich aber natürlich auch selbst auf die Suche nach einem neuen Team machen.

Beispielsweise die Chicago Bulls und New York Knicks sollen Interesse vermerkt haben, letztere haben genügend Cap Space, um Schröder direkt unter Vertrag zu nehmen. Auch die Bulls könnten sich im Sommer viel Platz unter dem Salary Cap verschaffen. Auch wenn sein Wert in den Playoffs womöglich gelitten hat, die Verhandlungsposition des Deutschen könnte schlechter sein.

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