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NBA - Kommentar zum Play-In-Turnier: Das Konzept ist schon vor seinem Start ein voller Erfolg

LeBron James, Stephen Curry und Dennis Schröder werden am Play-In-Turnier teilnehmen.

Die NBA bekommt bei der Premiere des Play-In-Turniers direkt ein absolutes Traum-Matchup serviert. Selbst ohne LeBron James und Stephen Curry hätte sich das Konzept aber bereits als voller Erfolg erwiesen - und dürfte in Zukunft fester Bestandteil des NBA-Spielplans werden. Ein Kommentar.

Nun ist es also wirklich so weit: Ausgerechnet zwei alte Rivalen, von denen einer vom Play-In-Format "nicht motiviert" wurde (Warriors) und der andere den Erfinder direkt feuern wollte (Lakers), stehen sich im Play-In-Turnier gegenüber. Die Lakers und Warriors spielen Platz sieben aus, der amtierende Meister um LeBron James geht in das Duell gegen Stephen Curry, den individuell vielleicht besten Spieler dieser Saison.

Die Einführung des Play-In-Turniers war in erster Linie dafür gedacht, Tanking zu unterbinden. Nun sind die beiden aktuell populärsten Gesichter dieser Sportart ein Teil davon: LeBron James und Stephen Curry. Das klingt nach Finals, schließlich standen sich die beiden Mehrfach-MVPs dort viermal nacheinander gegenüber.

Das Duell bietet so viel Zündstoff und Potenzial, dass sich TV-Stationen und wohl auch das Ligabüro seit Wochen die Finger reiben. Mancherorts wurde schon darüber sinniert, ob ein solches Spiel eine höhere Einschaltquote bekommen würde als ein Spiel der Conference Finals zwischen etwa Utah und Phoenix. Die Antwort: vermutlich!

Die Planer hätten es sich nicht besser aufmalen können, zumal der Modus dafür sorgt, dass auch der Verlierer dieser Partie noch in die Playoffs kommen kann. Das Curry-LeBron-Matchup ist aber nur die Kirsche auf der Sahnetorte - selbst ohne diesen Kracher hätte sich das Konzept schon ausgezahlt.

NBA: Spannung bis zum letzten Spieltag

In beiden Conferences blieb es bis zum Schluss spannend wie selten. Memphis und Golden State spielten in einem hochklassigen Duell ihren Platz im Play-In aus, zuvor taten dies auch schon die Wizards und Hornets auf Playoff-Niveau. Es waren passende Schlusspunkte eines extrem unübersichtlichen und spannenden Saison-Endspurts.

Vor dem letzten Spieltag, an dem alle 30 Teams im Einsatz waren, stand kein einziges Erstrundenmatchup fest. In einer Saisonphase, in der oft reihenweise Spiele abgeschenkt werden, geschah dies diesmal weitaus weniger. Allein schon deshalb, weil Teams wie Chicago, New Orleans oder Sacramento, die sonst weit früher getankt hätten, fast bis zum Ende noch Chancen hatten.

Die Wizards waren während der Saison schon völlig am Boden und weigerten sich wohl auch dank der Play-In-Aussicht, die Saison abzuschenken. Nun hat es auf den letzten Drücker sogar für Platz acht gereicht. Noch mehr: Von allen Play-In-Teams im Osten sind sie sogar die Mannschaft mit dem größten Potenzial.

Kritik am Play-In: Bloß nicht am falschen Ende sparen

Es gibt zugegeben ein paar Kritikpunkte an diesem Konzept. Zum einen werden die besten zwei Teams beider Conferences für ihre Top-Bilanzen damit "belohnt", indem sie sich bis zum letzten Moment gedulden müssen, um ihren Erstrundengegner zu erfahren. Eine mögliche Lösung für die Zukunft wäre, dass sich der First Seed sein Matchup aus allen Teams ohne Heimvorteil aussuchen darf. Wer würde das nicht gerne sehen?

Zum anderen werden auf eine ohnehin absurd vollgepackte Saison noch weitere Spiele addiert, was unter anderem Mavs-Boss Mark Cuban (der wie alle anderen Teambesitzer dafür gestimmt hat) kritisierte. Das ist an sich richtig, nur würde durch eine Wegnahme des Play-Ins an falscher Stelle gespart werden. Entbehrlich sind eher 10 (20?) Spiele der Regular Season als eines oder zwei im Play-In-Turnier.

Für mehr Spaß - und sicherlich auch bessere Quoten, worum es der NBA vor allem geht - sorgen schließlich Spiele, in denen etwas auf dem Spiel steht. Das haben bereits die Spiele am Sonntag gezeigt - dabei geht es jetzt ja erst richtig los.

NBA Play-In: Alle Termine und Duelle

DatumUhrzeitHeimAuswärts
19. Mai0.30 Uhr(9) Indiana Pacers(10) Charlotte Hornets
19. Mai3 Uhr(7) Boston Celtics(8) Washington Wizards
20. Mai1.30 Uhr(9) Memphis Grizzlies(10) San Antonio Spurs
20. Mai4 Uhr(7) Los Angeles Lakers(8) Golden State Warriors
21. Mai2 UhrBoston/WashingtonIndiana/Charlotte
22. MaitbaLakers/WarriorsMemphis/San Antonio
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