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NBA

NBA: New Orleans Pelicans gewinnen Overtime-Krimi gegen Boston Celtics nach Mega-Comeback

Von SPOX
Zion Williamson blühte im zweiten Durchgang des Spiels so richtig auf.

Die New Orleans Pelicans haben gegen die Boston Celtics einen 24-Punkte-Rückstand aufgeholt. Nach fünf Niederlagen aus den zurückliegenden sechs Spielen holten die Pelicans einen 117:115-Overtime-Sieg im Smoothie King Center (die Highlights im Video).

New Orleans Pelicans (13-17) - Boston Celtics (15-15) 117:115 OT

Es war ein Spiel mit jeder Menge Auf und Abs. Selbst die Schiedsrichter waren bei ihren Entscheidungen hin- und hergerissen und traten ungewöhnlich häufig den Gang zum Review-Monitor an.

Nach einer Overtime waren Brandon Ingram (33 Punkte) und Zion Williamson (28 Punkte, 10 Rebounds) die Matchwinner für die Pelicans. Zudem glänzte Josh Hart mit 17 Zählern von der Bank. Danach sah es lange Zeit überhaupt nicht aus. Die Pelicans kamen zunächst zwar deutlich heißer aus der Kabine und legten mit einem 11:2-Lauf los.

Jaylen Brown brachte die Celtics aber mit 11 Punkten, 5 Assists und 4 Rebounds im ersten Viertel schnell zurück. Schon gegen Ende des ersten Viertels war die Führung der Pelicans dahin. Zu passiv agierte die Defensive der Hausherren aus New Orleans. Die Celtics hatten mit zunehmender Spieldauer leichteres Spiel. Für die Pelicans deutete früh alles auf die sechste Niederlage aus sieben Spielen hin.

Erneut waren individuelle Fehler dafür ausschlaggebend. Ob Offensivfouls, schlechtes Ballhandling oder Fehler in der Defensiv-Rotation: Die Pelicans schenkten zu viele Bälle und Punkte einfach her. Am Ende der ersten Halbzeit standen 10 Turnover zu Buche (bei nur 2 der Celtics).

Boston zog im zweiten Viertel dank Jayson Tatum (15 Punkte) auf 16 Zähler davon. Von den Pelicans kam offensiv kaum Gegenwehr. Einzig Lonzo Ball stemmte sich zu diesem Zeitpunkt gegen die drohende Niederlage. Er landete am Ende bei 16 Punkten.

Zion Williamson blüht erst in Halbzeit zwei auf

Vor allem bei Zion Williamson lief zunächst nichts zusammen. Er wirkte bisweilen entnervt von der Celtics-Defense um den starken Daniel Theis, der 5 Punkte, 6 Rebounds und 3 Blocks (aber auch 5 Fouls) sammelte in fast 40 Minuten Spielzeit. In der ersten Halbzeit stand Williamson bei 1 von 5 aus dem Feld und leistete sich drei Turnover. Wie das gesamte Pelicans-Team kam der Top-Pick erst gegen Mitte des dritten Viertels in Fahrt. Plötzlich bot sich ein gänzlich anderes Bild auf dem Parkett.

Lagen die Celtics zwischenzeitlich mit 24 Zählern vorn, führten allen voran Williamson und Brandon Ingram die Pelicans wieder heran. Rund vier Minuten vor dem Spielende traf Nicolo Melli gar den Dreier zur Führung für die Pelicans.

Die Celtics verließen sich mehr und mehr auf Einzelaktionen ihrer Stars anstatt den Ball zu bewegen. Die Quoten von Brown (25 Punkte, 7/23 FG), Tatum (32, 10/24) und Kemba Walker (14, 5/21) ließen jedoch zu Wünschen übrig. Insgesamt trafen die Celtics nur 39,8 Prozent aus dem Feld und 27 Prozent ihrer Dreier.

Dennoch boten sich den Celtics noch genügend Chancen auf den Sieg. Doch Walker und Brown verfehlten in der Schlussphase erneut ihre Würfe. Nur Tatum glänzte bei den Celtics mit Clutch-Punkten: Zunächst versenkte er einen Step-Back-Jump-Shot, danach einen schwierigen Floater zum Ausgleich, nachdem Williamson die Pelicans mit einem 3-Punkt-Spiel in Führung gebracht hatte. Overtime.

Trotz der überragenden Leistung von Robert Williams III in der Verlängerung (2 Punkte, 4 Rebounds, 2 Blocks) führte Ingram die Pelicans mit seinem Dreier 34 Sekunden vor Schluss zum Sieg. Die Franchise hatte noch nie zuvor ein Spiel gewonnen, in dem sie zwischenzeitlich mit 24 Punkten im Rückstand waren.

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