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NBA

NBA Christmas Games: LeBron James und Anthony Davis führen Los Angeles Lakers zu souveränem Sieg gegen Dallas Mavericks

Von Philipp Schmidt
LeBron und die Lakers waren für Dallas eine Nummer zu groß.

Die Los Angeles Lakers haben sich dank einer über weite Strecken ganz starken Offensivleistung mit 138:115 gegen die Dallas Mavericks durchgesetzt (zu den Highlights hier entlang), die auch ihr zweites Saisonspiel verloren. Während LeBron James und Anthony Davis dem Spiel ihren Stempel aufdrückten und auch Dennis Schröder überzeugte, hielt Luka Doncic nach Kräften dagegen.

James beendete das Spiel mit 22 Zählern (8/18 FG, 3/8 3FG), hinzu kamen 10 teils herausragende Assists und 7 Rebounds. Davis kam als Topscorer auf 28 Punkte (10/16 FG), 8 Rebounds und 5 Assists. Auch Schröder (18, 7/11 FG, 6 Assists) und Montrezl Harrell (22, 10/13 FG, 7 Rebounds) wussten zu überzeugen. Markieff Morris (9) und Kyle Kuzma (13) streuten 3 Dreier von der Bank ein.

Die Mavericks wurden wie gewohnt von Doncic (27, 9/19 FG, 2/5 3FG, 7 Rebounds) angeführt, der sich im Laufe des Spiels deutlich steigerte. Eine verlässliche zweite Option gib es jedoch nicht. Diese Rolle füllten noch am ehesten Josh Richardson (17, 6/12 FG) und Trey Burke (17, 5/10 3FG) aus. Weiterhin scorten Dorian Finney-Smith (10), Dwight Powell (11) und Tim Hardaway Jr. (10) zweistellig. Maxi Kleber kam als Reservist auf 5 Punkte und 5 Rebounds.

Keine Veränderungen gab es in den Starting Lineups im Vergleich zum jeweils ersten Spiel. Die Mavs starteten mit Doncic, Richardson, Hardaway Jr., Finney-Smith und Powell. Für die Lakers begannen mit Schröder, James, Kentavious Caldwell-Pope, Davis und Marc Gasol. Bei L.A. waren somit auch die zuletzt angeschlagenen Superstars James und Davis einsatzbereit.

Die Mavericks starteten heiß und trafen die ersten drei Würfe, die Lakers konterten mit einem 9:0-Lauf. Für ein erstes Ausrufezeichen sorgte Davis nach Lob-Pass von James. Beide Teams scorten hochprozentig, es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem im ersten Viertel vor allem Finney-Smith und Davis zu gefallen wussten. Dieser sorgt für einen kurzen Schockmoment, nachdem er einen Ellbogen von Jalen Brunson kassierte und mit blutender Lippe kurz behandelt werden musste. 33:30 Lakers nach einem Viertel.

Lakers findet immer wieder richtige Antwort gegen die Mavs

James spielte starke Minuten mit der Lakers-Bank, Dreier von Caruso und Morris sorgten erstmals für eine zweistellige Führung. Die Offense der Mavs fand ohne Doncic keinerlei Lösungen, mit ihm wurde es wieder besser. Da L.A. gut umschaltete und neben einem überragenden Davis auch Schröder Akzente setzte, ging es mit einer 69:57-Pausenführung in die Kabinen - gekrönt von einem Kuzma-Buzzerbeater.

Zwei schnelle Scores zwangen Rick Carlisle nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn zu einer schnellen Auszeit. Davis punktete weiter nach Belieben, James legte einen tiefen Dreier nach. Die Mavericks schlugen immer wieder tröpfchenweise zurück, immer so weit, wie es der Gegner zuließ. Das Rebounding ließ weiter zu wünschen übrig, Harrell tat Dallas ungemein weh. Da reichte es auch nicht, dass Burke ein paar Dreier von der Bank einschweißte. 99:85 Lakers nach drei Vierteln.

Als das Spiel gefühlt zumindest schon vorentschieden war und Carlisle frustriert eine weitere Auszeit nahm, verkürzte ein kurioses Bank-Lineup um James Johnson und Boban Marjanovic seit langem mal wieder auf -10. Aber es zeigte sich, dass die Lakers in dieser Saison deutlich besser aufgestellt sind, um über 48 Minute eine starke Offense aufs Parkett zu bringen. Mit 2:23 Minuten verbleibender Spielzeit und einer 21-Punkte-Führung wurde die Gargabe Time eingeläutet.

Die wichtigsten Statistiken

Los Angeles Lakers (1-1) vs. Dallas Mavericks (0-2) 138:113

  • Die Quoten in Halbzeit eins waren auf beiden Seiten stark: Die Lakers trafen überragende 61,4 Prozent aus dem Feld, bei den Mavs waren es immerhin 46,4 Prozent. Aus der Distanz waren es 47,4 und 50 Prozent. Nach der Pause wurde es bei L.A. zumindest aus dem Feld etwas schwächer (55,6 Prozent).
  • Neben dem Attackieren des Korbes konnten sich die Lakers auch auf ihre Treffsicherheit aus der Distanz verlassen. 19/39 Dreiern und somit starke 48,7 Prozent fanden den Weg in den Korb, gleich neun Spieler trafen mindestens einen Wurf vom Perimeter. Bei den Mavericks waren es 40,6 Prozent, im Vergleich zu den Lakers aber 18 Punkte weniger.
  • Dass Dallas nicht mithalten konnte, hatte viel mit der klaren Unterlegenheit am Brett zu tun. Nach 24 Minuten stand es hier 26:14, am offensiven Board gab man 7 Rebounds ab, die für die Lakers zweite Chancen ergaben. Es sollte noch schlimmer werden (53:27, 17:3). Die 17 Offensiv-Rebounds nutzten die Lakers zu 25 Second-Chance-Punkten. Die Ausbeute der Mavericks: 0!
  • Interessant ist der Blick auf die Turnover-Statistik: Obwohl L.A. deutlich schlampiger mit der Kugel umging (17:9), schlug sich dies nicht im Score nieder. Der Grund: Während die Lakers die Texaner in Transition immer wieder auf dem falschen Fuß erwischten, dauerte es bei den Mavericks meist viel zu lange und sie ließen Chancen ungenutzt (19:16 Points off Turnover).
  • Die Reservisten beider Teams hinterließen ihre Spuren. Aufseiten der Lakers zeigte Harrell, warum er zumindest in der Regular Season der beste Bankspieler der Liga war (ist?). Gemeinsam mit Kuzma, Morris und Co. sorgte er für 60 Punkte. Bei den Mavericks hielt insbesondere Burke dagegen (insgesamt 40 Zähler).

Los Angeles Lakers vs. Dallas Mavericks: Die Stimmen

Frank Vogel (Head Coach Los Angeles Lakers) über Schröder: "Er ist ein dynamischer Spieler. Was er für unser Team besser machen kann als jeder andere, ist in die Zone zu kommen."

Rick Carlisle (Head Coach Dallas Mavericks): "Ich glaube nicht, dass ich es jemals gesehen habe, dass ein Team 35 Second-Chance-Punkte abgegeben und keinen einzigen gemacht hat. Rebounding ist ein Problem und eine Sorge. Wir müssen uns das anschauen."

Luka Doncic (Dallas Mavericks): "Es ist ganz einfach. Wenn wir ausboxen, gewinnen wir das Spiel."

Der Star des Spiels: LeBron James

Davis machte einen überragenden Job, auch Schröder rieb sich neben seinen Punkten auch in der Defense gegen Doncic auf. Aber der King drückte dem Spiel der Lakers den Stempel auf. Bei 17 Punkten im ersten Viertel hatte er seine Finger im Spiel, im Anschluss war er immer dann da, wenn er gebraucht wurde, ob mit wichtigen Dreiern oder punktgenauen Anspielen. Sein Plus/Minus war folglich das beste aller Spieler (wie Davis +16).

Der Flop des Spiels: Die Team-Defense der Mavericks

Doncic hatte schon bessere Tage, steigerte sich aber zumindest in offensiver Hinsicht zunehmend und verbuchte ordentliche Zahlen. Wie bei vielen seiner Teamkollegen war jedoch der Auftritt am anderen Ende des Courts am heutigen Tag ungenügend. Rotationen wurden verschlafen, beim Ausboxen fehlte der letzte Einsatz. So reicht es gegen eine Lakers-Offense, die die Last auf viele Schultern verteilen konnte, nicht.

Die Szene des Spiels

Es war die Krönung einer offensiv überragenden ersten Halbzeit der Lakers. Nachdem sich die Mavericks zuvor zumindest etwas zurückgearbeitet hatten, brachte Kuzma L.A. mit dem Buzzer wieder mit 13 Punkten in Front - und stellte damit die Weichen für Durchgang zwei. Richtig spannend konnte es Dallas nicht mehr machen.

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