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NBA

NBA - Los Angeles Lakers trotz schlechtester Bubble-Offense unbesorgt: "Nichts, wovor wir Angst haben sollten"

Von SPOX
Vor allem offensiv läuft es bei LeBron James und den Los Angeles Lakers bisher in der Disney-Bubble noch nicht rund.

Die Los Angeles Lakers sind auch nach dem vierten Spiel seit dem Restart der NBA-Saison weiter auf der Suche nach ihrem Rhythmus in der Offensive. Bei der 86:105-Niederlage gegen die Oklahoma City Thunder stellen LeBron James und Co. gleich mehrere Saisontiefstwerte auf - Grund zur Sorge sieht man bei Purple-and-Gold bislang aber noch nicht.

"Eindeutig", sagte Lakers-Coach Frank Vogel beinahe genervt in der Video-Pressekonferenz nach der Thunder-Pleite, "wir müssen in der Offensive besser spielen, als wir es aktuell tun." Vogel präsentierte damit keine sonderlich überraschende Erkenntnis, vielmehr bestätigte er die Eindrücke der vergangenen Tage. Und die Tatsache, dass die Lakers aktuell die schlechteste Offense in der Disney-Bubble haben.

Dies spiegelte sich auch gegen die Thunder wider, als die Lakers gleich mehrere eigene Negativ-Rekorde aus der Saison 2019/20 knackten. Die 86 erzielten Punkte waren die wenigsten Lakers-Zähler in einer Partie in dieser Spielzeit, auch mit der Dreierquote von 13,5 Prozent (5/37 3FG) unterbot L.A. den bisherigen Tiefstwert.

Die restlichen Zahlen: 35,2 Prozent Feldwurfquote (31/88 FG), magere 65,5 Prozent von der Freiwurflinie (19/29 FT) und selbst das Superstar-Duo LeBron James und Anthony Davis kam zusammengerechnet nur auf 33,3 Prozent aus dem Feld.

Es war nicht das erste Mal, dass der Lakers-Motor in Orlando stotterte. Nach vier Partien haben die Lakers ein Offensiv-Rating von 96,6 Punkten pro 100 Ballbesitzen vorzuweisen, damit belegt der Spitzenreiter der Western Conference weit abgeschlagen den letzten Platz in der Bubble. Zum Vergleich: Selbst die Golden State Warriors hatten als schlechtestes Team der NBA bis zur Corona-bedingten Unterbrechung der regulären Saison ein Offensiv-Rating von immerhin 104,4.

L.A. Lakers: Die offenen Würfe wollen (noch) nicht fallen

Wirklich beunruhigt scheint man ob der verheerenden Zahlen im Lakers-Camp aber nicht zu sein. "Ich glaube, uns geht es gut", sagte Davis betont gelassen nach der Partie gegen OKC. "Nichts davon ist etwas, wovor wir Angst haben sollten. Die Offense wird kommen."

Die Begründung lieferte AD, der gerade einmal 9 Punkte bei 3/11 aus dem Feld erzielte, direkt hinterher: "Wir bekommen weit offene Würfe, extrem weit offene. Wir bekommen in der Offense alles, was wir wollen, leichte Abschlüsse. Aber wir vergeben Korbleger. Oder werfen einen Ariball bei einem Floater, so wie ich. Vergeben Freiwürfe. Dinge, die wir normalerweise treffen."

Tatsächlich werden von stats.nba.com 54,5 Prozent der Lakers-Würfe in den Spielen seit dem Restart als "offen" oder "weit offen" deklariert. Von den offenen Würfen finden jedoch nur 38,8 Prozent den Weg durch die Reuse, von den weit offenen sind es gar nur 33 Prozent - damit findet sich L.A. in den jeweiligen Kategorien weit unten im Tabellenkeller der Bubble-Teams wieder.

Lakers in der Bubble: Schwache Offense, elitäre Defense

"Es ist also nicht so, dass unsere Offense schlecht wäre", fasste Davis zusammen. In eine ähnliche Kerbe schlug auch LeBron, der gegen OKC teils sogar "großartige Possessions" seines Teams gesehen haben will.

"Manchmal haben wir eine schlechte Wurfauswahl im Lauf der Spiele, aber ich denke, wir hatten heute ein paar großartige Looks. Wir werden in unseren Rhythmus kommen und anfangen, ein paar Würfe zu treffen", war sich der King sicher.

Ein Shooting Slump in den Seeding Games ist schließlich besser als in den Playoffs und immerhin sei die Defense bereits "ziemlich gut", betonte LeBron, nachdem die Lakers OKC bei einer Feldwurfquote von nur 43 Prozent hielten. Ob vielleicht die starke Defense (Def-Rating: 102,4 seit dem Restart, Platz 3) sogar ausreichen würde, um in den Playoffs Siege einzufahren, sollte die Lakers-Offense nicht rechtzeitig in einen Rhythmus finden? "Das wird sie", wiegelte Davis die Frage ab.

Der erste Platz im Westen ist den Lakers bereits nicht mehr zu nehmen, dennoch wird Coach Vogel seine Stars vorerst wohl nicht schonen. Stattdessen forderte er von seinen Mannen mehr Energie und Einsatz in den kommenden Partien, das Spiel gegen die Thunder sei ein "Rückschritt" gewesen.

Vier Seeding Games bleiben den Lakers nun noch, sich vor dem Start der Postseason in einen Rhythmus zu ballern. Direkt in der Nacht auf Freitag bekommen die Lakers die Chance auf Wiedergutmachung, dann geht es gegen die Houston Rockets (ab 3 Uhr live auf DAZN).

Zumindest eine Verstärkung wird auch noch kommen: Rajon Rondo, der sich im Training Camp am Daumen verletzt hatte, ist mittlerweile nach Florida gereist, wie Vogel bestätigte. Wann der Point Guard dem Team zur Verfügung steht, sei aber noch nicht klar. Derzeit arbeitet er in der Nähe der Bubble an seiner Verfassung.

Die Statistiken von LeBron James und Anthony Davis gegen die Thunder

NameMinutenPunkteReboundsAssistsFG3FGFT
Anthony Davis299853/110/33/4
LeBron James30191147/190/55/8
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