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NBA

NBA: Portland Trail Blazers sichern sich nach irrem Play-In gegen die Memphis Grizzlies die Playoff-Teilnahme

Von SPOX
Jusuf Nurkic zeigte gegen die Memphis Grizzlies eine besondere Vorstellung.

Die Portland Trail Blazers haben sich Platz acht in der Western Conference und damit ein Erstrundenduell mit den Los Angeles Lakers gesichert. In einem packenden Krimi gegen die Memphis Grizzlies setzten sich die Blazers mit 126:122 durch (Die Highlights des Spiels im Video!).

In dieser Partie lebten die Blazers dabei nicht nur von den Heldentaten des Damian Lillard, der im letzten Viertel unauffällig agierte - stattdessen holten die Blazers mit überragendem Teamplay den Sieg.

Portland Trail Blazers - Memphis Grizzlies 126:122 (BOXSCORE)

Lillard kam zwar auf starke 31 Punkte und 10 Assists, im letzten Viertel kam der MVP der Seeding Games allerdings nur auf 4 Punkte. Stattdessen übernahm hier vor allem C.J. McCollum, der trotz seiner Fraktur im Rücken groß aufspielte (29 Punkte), den Dreier zur Vorentscheidung traf Carmelo Anthony (21) - und der womöglich alles überragende Akteur war Jusuf Nurkic (22 Punkte, 21 Rebounds, 6 Assists).

Bei den Grizzlies war Ja Morant mit 35 Zählern (Career High) der Topscorer, obwohl er in der ersten Hälfte einen schweren Stand hatte. Hinzu kamen 8 Assists, aber auch 8 Turnover. Jonas Valanciunas kam noch auf 22 Punkte und 16 Rebounds, Brandon Clarke und Dillon Brooks erzielten jeweils 20 Punkte. Für die jungen Grizzlies, die zu Beginn der Seeding Games noch die besten Karten auf Platz acht und die Playoffteilnahme hatten, ist die Saison damit beendet.

Dass Nurkic überhaupt spielte, war keine Selbstverständlichkeit: Erst rund eine Stunde vor Tip-Off hatte der bosnische Center bekannt gegeben, dass seine an COVID-19 erkrankte Großmutter Hana in Bosnien verstorben ist. Informationen von Casey Holdahl zufolge erfuhr er davon sogar erst bei der Busfahrt vom Hotel zur Arena - die Blazers widmeten ihr vor dem Spiel eine Schweigeminute.

"Ich wollte gar nicht spielen", sagte Nurkic nach dem Spiel. "Ich glaube, sie hat mich dazu gebracht."

Jusuf Nurkic steht schon zur Pause bei einem Double-Double

Die Partie, die von beiden Teams mit den zuletzt gewohnten Starting Fives eröffnet wurde, begann zunächst ausgeglichen, 11:11 stand es nach dem ersten Stepback-Dreier von Lillard nach knapp fünf Minuten. Dann zog Portland jedoch merklich an und machte es den Grizzlies und vor allem Morant zunehmend schwerer, Richtung Zone durchzukommen. Ein 12:1-Lauf der Blazers war die Folge.

Portland spielte sich in einen starken Rhythmus, obwohl Lillard im ersten Viertel bloß einen Wurf traf. Dafür spielte aber Nurkic, der das gesamte Viertel über auf dem Parkett stand, groß auf. Portland führte nach einem Viertel mit 31:19, auch weil die Blazers allein zehn Freiwürfe in den Anfangsminuten versenkten.

In der Folge hatten die Blazers jedoch große Probleme, als Nurkic auf die Bank ging. Zu Beginn des zweiten Viertels war Memphis drin, nach Valanciunas-Freiwürfen wurde innerhalb von nur gut drei Minuten der 12-Punkte-Rückstand zu einer 3-Punkte-Führung für die Grizzlies. Lillard und Brooks tauschten je zwei Dreier, die Partie nahm endgültig Fahrt und auch Qualität auf.

Erneut vor allem dank Nurkic übernahm Portland aber wieder die Kontrolle, 9 Punkte in Folge erzielte er zwischenzeitlich für sein Team. Vor der Pause führten die Blazers mit 58:52 und der Bosnier stand bereits bei einem mehr als imposanten Double-Double (15 Punkte, 6/10 FG, 17 Rebounds, 2 Steals).

Ja Morant nach der Pause wie ausgewechselt

Die zweite Hälfte eröffnete Portland dann ohne Zach Collins: Dem Forward schmerzte der Knöchel, also rückte Wenyen Gabriel für ihn ins Lineup. Dominiert wurde das Geschehen aber weiter von den alten Bekannten, Lillard und Nurkic schmissen für Portland die Show, aber auch Memphis traf seine Dreier, endlich auch in Person von Morant, der nun besser ins Spiel fand.

Clarke brachte Memphis per Dreier in Führung, Lillard konterte mit einem Poster-Dunk über Valanciunas - doch wieder drückte Clarke ab. Morant erzielte im Viertel 10, sein Mit-Rookie sogar 14 Punkte, und vor dem letzten Viertel waren es die Grizzlies, die mit 94:89 führten. Es wurden sogar 8 Punkte Vorsprung, ehe Lillard Portland mit dem nächsten Kraftakt wieder zurückbrachte.

Die Blazers wirkten nun unheimlich müde, ließen sich aber nicht abschütteln, auch weil Memphis sich immer wieder bittere Turnover leistete. 3 Minuten vor Schluss glich erst McCollum per Dreier aus, dann brachte Nurkic Portland per And-1 in Front. Valanciunas antwortete, doch McCollum hatte noch einen irren Stepback im Repertoire - und 1:20 Minuten vor dem Ende folgte der nächste Wahnsinnswurf über Morant zum 119:113.

Memphis hatte noch immer nicht genug, doch Grayson Allen ließ einen Freiwurf liegen und verpasste es, auf 2 Punkte Rückstand zu verkürzen. Im Gegenzug erhöhte Melo nach Lillard-Drive per Dreier auf 122:116, 20 Sekunden verblieben noch. Brooks und Morant hatten zwar noch weitere Dreier auf Lager, doch am Ende machte Nurkic an der Linie alles klar.

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