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NBA

Rekordsaison der Clippers

Von Philipp Dornhegge
Chris Paul und Blake Griffin waren die überragenden Kräfte beim Clippers-Sieg über Denver
© Getty

Die L.A. Clippers (57-24) schicken sich an, in Bestform in die Playoffs zu gehen. Vor der Generalprobe gegen Portland machten die Kalifornier kurzen Prozess mit den Denver Nuggets (36-45) und gewannen souverän 117:105 (BOXSCORE).

Der Gast war dabei von Anfang an chancenlos und war vor allem dem Duo Chris Paul (21 Punkte, 10 Assists) und Blake Griffin (24) ausgeliefert. Die All-Stars führten ihr Team an und halfen mit, den Rekord mit den meisten Siegen der Franchise-Geschichte zu brechen. Die vorherige Bestmarke war erst letztes Jahr aufgestellt worden.

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Platz drei in der Western Conference hatten die Clippers ohnehin schon sicher. Neben Paul und Griffin überzeugten vor allem J.J. Redick (18) und DeAndre Jordan (13 Punkte, 16 Rebounds, je 2 Steals und Blocks).

Denver kam mit einer Aufholjagd im dritten und vierten Viertel noch mal auf 5 Punkte heran, man hatte allerdings nie das Gefühl, dass der Sieg der Clippers gefährdet sei. Auf Seiten der Nuggets punkteten alle fünf Starter zweistellig, Timofey Mozgov verbuchte ein Double-Double (18 Punkte, 11 Rebounds).

Kenneth Faried war mit 21 Punkten Denvers Topscorer, Aaron Brooks kam auf 19 Zähler. Quincy Miller und Randy Foye steuerten je 11 Punkte bei.

Die Reaktionen:

Blake Griffin (Clippers): "Unser Potenzial ist grenzenlos. Jeder ist gesund, jeder glaubt an sich und das Team. Gesundheit wird auch in den Playoffs entscheidend sein, davon abgesehen müssen wir ständig fokussiert bleiben. Dann sind uns keine Grenzen gesetzt."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Clipper beginnen mit ihrer bestmöglichen Starting Five aus Paul, Redick, Barnes, Griffin und Jordan, die Nuggets schicken zunächst Brooks, Foye, Miller, Faried und Mozgov auf das Parkett.

3.: Das ist doch mal ein Start! Die Clippers versenken unter anderem drei schnelle Dreier, in der Defense ist die Intensität enorm hoch. 13:0-Lauf, Auszeit Nuggets.

11.: Paul und Griffin sind in Spiellaune. Der Spielmacher verteilt einen weiteren Traumpass, der Power Forward stopft zum dritten Mal im ersten Viertel. 36:20 Clippers, der Gastgeber hat alles im Griff.

15.: Ein weiteres positives Zeichen auf Clippers-Seite: Der zuletzt in Ungnade gefallene Davis kommt ins Spiel und trifft gleich einen Layup, danach einen Jumper. Nach zwei Davis-Freiwürfen steht es dann 46:30, als Bonus nimmt er noch ein Offensivfoul auf.

19.: Die Nuggets hatten sechs Minuten keinen Treffer aus dem Feld verbucht, doch Vesely bricht den Bann. Und wie! Nach einem Alley-Oop-Pass von Miller steigt der Tscheche hoch und knallt den Ball rückwärts durch die Reuse. Dennoch steht es 48:34 für die Clippers.

21.: Griffin will Mozgov beim Layup blocken, erwischt den Russen mit einem Schwinger aber im Gesicht. Griffin kassiert ein technisches Foul, sein 16. der Saison. Beim Saisonfinale in Portland muss der Power Forward also zuschauen.

30.: Es wirkt fast so, als hätten sich die Mannschaften schon auf einen Clippers-Sieg geeinigt. Das wirkt alles wie ein Freundschaftsspiel. Nach Farieds fünftem Foul wird es Denver jedenfalls enorm schwer haben, hier noch mal ins Spiel zurückzukommen. 84:61 Clippers.

36.: Kommen die Nuggets noch mal? Mozgov geht gegen Dudley und Griffin zu Werke und trifft den Layup mit Foul. Der Russe versenkt auch den Freiwurf, die Clippers führen nur noch 88:80.

42.: Dafür haben die Clippers Davis geholt: Der bullige Forward nutzt das Mismatch gegen Fournier, tankt sich durch und trifft mit Foul. 99:87, nach einer Aufholjagd der Nuggets scheint L.A. das Spiel wieder im Griff zu haben.

47.: Das sollte den Deckel drauf machen: Türkoglu wird bei einem Einwurf-Play frei gespielt und steigt zum Dreier hoch. Wunderschöne Kurve, wunderschöner Treffer. 112:101 für die Clippers.

Los Angeles Clippers vs. Denver Nuggets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Chris Paul. Wenn man sich den perfekten Spielmacher bauen könnte, er wäre dem Clippers-Point-Guard wohl sehr ähnlich. Paul verteilte gewohnt souverän die Bälle, punktete zudem, wann immer es nötig ist.

Seine drei Dreier zum Auftakt gaben die Richtung vor, die super-aggressive Defense am Perimeter nahm den Nuggets jede Lust am Spiel. Dazu war er ständiger Antreiber seiner Kollegen, dirigierte an beiden Enden des Courts die Kollegen.

Der Flop des Spiels: Aaron Brooks und Randy Foye. Der kleine Spielmacher Brooks hatte seine guten Szenen, kam insgesamt auf gute 19 Punkte. Doch 9 Ballverluste sind viel zu viel gegen eine Clippers-Mannschaft, die mit Turnovern jederzeit etwas anzufangen weiß (21 Punkte nach Ballverlusten).

Kollege Foye wiederum verließ gegen L.A. vor allem das Shooting. Der 30-Jährige traf nur zwei seiner zwölf Würfe, dabei versemmelte unter anderem alle sieben Dreier.

Das fiel auf:

  • Die Nuggets wussten mit dem gegnerischen Pick'n'Roll überhaupt nichts anzufangen. Insbesondere Chris Paul und Blake Griffin waren im Zusammenspiel nicht zu kontrollieren. Spätestens nach zwei oder drei Anläufen ergab sich eine klaffende Lücke, gleich mehrfach war der Weg zum Korb völlig frei. Erfolgreiche Dreier von Paul, Redick und Barnes zogen Denvers Defense zusätzlich auseinander.
  • Nicht jugendfrei: Bei einem langen Pass auf Vesely kam DeAndre Jordan zu spät, konnte den Layup nicht mehr blocken. Über die Mikrofone war daraufhin ein deutliches "F*** man!" zu hören. Das dürfte dem übertragenden Sender "TNT" nicht gefallen haben.
  • Jamal Crawford ist aufgrund seiner Verletzungen weit von seiner Topform entfernt. Coach Rivers fand Redick gegen Denver super, Crawford aber zu vorsichtig. In der Tat strahlte der Guard keinerlei Aggressivität aus, verweigerte einige Würfe. Erst im letzten Viertel spielte er sich etwas frei. Zunächst endeten seine Dribblings noch in Ballverlusten und Fehlwürfen, später lief es dann immer besser.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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