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NBA

CSI: Los Angeles

Von SPOX
Ausnahsweise mal am Boden und nicht obenauf: Topscorer Pau Gasol
© Getty

Zuletzt sorgte Pau Gasol mehr als Schauspieler für Aufsehen. Doch mit seinem fulminanten Comeback für die Lakers meldete er sich zurück in der NBA. Außerdem: Ein Oldie stürzt Phoenix und die Spurs stecken in der Krise.

Los Angeles Lakers (9-3) - Chicago Bulls (6-5) 108:93

Mit Spannungsbögen müsste sich Pau Gasol spätestens nach dem jüngsten Gastauftritt bei der Krimiserie "CSI: Miami" ja auskennen. In seinem richtigen Job steht er aber offensichtlich auf Langeweile.

Beim ersten Saisoneinsatz nach ausgeheilter Achillessehnenverletzung lieferte der Spanier gleich 24 Punkte und 13 Rebounds und sorgte dafür, dass die Bulls nicht den Hauch einer Chance hatten.

"Ich habe nicht erwartet, so effektiv zu spielen, aber meine Teamkollegen haben mir zu einigen freien Würfen verholfen", sagte Gasol.

Erstmals konnten die Lakers auf ihre Wunsch-Starting-Five setzen und deuteten an, welches Potenzial im Team schlummert. Aus der Rotation fehlt nur noch Rollenspieler Luke Walton (Rücken-OP).

"Es fühlt sich großartig an, endlich einen kompletten Kader zu haben. Wir können nicht abwarten, dass Luke zurückkommt. Aber Pau wieder zu haben, ist enorm wichtig", sagte Kobe Bryant, der mit einem Freiwurf im dritten Viertel Kareem Abdul-Jabbar (24.276 Zähler) als zweitbesten Scorer der Lakers-Geschichte ablöste.

Jetzt liegt nur noch Jerry West (25.192) vor Bryant, dem zwar 21 Zähler gelangen, der dafür aber 21 Würfe benötigte (33,3 Prozent Wurfquote). Mit 9 Rebounds und 8 Assists verpasste er knapp ein Triple-Double.

Bester Spieler bei Chicago war NBA-Top-Rebounder Joakim Noah mit 12 Punkten, 15 Rebounds und 4 Steals. Die meisten Zähler lieferte Spielmacher Derrick Rose (20)

San Antonio Spurs (4-6) - Utah Jazz (6-6) 83:90

Eine Dekade lang schlichen die Jazz mit hängenden Köpfen nach Hause, jetzt endlich beendeten sie den Spurs-Komplex. Zum ersten Mal seit 1999 gewann Utah ein Spiel in San Antonio und stürzte so die als Titelkandidaten geltenden Spurs in die Krise.

Deron Williams erzielte für Utah 21 Punkte und gab 10 Assists, Carlos Boozer lieferte 10 seiner 18 Zähler im letzten Viertel. Zudem griff er sich 11 Rebounds ab.

Auf Seiten San Antonios, das mit der dritten Niederlage in Folge die längste Pleiteserie seit 1996 aufgestellt hat, überzeugten als eine der wenigen Tim Duncan (21 Punkte, 9 Rebounds) und George Hill (18 Punkte).

"Wir sollten uns weniger über unsere Bilanz Sorgen machen. Jetzt geht es darum, unseren Basketball zu verbessern", sagte Spurs-Coach Gregg Popovich, der erneut auf Manu Ginobili und Tony Parker verletzungsbedingt verzichten musste.

New Orleans Hornets (5-8) - Phoenix Suns (10-3) 110:103

Die Überraschung des Abends: Die Hornets gehören zu den Enttäuschungen der Saison und müssen auf den verletzten Superstar Chris Paul verzichten - und doch besiegte New Orleans die bisher so überragenden Phoenix Suns.

Garant für den Erfolg war Oldie Peja Stojakovic (25 Punkte, 13 Rebounds), zudem sorgten die Jungspunde Marcus Thornton (19 Zähler) sowie Darren Collison (15) für Entlastung.

"Für andere ist es nur ein stinknormales Regular-Season-Spiel, aber für uns war es ein sehr wichtiger Sieg", sagte Stojakovic nach seiner 7-Dreier-Gala.

Zwar beendeten sieben Suns-Spieler die Partie im zweistelligen Punktebereich (der Beste: Amare Stoudemire mit 23 Punkten), doch dies konnte die poröse Defense nicht kompensieren.

New Orleans hatte eine Reboundüberlegenheit von 56:38 und holte allein 25 Abpraller am gegnerischen Brett.

Ergebnisse und Tabelle

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