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NBA

Denver schreit: "Beat L.A.!"

Von SPOX
Die Nuggets und Lakers standen sich in der letzten Saison im West-Finale gegenüber
© Getty

Die Denver Nuggets machen den Champion lächerlich, New Jersey wartet weiter auf den ersten Sieg, die Knicks haben den zwar schon, aber keiner weiß warum, Atlanta überrascht in Boston - und bei den Hornets ist der Supergau eingetreten.

Denver Nuggets (7-3) - Los Angeles Lakers (7-2) 105:79: Was ein Statement der Nuggets! Den Champion mit 26 Punkten aus der Halle zu fegen, das ist eine klare Ansage. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (58:56) nahm Denver die Lakers im dritten Viertel mit 29:8 komplett auseinander. Kobe Bryant und Andrew Bynum erzielten jeweils 19 Punkte für L.A., das nur 35 Prozent aus dem Feld schoss und in der zweiten Halbzeit lächerliche 23 Punkte machte. Carmelo Anthony unterstrich seine ganz frühen MVP-Ambitionen mit 25 Punkten, Unterstützung kam von Bankspieler J.R. Smith (20 Zähler). Für die Lakers ging eine Siegesserie von sechs Spielen zu Ende. Die Nuggets-Fans hatten im Gegensatz zum Conference-Finale in den letzten Playoffs mehr Spaß: "Beat L.A.!", hallte es durch die Arena.

Die Highlights des Spiels im Video bei ESPN

Philadelphia 76ers (4-5) - Utah Jazz (4-5) 90:112: Verstehe einer die Jazz! Mit einem überragenden Deron Williams in der Lineup war der Saisonstart alles andere als berauschend, jetzt fiel der Super-Point-Guard aus persönlichen Gründen aus und die Jazz fahren einen überaus überzeugenden Sieg in Philly ein. Bester Mann in einem richtig starken Team, bei dem sieben Spieler zweistellig scorten, war Carlos Boozer mit 24 Punkten und 12 Rebounds. Rookie-PG Eric Maynor lieferte 13 Punkte und 11 Assists, Wesley Matthews steuerte 16 Zähler zum Erfolg bei. Bei den Sixers war Thaddeus Young mit 17 Punkten bester Werfer.

Orlando Magic (7-3) - New Jersey Nets (0-9) 88:72: Irgendwann werden die armen Nets ein Spiel gewinnen. Ganz bestimmt. In Orlando war die Aufgabe aber einfach zu schwer, auch wenn New Jersey das Spiel bis ins Schlussviertel hinein offen halten konnte. Gegen Dwight Howards 26 Punkte, 12 Rebounds und 5 Blocks war letztlich aber kein Kraut gewachsen. Brook Lopez (4 Punkte, 5 Rebounds) wurde vom Superman komplett aus dem Spiel genommen. Ganz stark bei den Nets: Ex-Magic Rafer Alston mit 17 Punkten, 10 Rebounds und 10 Assists - sein erstes Triple-Double in elf Jahren NBA. Schon am Samstag haben die Nets die nächste Chance auf den ersten Sieg. Aber ob das in Miami gegen Dwyane Wade was wird?

New York Knicks (1-9) - Golden State Warriors (3-5) 107:121: Man wiederholt sich ja, aber diese Knicks sind echt verdammt schlecht. Auch die Warriors-Offense machte im Garden, was sie wollte. Der abwanderungswillige Stephen Jackson erzielte 23 Punkte - Kelenna Azubuike, Monta Ellis und Corey Maggette kamen jeweils auf 22 Zähler. Interessant: Rookie Stephen Curry (nur 2 Minuten Einsatzzeit) scheint erstmal raus aus Don Nelsons Rotation. Bei den Knicks gibt es nichts Neues: David Lee (17 Punkte, 8 Rebounds) und Danilo Gallinari (19 Punkte, 10 Rebounds) stemmen sich gegen jede Niederlage, aber es reicht nicht. "Dass wir nicht einmal gefightet haben, war die größte Enttäuschung für mich. Es sieht schlimm für uns aus, daran gibt es keinen Zweifel", sagte ein ernüchterter Knicks-Coach Mike D'Antoni.

Boston Celtics (8-2) - Atlanta Hawks (7-2) 86:97: Beeindruckender Sieg der beeindruckend starken Hawks in Boston. Joe Johnson erzielte 24 Punkte für Atlanta, das sich im Schlussviertel entscheidend absetzen konnte. Jamal Crawford (18 Zähler) kommt in seiner Rolle als sechster Mann weiter gut zurecht, und Al Horford (12 Punkte, 13 Rebounds) ist vielleicht einer der unterschätztesten Center der NBA. Bei den Celtics traf Paul Pierce mit 24 Zählern am besten. Gar nicht gut traf Boston aber von der Dreierlinie. 1 von 15! Ouch!

New Orleans Hornets (3-7) - Portland Trail Blazers (7-3) 78:86: Byron Scott ist gefeuert, aber die Krise in New Orleans geht weiter. Und es kommt sogar noch schlimmer. Chris Paul verstauchte sich Ende des dritten Viertels den Knöchel und musste auf Krücken die Arena verlassen. Der Supergau. Wie lange CP3 ausfallen wird, ist unklar. Klar ist, dass die Saison endgültig den Bach runtergehen würde, wenn Paul langfristig nicht zur Verfügung steht. Gegen Portland war die Offense selbst mit Paul (3 Punkte, 1/8 aus dem Feld) ein Witz. Peja Stojakovics Quote aus den letzten beiden Spielen: 1/15. Den Trail Blazers reichte eine solide Leistung zum siebten Saisonsieg. Top: LaMarcus Aldridge mit 20 Punkten und 13 Rebounds.

Sacramento Kings (5-4) - Houston Rockets (5-4) 109:100: Seit exakt vier Spielen müssen die Kings auf Kevin Martin verzichten. Seit exakt vier Spielen gewinnen die Kings plötzlich alles. Es ist ohne zu übertreiben unfassbar, was sich da abspielt. Gegen Houston war Jason Thompson mit 27 Punkten und 11 Rebounds der alles überragende Mann auf dem Feld, aber auch Beno Udrih (22 Punkte) und Rookie Tyreke Evans (20 Zähler) spielten stark. Ist den Kings vielleicht doch mehr zuzutrauen, als alle gedacht haben? Trevor Ariza verbuchte 28 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists und 5 Steals für die Rockets.

Los Angeles Clippers (3-7) - Toronto Raptors (5-4) 89:104: Die Clippers führten nach zwölf Minuten mit 17 Punkten (34:17), verloren am Ende aber trotzdem noch mit 15 Zählern, das muss man erstmal schaffen. Da nützt es auch nichts, dass Chris Kaman (25 Punkte, 7 Rebounds) weiter glänzt. Bei den Raptors war nach schwachem Start auf Chris Bosh (21 Punkte, 14 Rebounds), Andrea Bargnani (19 Punkte) und Jose Calderon (18 Punkte, 9 Assists) Verlass.

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