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MLB - World Series, Spiel 2: Los Angeles Dodgers vs. Tampa Bay Rays 4:6 - Lowe Energy! Rays melden sich zurück

Brandon Lowe (l.) schlug zwei Homeruns in Spiel 2 der World Series.

Die Tampa Bay Rays haben sich in Spiel 2 der World Series zurückgemeldet und die Los Angeles Dodgers 6:4 geschlagen. Top-Hitter Brandon Lowe legte dabei sein bislang bestes Postseason-Spiel hin, während der Plan der Dodgers, den Bullpen in hoher Frequenz zu nutzen, nicht aufging.

Die Rays erwischten einen bedeutend besseren Start ins Spiel als noch am Vortag. Sie gingen bereits im ersten Inning durch einen Homerun von Brandon Lowe in Führung. Das sollte letztlich der einzige Run sein, den Opener Tony Gonsolin (1 1/3, ER) abgab.

Manager Dave Roberts hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass Spiel 2 ein Bullpen-Tag werden würde. Entsprechend kamen diverse Pitcher zum Einsatz. Im vierten Inning übernahm Dustin May und erwischte einen schwachen Tag. Er gab ein 2-Run-Double von Joey Wendle mit zwei Outs ab und kassierte dann noch einen 2-Run-Homerun von Lowe im fünften.

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Die Dodgers hätten das Inning allerdings schon zuvor beenden können, wenn Second Baseman Kike Hernandez nicht Probleme mit einem Groundball von Ji-Man Choi gehabt, was ein Double Play zum Ende des Innings verhinderte.

Tampa Bay Rays: Snell wirft 4 No-Hit-Innings

Beim Stand von 5:0 für Tampa Bay nach vier Innings hatte derweil Rays-Starter Blake Snell noch keinen Hit abgegeben. Bei zwei Outs im fünften Inning jedoch ließ er einen Walk zu und anschließend einen 2-Run-Homerun von Chris Taylor, der erste Hit der Dodgers im Spiel. Snell sah dann noch zwei Batter, die er beide auf Base ließ, und wurde schließlich durch Nick Anderson ersetzt, der den Schaden in Grenzen hielt.

Die Rays erhöhten die Führung im sechsten Inning durch einen Sacrifice Fly von Wendle, die Dodgers antworteten mit einem Homerun von Will Smith. Im achten Inning machte es Corey Seager schließlich nochmal spannend mit einem weiteren Solo-Homerun zum 6:4 für die Rays. So ging es dann auch ins neunte Inning. In jenem ließ Linkshänder Aaron Loup (IP, 2 SO) den ersten beiden Battern keine Chance und übergab dann an Diego Castillo für das Finale Out im Spiel gegen Taylor - ein Strikeout.

MLB - World Series 2020: Los Angeles Dodgers - Tampa Bay Rays, Spiel 2

Ergebnis: 4:6 BOXSCORE - Serie: 1-1

Dodgers vs. Rays: Die wichtigsten Statistiken

  • Blake Snell pitchte 4 2/3 Innings (2 H, 2 ER, 4 BB, 9 SO) und blieb über die ersten vier Innings ohne Hit. Das war ihm auch schon in Spiel 1 der Wildcard Series gelungen. Er wurde zudem zum dritten Pitcher überhaupt, der über vier Innings in Serie jeweils mindestens zwei Stikeouts in der World Series geschafft hat. Die anderen waren Dodgers-Legende Sandy Koufax und Bob Gibson.
  • Brandon Lowe schlug zwei Homeruns im Spiel für die Rays. Er ist damit erst der fünfte Second Baseman, dem das in einem Spiel der World Series gelang. Zuletzt schaffte dies Chase Utley (Philadelphia Phillies) in der World Series 2009 (in Spiel 1 und 5).
  • Chris Taylor ist erst der fünfte Dodgers-Spieler in der Geschichte der World Series, der im Nummer-9-Spot der Batting Order einen Homerun geschlagen hat - und der erste Starter. Zuvor gelang dies zuletzt Kirk Gibson in der World Series 1988. Jener allerdings als Pinch-Hitter.

  • Corey Seagers Homerun im achten Inning war sein siebter in dieser Postseason. Das sind die meisten in der Geschichte der Postseason für einen Shortstop in einer Saison. Der All-Time-Rekord für Homeruns in einer Postseason liegt indes bei acht, gehalten von Barry Bonds (2002), Carlos Beltran (2004) und Nelson Cruz (2011).

Der Star des Spiels: Brandon Lowe (Rays)

Nachdem er bislang noch keine sonderlich produktive Postseason gespielt hatte, drehte Brandon Lowe (2-4, 2 R, 3 RBI) so richtig auf und brachte sein Team mit zwei Homeruns auf Kurs. Snell muss man auch lobend erwähnen, auch wenn er mal wieder nicht wenigstens sechs Innings absolviert hat - zuletzt gelang ihm dies im Juli 2019. Dennoch ebnete er den Weg mit seinen 4 No-Hit-Innings zum Start.

Der Flop des Spiels: Dustin May (Dodgers)

Wenn man einen Bullpen-Tag einlegt, muss letztlich jeder funktionieren. Gerade May (1 1/3 IP, 4 H, 3 ER) jedoch fand nicht wirklich ins Spiel und ließ inklusive des vor ihm schon vorhandenen Base Runner vier Runs in den Innings vier und fünf zu, was die Dodgers ins Hintertreffen brachte.

Analyse: Dodgers vs. Rays - Taktische Besonderheiten

  • Die Rays gingen Spiel 2 mit anderer Ausrichtung als am Vortag an, was der Tatsache geschuldet war, dass mit Tony Gonsolin dieses Mal ein Rechtshänder für L.A. startete. Die auffälligsten Änderungen im Lineup: Austin Meadows kehrte in Lineup zurück und gab den Designated Hitter, Randy Arozarena rückte dafür wieder ins Left Field und Manuel Margot ins Right Field. Zudem bemannte Ji-Man Choi wieder die erste Base.

  • Bei den Dodgers wiederum startete Will Smith als Catcher und Austin Barnes ging auf die Bank. Da bei den Rays Linkshänder Blake Snell startete, saß Joc Pederson draußen. Für ihn übernahm A.J. Pollock als DH, während Chris Taylor im Left Field und Kike Hernandez auf Second Base startete. Die Entscheidung, Pollock, einen reinen Outfielder, als DH einzusetzen, hatte dabei offenbar einen Hintergedanken: Sobald die Rays einen Rechtshänder brachten, konnte dieser Spot ohne weiteres durch einen Linkshänder bekleidet werden, ohne Defensivpositionen zu verändern - mit Taylor und Hernandez waren die zwei vielseitigsten Positionsspieler bereits auf dem Platz. Entsprechend kam dann auch Edwin Rios im sechsten Inning für Pollock rein.

  • Wie schon in Spiel 1 ließ Rays-Manager Kevin Cash auch dieses Mal seinen Starter lange ran als sonst üblich: Anstatt Snell nach genau zwei Durchgängen durch das gegnerische Lineup herauszunehmen, ließ er ihn noch zwei weitere Batter angehen - das Ergebnis: zwei Base Runner! Danach musste er dann doch nach 4 2/3 Innings raus und der etatmäßige Closer Nick Anderson übernahm.

  • Die Rays setzten einmal mehr gegen notorische Power-Hitter (Justin Turner, Max Muncy) auf eine Formation mit vier Outfieldern. Zum Tragen kam das allerdings nicht. Während Turner ein Strikeout kassierte, schlug Muncy einen Popup ins Foul Territory.

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