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Olympia

Segel-Flotte versinkt im Mittelmaß

SID
Flotte, Segeln, Deutschland, Olympia
© DPA

Qingdao - Ratlos im Gelben Meer: Die deutsche Flotte kommt bei den olympischen Segel-Wettbewerben einfach nicht in Fahrt. Auch Hoffnungsträgerin Petra Niemann verpatzte ihren Auftakt in der Fushan Bucht.

Bei ihrem dritten Olympia-Start musste die Berlinerin mit zwei 20. Rängen in den Hafen von Qingdao zurückkehren. Im Zwischenklassement belegte die Pharmazeutin nur Platz 26 im Feld der 28 Laser Radial-Jollen.

"Ich bin enttäuscht und weiß auch nicht, warum es so gelaufen ist. Ich war im Training nicht langsam und auch im Rennen hat es sich nicht so angefühlt", sagte die Steuerfrau, die zur Halbzeit der Serie ihren 30. Geburtstag feiert.

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"Fühlen uns eigentlich gut"

Das 470er-Duo Stefanie Rothweiler und Vivien Kussatz, die durch die Ränge elf und neun in der dritten und vierten Wettfahrt auf Gesamtplatz sieben zurückfielen, waren ebenso ratlos. "Wir fühlen uns eigentlich gut, aber erwischen einfach zu oft die falsche Seite. Woran das liegt, wissen wir auch nicht", sagte Steuerfrau Stefanie Rothweiler aus München.

Nach einem emotionalen Auf und Ab rechnet sich die Berliner Yngling-Steuerfrau Ulrike Schümann immer noch Medaillenchancen aus. Als Sofortmaßnahme gegen den zuletzt zu hohen Druck und die Nervosität innerhalb der Mannschaft trennte sich das Team "einvernehmlich und professionell" vom betreuenden Sportpsychologen Kurt Banse.

"Wir sind der Meinung, dass diese Zusammenarbeit für die nächsten drei Tage nicht mehr gewinnbringend ist", sagte Schümann, die mit Crew einen Ruhetag hatte. Aus Sicht der 35-Jährigen wirkte sich die Entscheidung sofort positiv auf ihre Mannschaftsmitglieder aus: "Wir machen jetzt wieder unser Ding und schauen, was noch nach vorne drin ist."

"Vier Punkte sind nchts"

Ihr elfter Platz ist vier Wettfahrten vor dem Medaillenrennen am 16. August mehr wert als er scheint: Das deutsche Damen-Trio trennt vom Bronzeplatz nur vier Punkte. Schümann gab sich vor den Rennen sieben und acht am Mittwoch kämpferisch: "Vier Punkte sind nichts. Das können wir immer noch schaffen!"

Trotzdem kommen die deutschen Seglerinnen mit der Mischung aus sehr leichten Winden, Druckunterschieden und der anspruchsvollen Strömung in der Fushan Bucht scheinbar nicht zurecht.

Ganz anders beispielsweise die 470er-Seglerinnen aus Australien: Elise Rechichi und Tessa Parkinson liegen nach ihren Einzelrängen zwei, zwei, vier und eins deutlich in Führung und haben sich bereits einen Acht- Punkte-Vorsprung erarbeitet. "Entweder hast du hier im Revier den richtigen Riecher und weißt wohin - so wie die Australierinnen -, oder du hast ihn nicht - so wie wir", sagte Steuerfrau Rothweiler.

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