Von "Pfanne heiß" bis "Elektro-Meier": Die besten Reporter-Eskalationen

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Nicht nur deutsche Wintersport-Fans fieberten beim sensationellen Goldmedaillen-Gewinn von Victoria Carl und Katharina Hennig mit. Auch ARD-Mann Jens-Jörg Rieck ging während seines Live-Kommentars in Peking völlig aus sich heraus.
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Als sich wenige hundert Meter vor dem Ziel die deutsche Medaille anbahnte, feuerte Rieck Schlussläuferin Carl an. "Komm, heiz' da jetzt rein, bring das Ding um die Kurve, verdammt", schrie er in sein Mikrophon.
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Als die 26-Jährige schließlich den Schlussspurt für sich entschied und als Erste über die Ziellinie fuhr, konnte sich Rieck nicht mehr zurückhalten: "Ja, hast denn du die Pfanne heiß, hast denn du die Pfanne heiß, es ist Gold. Ich fass es nicht!"
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Im Netz wird der Ausraster Riecks gefeiert. Doch die Langlauf-Stimme der ARD ist nicht der einzige Kommentator, der bei Olympischen Spielen in seiner Kabine schon einmal etwas lauter wurde. SPOX präsentiert die besten Reporter-Eskalationen.
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Bei den Sommerspielen 2021 kommt es im Halbfinale des Tischtennis-Teamwettbewerbs zwischen Japan und Deutschland zum Showdown. "Bringt mir bitte einen Kamillentee", ringt ARD-Kommentator Frank Grundhever schon während des Matches mit den Nerven.
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Das Aufeinandertreffen ist lange Zeit eng, zwischendurch sieht es sogar nach einem Sieg Japans aus. "Also wenn der das Ding hier noch dreht, dann brauche ich nen Cognac", meint Grundhever. "Maximaler Prickelfaktor bei diesem Halbfinale hier!"
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Als sich dann der Sieg der Deutschen immer mehr abzeichnet, packt Grundhever gar noch einen drauf. "Wenn die ins Finale kommen, dann geh ich zu Elektro-Meier und hol mir nen großen Fernseher. Das will ich im Vollformat sehen!"
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Letztlich zieht Deutschland ins Endspiel gegen China ein. Beim Matchball von Dimitrij Ovtcharov herrscht lange Unklarheit, auch das begleitet der ARD-Mann emotional: "War er noch dran? Was war das denn für ein Matchball! Leute, Leute!"
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Schon zum Einstieg in den Gold-Dressur-Ritt von Jessica von Bredow-Werndl in Tokio 2021 ahnt ARD-Kommentator Carsten Sostmeier bereits einen den großen Wurf herbei: "Steigen wir hinein in ein hippologisches Musical."
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"Einfach leichtfüßig, harmonisch, elegant. Wissen Sie, dieser Ritt wirkt doch wie eine gegenseitige Liebeserklärung zwischen der Reiterin und ihrem Pferd", frohlockte Sostmeier, als Bredow-Werndl auf ihrem Ross Dalera so richtig loslegte.
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Schon vor der Bewertung durch die Kampfrichter steht für Sostmeier ein sehr gutes Ergebnis fest: "Phänomenal. Jessica von Bredow-Werndl und Dalera - das ist eine Einladung an die Sinne der Betrachter gewesen", so der ARD-Kommentator.
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"Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging. Aber ich … habe so das Gefühl gehabt, als ich den beiden zugeschaut habe: Wie gerne würde ich doch einmal Dalera oder ihre Reiterin zum Tanz auffordern", kam Sostmeier aus dem Schwärmen kaum noch heraus.
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Dass Sostmeier bei der Wahl seiner Worte nicht immer richtig liegt, bewies er vier Jahre zuvor in Rio gegenüber der Reiterin Julia Krajewski. Dieser bescheinigt er einen "Angsthasen"-Ritt. "Sie hatte von Anfang an einen braunen Strich in der Hose."
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Später entschuldigt er sich für seine Aussagen. "Herr Sostmeier hat mich inzwischen angerufen und sich entschuldigt", bestätigte Krajewski. Dennoch würden solche Kommentare es den Athleten "in schwierigen Situationen nicht leichter" machen.
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Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro trifft die deutsche Nationalmannschaft im Finale auf den Gastgeber aus Brasilien. Die Selecao sieht durch Neymars frühe Führung lange wie der souveräne Sieger aus, dann trifft Max Mayer zum 1:1-Ausgleich.
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Aus der Emotion heraus entweicht ARD-Kommentator Steffen Simon ein lautes und langgezogenes "GOOOOOOOOOL!" Später bekommt er auf Social Media gemischtes Feedback. Während manche peinlich berührt sind, feiert ihn der Großteil der Nutzer dafür.
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Nach Platz fünf im ersten Lauf von der Normalschanze bei Olympia 2018 sieht es für Skispringer Andreas Wellinger vor seinem zweiten Sprung nicht unbedingt nach einer Medaille aus. Dann aber fliegt der DSV-Athlet zum Rekord von 113,5 Metern.
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Als wenig später klar ist, dass den Deutschen niemand mehr von Platz eins verdrängen kann, brechen bei Eurosport-Experte und Ex-Olympiasieger Sven Hannawald alle Dämme: "GOLD!", schreit Hannawald und schlägt mit der Hand an die Wand der Sprecher-Kabine.
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Als Haupt-Kommentator Matthias Bielek dem 43-Jährigen mit den Worten "Hör‘ auf, da redet doch auch noch jemand nebenan", Einhalt gebieten will, antwortet Hannawald frech: "Das ist mir sowas von scheißegal!"
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Völlig überraschend setzt sich Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang im Viertelfinale gegen die favorisierte Auswahl aus Schweden durch. Als das Spiel aus ist, gibt es bei Eurosport kein Halten mehr.
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"Jaaaaaaaa! Halbfinale! Ihr seid der Waaaaahnsinn! Patrick Reimer, du Gott!" gefolgt von "Deutschland, Deutschland"-Sprechchören werden von Kommentator Gerhard Leinauer und Experte Patrick Ehelechner durch die Kabine gebrüllt.
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Aus eigener Erfahrung kann Fabian Hambüchen die Emotionen bei einem Medaillen-Gewinn bei Olympischen Spielen gut einschätzen. Als sein Kumpel Lukas Dauser am Barren in Tokio 2021 Silber einfährt, flippt der Eurosport-Experte komplett aus.
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Nach mehreren lauten "Jaaaaaaaa"- Ausrufen Hambüchens meint der Kommentator bei Dausers Landung auf der Matte, dass es "vielleicht für eine Medaille" reichen könnte. "Ne, nix vielleicht! Das ist eine Medaille!", schreit Hambüchen ihn an.
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Als schließlich Silber feststeht, gibt es bei Hambüchen kein Halten mehr. Mehrere Male haut er auf den Tisch. Dann: "That’s my boy! Wie geil! Ich habe Pipi in den Augen. Dauser, ich will ein Kind von dir! Was ist das für ein Typ! Nerven wie Drahtseile!"
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