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Olympia

Olympia: Pechstein läuft im Massenstart-Finale auf Platz neun

SID
Claudia Pechstein hat ihre achten Olympischen Winterspiele mit einem Erfolg beendet.

Am Ende ihrer achten Olympischen Winterspiele war Claudia Pechstein mit Medaillen behangen - eine Aufmerksamkeit des DOSB. Einen weiteren Start in vier Jahren schloss die 49-Jährige nicht aus.

Claudia Pechstein stand im Stile einer Eiskunstläuferin auf dem Eis, dann warf sie sich mit einem breiten Grinsen bäuchlings auf den kalten Untergrund. Bei der Ehrenrunde ihrer achten Olympischen Winterspiele hatte die "Eis"-Oma mächtig gute Laune. "Mir war warm im Rennanzug nach dem Massenstart", sagte die 49-Jährige: "Es hat einfach nur Spaß gemacht."

Diesen hatte sie zuvor auch im Massenstart gehabt. Pechstein lief drei Tage vor ihrem 50. Geburtstag angriffslustig, gewann im Finale den letzten Zwischensprint und belohnte sich mit einer Top-10-Platzierung. Neunte wurde sie im letzten Rennen als beste Deutsche - und hatte damit ihr Ziel erreicht.

"Es war ein runder Abschluss für meine achten Olympischen Winterspiele", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin: "Ich habe gezeigt, dass ich in meinem Alter noch leistungsfähig bin. Das haben mir wenige zugetraut."

Anerkennung erfuhr Pechstein von vielen Seiten. Die deutlich jüngeren Konkurrentinnen zollten Respekt, Volunteers baten die Berlinerin um Fotos, und auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigte sich erkenntlich: Von Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig wurden Pechstein neun individuell gestaltete Medaillen überreicht. "Das war einfach eine tolle Geste", sagte Pechstein.

Claudia Pechstein schließt Start in Mailand 2026 nicht aus

Neun Medaillen, davon fünf in Gold, hat Pechstein seit ihrem Olympia-Debüt vor 30 Jahren in Albertville gewonnen. Sie sind Belege einer besonderen Karriere, die womöglich noch immer nicht zu Ende ist. Ihren Saisonabschluss plant sie beim Weltcup-Finale in Heerenveen (12. und 13. März). Und dann?

Ob sie ausschließe, auch bei den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo auf dem Eis zu stehen, wurde die deutsche Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier gefragt. Die Antwort fiel knapp aus: "Ich schließe nichts aus." Ob sie in vier Jahren nochmals die Qualifikation schafft, bleibt abzuwarten. Um Medaillen geht es allerdings ohnehin nicht mehr.

Diese Rolle haben andere übernommen. Über ihre dritte Goldmedaille in Peking jubelte am Samstag Irene Schouten aus den Niederlanden. Nach den Siegen über 3000 m und 5000 m verwies Schouten am Samstag Ivanie Blondin (Kanada) und Francesca Lollobrigida (Italien) auf die Plätze.

Bei den Männern siegte Top-Favorit Bart Swings vor den Südkoreanern Chung Jae Won und Lee Seung Hoon. Es war die erst zweite belgische Goldmedaille bei Winterspielen und die erste seit 74 Jahren.

Die nächste Enttäuschung für die kriselnde Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) ist trotz Pechsteins Achtungserfolg besiegelt. Zum dritten Mal nach 2014 und 2018 blieb der einst ruhmreiche Verband ohne Medaille. Für das beste Ergebnis sorgte Langstreckler Patrick Beckert mit Platz sieben über 10.000 m. Die einzige qualifizierte Shorttrackerin Anna Seidel schied nach einem Sturz im 1500-m-Viertelfinale aus.

 

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