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Olympia - "IOC Monopoly": Japanische Medien schlagen kritischen Ton an

SID
Die japanischen Zeitungen haben mit gedämpft-kritischem Ton über die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele berichtet.

Die japanischen Zeitungen haben mit gedämpft-kritischem Ton über die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele berichtet. Sie verwiesen zwar auf den historischen Charakter des Megaevents in Tokio, mahnten jedoch auch die anhaltende Unsicherheit an und äußerten ihre Besorgnis rund um das Ereignis. Von einem "IOC Monopoly" schrieb Mainichi Shimbun.

"Es waren keine Zuschauer im Stadion mit einer Kapazität von 68.000 Zuschauern, und es fehlte an Spannung", kommentierte die Tageszeitung: "Die Dinge verliefen nach einem vom IOC erzwungenen Szenario."

Es falle "schwer, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, von dem Bach gesprochen hat". Die "aufgeblähten" Spiele würden zu einem Ereignis, "das den Menschen eine schwere Last auferlegt".

"Tokio bleibt im Ausnahmezustand", schrieb Nikkei Business Daily. Oberste Priorität der Spiele sei es, "dass es ohne weitere Ausbreitung von Infektionen sicher abgehalten wird". Asahi Shimbun schrieb über den "begrenzten Sinn" von irgendwelchen Festlichkeiten im Angesicht öffentlichen Protests. "Das Ideal der 'Olympiade des Wiederaufbaus', das das Organisationskomitee hochhielt, ist verblasst" angesichts des Ausnahmezustands in Tokio und der steigenden Zahl der Neuinfektionen in Japan.

"Kann das olympische Feuer, das nach 57 Jahren in Tokio wieder entzündet wurde, die Welt vereinen?", fragte Mainichi Shimbun: "Oder wird es eine Quelle von Spaltungen sein?" Die 32. Olympischen Spiele waren am Freitag vom japanischen Kaiser Naruhito in einer über dreieinhalbstündigen Zeremonie eröffnet worden. In Tokio stehen bis zum 8. August insgesamt 339 Entscheidungen auf dem Programm.

 

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