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Olympia

Olympia - "Enorm wichtiges Spiel": Alfred Gislason schwört Handballer auf Norwegen ein

SID
Alfred Gislason will den zweiten deutschen Sieg einfahren.

Bundestrainer Alfred Gislason hat die deutschen Handballer mit eindringlichen Worten auf das olympische Schlüsselspiel am Freitag (14.30 Uhr MESZ/ZDF und Eurosport) gegen den EM-Dritten Norwegen eingeschworen. "Es wird ein enorm wichtiges Spiel", sagte Gislason am Donnerstag in Tokio. Die Norweger hätten die "gleiche Qualität" wie Spanien und Frankreich - die beiden Gegner, gegen die das deutsche Team jeweils mit einem Tor verloren hat.

Ein Kopfproblem? Uwe Gensheimer stutzte. "Nee", sagte der Kapitän der deutschen Handballer nach kurzer Überlegung und versprach: "Wir werden weiter angreifen in diesem Turnier. Wir haben uns gesagt, dass wir unbedingt noch einen Großen schlagen wollen." Die nächste Gelegenheit dazu bietet das Schlüsselspiel gegen den EM-Dritten Norwegen am Freitag (14.30 Uhr MESZ).

Das deutsche Team steckt vor dem Duell mit dem nächsten Top-Team in einem Dilemma: Sportlich halten Gensheimer und Co. gegen die weltbesten Mannschaften seit Jahren in der Regel gut mit, doch in der Crunch Time verlieren sie genauso regelmäßig die Nerven - und so ist der fest eingeplante Viertelfinaleinzug bei den Olympischen Spielen plötzlich ernsthaft in Gefahr.

Endspiel gegen Brasilien droht

"Es wird ein enorm wichtiges Spiel", sagte Bundestrainer Alfred Gislason am Donnerstag. Die Norweger hätten die "gleiche Qualität" wie Spanien und Frankreich - jene beiden Gegner also, gegen die das deutsche Team in Tokio jeweils mit einem Tor verloren hat.

Gislason weiß, dass er jetzt auch als Psychologe gefragt ist. Seine unerschütterliche Ruhe muss der schlachtenerprobte Isländer unbedingt auf sein Team übertragen. Denn im Falle der dritten Turnierniederlage droht der DHB-Auswahl am Sonntag (12.30 Uhr MESZ) gegen Brasilien ein echtes Endspiel ums Viertelfinale.

Die (mentale) Schwäche gegen Top-Teams war nach dem nächsten Krimi ohne Happy End gegen die Franzosen (29:30) das große Thema im deutschen Lager. Ob Spielmacher Philipp Weber ("Es ist zum Kotzen"), Kreisläufer Hendrik Pekeler ("Das zieht sich schon lange Zeit wie ein roter Faden bei uns durch") oder Goalgetter Timo Kastening - sie alle monierten die fehlende Cleverness in Topspielen.

Unbedingt noch einen Großen schagen

"Wir haben unsere Eier vermissen lassen", sagte Rechtsaußen Kastening: "Ich glaube, die sollten wir wieder mal entwickeln, um dann irgendwann mal weiterzukommen."

DHB-Sportvorstand Axel Kromer mochte die Diskussion am Donnerstag nicht weiter befeuern. Er drehte das Thema lieber um. Die knappen Ergebnisse würden schließlich auch zeigen, "dass uns kaum eine Mannschaft der Welt wirklich dominiert. Und ich glaube, dass jedes Team drei Kreuze schlägt, wenn es uns bezwingt."

Bei aller positiven Herangehensweise erteilte aber selbst der öffentlich für gewöhnlich eher zurückhaltende deutsche Delegationsleiter einen klaren Auftrag: "Wir haben den Job, dass wir noch zwei Vorrundenspiele gewinnen sollten", sagte Kromer.

Gensheimer mochte dagegen ausschließlich auf das kommende Spiel blicken. "Wir haben uns gesagt, dass wir unbedingt noch einen Großen schlagen wollen", sagte er. Die erste Gelegenheit gibt es am Freitag.

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