Olympia

Olympia in Tokio: Whistleblower Rodchenkov fordert Ausschluss aller russischen Athleten

SID
Grigory Rodchenkov hatte 2016 den Dopingskandal in Russland aufgedeckt.

Doping-Whistleblower Grigory Rodchenkov (61) fordert den Ausschluss aller russischen Sportler von den Olympischen Sommerspielen im kommenden Jahr in Tokio.

"Es sollte ein Pauschalverbot ohne Ausreden und ohne Zulassung für die Athleten geben", sagte der ehemalige Leiter des Moskauer Dopinglabors im BBC-Interview.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA im Dezember wegen Manipulation der Daten, die der Aufklärung des Dopingskandals dienen sollten, suspendiert und Russland die Teilnahme an und Ausrichtung von bestimmten sportlichen Großereignissen für vier Jahre verboten. Russland hat die Vorwürfe wiederholt bestritten, die Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wird im November verhandelt.

Russische Sportler dürfen als "neutrale Athleten" starten, wenn sie nachweisen können, dass sie nicht Teil eines nach Ansicht der WADA staatlich geförderten Dopingsystems waren. Rodchenkov hofft auf ein vollständiges Verbot. "Die Fälschung der Daten setzte sich fort, Tag für Tag - ein unglaublicher Betrug von unsäglichem Ausmaß. Es zeigt, dass das Land absolut nichts lernt", sagte er.

Rodchenkov gilt als einer der Haupttäter des russischen Dopingskandals, im Mai 2016 hatte er durch seine Enthüllungen den Dopingskandal um Russland bei den Winterspielen 2014 in Sotschi ins Rollen gebracht. Rodchenkov lebt seither im Zeugenschutzprogramm des FBI in den USA.

 

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