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Wintersport

Weidle erst nicht gut, dann gut - Goggia siegt, Goggia stürzt

Von SPOX/SID
Kira Weidle ist die einzige Deutsche, die am Rennen teilnimmt.

ira Weidle schlug sich mit der rechten Faust auf ihren schwarzen Sturzhelm. Bei der Rückkehr auf ihre silberne WM-Strecke in Cortina d'Ampezzo war die beste deutsche Abfahrerin ein gutes Stück von ihrer Medaillen-Form vom vergangenen Jahr entfernt.

Platz zehn bei der wilden Ski-Show der Olympia-Favoritin Sofia Goggia aus Italien war solide - aber nicht das, was sich Weidle erhofft hatte."Es war eine Windlotterie, aber für jeden gleich", sagte Weidle über die Bedingungen, deretwegen die Strecke auch stark verkürzt worden war.

"Nur weil ich letztes Jahr gut gefahren bin", ergänzte die Vizeweltmeisterin, "heißt es ja nicht, dass ich auch dieses Jahr gut fahre." Besser lief's am Sonntag im Super-G: Beim Sieg von Elena Curtoni aus Italien fuhr sie auf Rang zwölf - es ist das beste Weltcup-Ergebnis in ihrer Nebendisziplin.

Für das große Drama an diesem Wochenende sorgte Goggia. Die Olympiasiegerin feierte am Samstag ihren sechsten Erfolg in dieser Saison und den vierten in der Abfahrt, büßte am Tag nach ihrem "schönsten Weltcup-Sieg" aber wieder mal für ihre Alles-oder-nichts-Fahrweise: Sie stürzte schwer und verletzte sich dabei allem Anschein nach schwer am linken Knie. Und das zwei Wochen vor Olympia.

Goggia war schon eine Woche zuvor in Zauchensee gestürzt - und auch am Samstag nahe an einem Crash. Zweimal fuhr die Speed Queen weit neben der Strecke und nach einer Schrecksekunde auf nur einem Ski - und war trotzdem 0,20 Sekunden schneller als Ramona Siebenhofer aus Österreich auf Rang zwei. "Es war ein wilder Ritt", berichtete die Italienerin. Am Sonntag war es zu wild.

Für die Frauen geht es nun nach Garmisch-Partenkirchen, zur Generalprobe für Peking mit Abfahrt und Super-G am Samstag und Sonntag. "Man hofft natürlich auf ein gutes Ergebnis, um mit einem guten Gefühl zu Olympia zu fahren", sagte Weidle, betonte aber zugleich: "Ich bin zuversichtlich." Für Goggia scheint das nicht zu gelten: Den Zielbereich in Cortina verließ sie gestützt auf zwei Betreuer.

Ski alpin: Super-G in Cortina d'Ampezzo im LIVETICKER

PlatzFahrerinZeit/Abstand
1Elena Curtoni1:20.98
2Tamara Tippler+0.09
3Michelle Gisin+0.24
4Federica Brignone+0.32
5Corinne Suter+0.44
6Tessa Worley+0.54
7Ragnhild Mowinckel+0.59
8Ester Ledecka+0.61
9Alice Robinson+0.62
10Mirjam Puchner+0.66
12.Kira Weidle+0.80

Ski alpin: Super G der Damen in Cortina d'Ampezzo im Liveticker zum Nachlesen

Bis bald! Damit soll es das vom Weltcup-Wochenende in Cortina d´Ampezzo gewesen sein. Wir danken für die Aufmerksamkeit und wünschen noch einen schönen Sonntag. Bis bald!

Zustand von Goggia ungewiss: Noch ist nicht klar, wie schwer sich Sofia Goggia am Knie verletzt hat. Die überragende Speed-Fahrerin der Saison muss um die Olympischen Spiele zittern, dürfte derzeit im Krankenhaus sein, um die Schwere der Verletzung abklären zu lassen. Schwer verletzt hat sich bei ihrem Sturz auch Lisa Hörnblad, die nicht mal aus eigener Kraft zu Tal fahren konnte, sondern mit einem Akia abtransportiert wurde. Gute Besserung den beiden!

Starkes Schweizer Team: Auch die Schweizerinnen hatten hinter der drittplatzierten Michelle Gisin mit dem 5. Platz von Corinne Suter ein weiteres Top-Ergebnis. Ihr fehlten zwei Zehntel zum Podium. Jasmina Flury verfehlte die Top 10 als Elfte um eine kümmerliche Hundertstel. Für Weltmeisterin Lara Gut-Behrami lief es heute nicht nach Wunsch, die Tessinerin musste sich mit Rang 13 begnügen.

Zahlreiche weitere Eidgenossinnen landeten in den Top 30: Joana Hählen (18.), Jasmina Suter (22.), Stephanie Jenal (25.) und Priska Nufer (29.). Ihren allerersten Weltcup-Punkt ergatterte Delie Durrer als 30.

Österreichisches Abschneiden: Neben der zweitplatzierten Tamara Tippler schaffte es aus österreichischer Sicht noch Mirjam Puchner unter die besten Zehn. Ramona Siebenhofer wurde Fünfzehnte, Nadine Fest Siebzehnte. Ferner strich Cornelia Hütter auf Platz 20 einen Schwung Weltcup-Punkte ein.

Weidle überzeugt: Als einzige deutsche Starterin überzeugte Kira Weidle. Die Starnbergerin brauste mit der relativ hohen Startnummer 29 auf Rang 12 und ergatterte so das beste Super-G-Ergebnis ihrer Weltcup-Karriere.

Ski alpin: Super G der Damen in Cortina d'Ampezzo im Liveticker - Sieg Curtoni

Sieg für Curtoni! Elena Curtoni springt für ihre Landsfrauen Goggia und Brignone in die Bresche und gewinnt den Super G von Cortina. Damit feiert die 30-Jährige ihren zweiten Weltcup-Sieg nach einer Abfahrt im bulgarischen Bansko 2020. Die Italienerin erwischte die Linie am Besten und nahm Tamara Tippler neun Hundertstel ab. Nur ganz knapp also verpasste die Steirerin ihren ersten Weltcup-Erfolg. Als Dritte wusste Michelle Gisin zu gefallen.

Anastasiya Shepilenko (UKR): In diesem Moment macht sich die letzte Starterin auf den Weg. Inzwischen hatten wir wieder ein paar Zielankünfte - allerdings mit sehr großen Rückständen. Nun schickt sich Anastasiya Shepilenko an, die Olimpia delle Tofane zu bezwingen.

Anouck Errard (FRA): Nun erleben wir den sechsten Ausfall in Folge. Anouck Errard erwischt die Panoramakurve nicht. Mitunter waren zuletzt recht rasante Stürze dabei, alles aber ging da jetzt glimpflich ab.

Alix Wilkinson (USA): Derzeit tun sich die Athletinnen sehr schwer, überhaupt das Ziel zu erreichen. Reihenweise scheiden die Läuferinnen jetzt aus - so nun auch Alix Wilkinson. Nach wie vor haben wir lediglich 32 Namen im Klassement stehen. Mit unter drei Sekunden Rückstand kann man noch in die Top 30 fahren. Schafft das noch eine Sportlerin?

Noemie Kolly (SUI): Nun erwarten wir Noemie Kolly. Die Eidgenossin war vor einem Jahr in Crans-Montana schon mal Zwölfte im Super G, was ihr bestes Weltcup-Resultat bedeutete. Heute aber erreicht die 23-Jährige das Ziel nicht - auch sie muss vorzeitig die Segel streichen.

Karoline Pichler (ITA): Besser schlägt sich Karoline Pichler. Die Italienerin kommt mit zwei Sekunden Rückstand im Ziel an und reiht sich als 24. ein. Das wird am Ende vermutlich reichen für die top 30. Marusa Ferk rutscht damit als Erste aus den Weltcup-Punkten heraus.

Delia Durrer (SUI): Ihr viertes Weltcup-Rennen bestreitet jetzt Delia Durrer. Die Schweizerin hat es noch nie unter die besten 30 geschafft - und das wird auch heute schwer. Mehr als drei Sekunden Rückstand sollten dafür eigentlich zu viel sein, obwohl es für den Moment Rang 29 bedeutet.

Sabrina Maier (AUT): Nur unwesentlich weiter kommt Sabrina Maier, ist in den engen Kurven zu spät dran. Den Linksschwung bekommt die Saalbacherin einfach nicht mehr herumgezogen und scheidet aus.

Patricia Mangan (USA): Allerdings gilt es auch, heil ins Ziel zu gelangen. Patricia Mangan trägt es in der Panoramakurve zu weit raus, das nächste Tor ist nicht mehr zu erreichen. Zumindest aber bleibt die US-Amerikanerin aufrecht und tut sich nicht weh - abgesehen von dem seelischen Schmerz, den die Enttäuschung auslöst.

Stephanie Jenal (SUI): Natürlich lässt jetzt auch die Leistungsfähigkeit der Athletinnen nach, es liegt also nicht nur an den sicherlich etwas nachlassenden Bedingungen. Stephanie Jenal fährt etwas besser als die Italienerin eben und kommt als 24. ins Ziel. Unzufrieden scheint die Schweizerin damit nicht zu sein.

Roberte Melesi (ITA): Weiter geht es jetzt mit Roberta Melesi. Wir haben 27 Namen im Klassement stehen. Da ist also noch etwas Platz, um ein paar Weltcup-Punkte abzustauben.

Abtransport von Hörnblad: Leider hat sich Lisa Hörnblad noch ernsthafter verletzt und wird jetzt in einem Akia zu Tal gebracht. Wir wünschen der Schwedin wie auch Sofia Goggia gute Besserung. Die Italienerin ist gerade in ein Auto gestiegen und fährt davon.

Ski alpin: Super G der Damen in Cortina d'Ampezzo heute im Liveticker - Unterbrechung

Unterbrechung: Während dieser Unterbrechung kommt im Zielraum Sofia Goggia gerade von ihrer Untersuchung aus dem Zelt - und humpelt, gestützt von zwei Herren. Also ganz so glimpflich scheint das doch nicht abgegangen zu sein.

Lisa Hörnblad (SWE): Lisa Hörnblad kommt genau an der Goggia-Stelle zu Fall. Und offenbar ist die Konstitution der Schwedin nicht so gut, um das unbeschadet wegzustecken. Die 25-Jährige tut sich weh.

Iulija Pleshkova (RUS): Kira Weidle war die Letzte, die gezeigt hat, was hier noch möglich ist. Seither tun sich die Sportlerinnen schwer, es überhaupt unter die Top 20 zu schaffen. Auch Iulija Pleshkova schafft das soeben nicht, wird 23.

Elisabeth Reisinger (AUT): Elisabeth Reisinger liegt anfangs recht gut, bringt das aber nicht zu Ende. Die Oberösterreicherin scheidet etwa bei Hälfte des Rennens aus.

Keely Cashman (USA): Noch schwerer tut sich im Anschluss Keely Cashman. Die US-Amerikanerin begrenzt den Rückstand aus unter drei Sekunden. Für den Moment ist das Rang 24. Dieser Zeitrahmen wird vermutlich Voraussetzung sein, um heute Weltcup-Punkte mitzunehmen.

Jasmina Suter (SUI): Für die Schweiz schiebt sich Jasmina Suter in den Hang, braust durch den Tofana-Schuss. Kontinuierlich bleibt allerdings Zeit liegen. Fast zwei Sekunden sammeln sich an, was lediglich für Platz 22 reicht.

Ricarda Haaser (AUT): Weit kommt Ricarda Haaser im Anschluss nicht. Bei einem Linksschwung verdreht es sie, die ÖSV-Läuferin ist weit von der Linie weg und erkennt die Ausweglosigkeit der Situation. Die 28-Jährige gibt auf.

Ski alpin: Super G der Damen in Cortina d'Ampezzo heute im Liveticker - Weidle auf Platz 12

Kira Weidle (GER): Jetzt ist die einzige deutsche Starterin an der Reihe. Der Abschnitt mit den engen Kurven liegt Kira Weidle natürlich nicht so, dort fehlen schon fast neun Zehntel. Ihr Streckenabschnitt aber folgt danach. Und in der Tat fährt das die Starnbergerin richtig stark, holt noch spürbar auf. Mit acht Zehnteln Rückstand kommt sie im Ziel als Zwölfte an. Das wäre ihr bestes Weltcup-Resultat im Super G.

Joana Hählen (SUI): Dann kämpft Joana Hählen mit der Piste, erwischt die Linie immer mal wieder nicht optimal. Erst ganz unten fährt das die Schweizerin stark, holt d noch ein paar Hundertstel raus, was aber nur noch für Rang 17 reicht.

Cornelia Hütter (AUT): Nach einer guten ersten Zwischenzeit trägt es Cornelia Hütter in der Panoramakurve weit raus. Dort staubt der Schnee heftig auf, weil die Österreicherin die Ski so hart setzen muss. Zum Ende verliert die 29-Jährige nicht mehr so viel hinzu. Aber hier reicht es ebenfalls nicht für die Top 15.

Tiffany Gauthier (FRA): Ganz ordentlich ist im Anschluss Tiffany Gauthier unterwegs. Die Französin fährt recht gut auf Zug. Nach unten aber büßt auch sie ein. Dort lässt die Piste ganz schnelle Zeiten wohl nicht mehr zu. So wächst das Defizit ebenfalls noch auf mehr als eine Sekunde an.

Priska Nufer (SUI): Im technischen Teil hat Priska Nufer so ihre Schwierigkeiten mit den Schlägen, wird da beinahe abgeworfen. So richtig in Fahrt kommt die Eidgenossin nicht, obwohl sich hart kämpft. Mehr als Rang 19 ist nicht drin.

Nadine Fest (AUT): Richtig stark fährt anschlieend Nadine Fest. Die Villacherin setzt zwei Zwischenbestzeiten. So schnell war lange keine mehr. So lässt sich das nicht fortsetzen. IM zweiten Streckenteil büßt die Kärntnerin noch mehr als eine Sekunde ein, womit es sie aus den Top 15 spült.

Nicol Delago (ITA): Oben nimmt Nicol Delago gehörig Fahrt auf. Das kostet eine Sekunde. Und dabei bleibt es nicht. Bis zum Ziel sammeln sich zweieinhalb Sekunden an, Delago sortiert sich als Siebzehnte ein.

Christine Scheyer (AUT): Mehr hat offenbar Christine Scheyer vor. Doch die Vorarlbergerin hat wie Ferk Probleme in der Panoramakurve, verliert aber deutlich weniger. Es ist also noch etwas drin. Doch dann geraten ihr die Ski beim Umsetzen übereinander, was so ein wenig wie ein Anfängerfehler ausschaut. Aber bei diesen Geschwindigkeiten ist das schnell passiert. Scheyer kommt zu Sturz, verletzt sich dabei aber glücklicherweise nicht.

Marusa Ferk (SLO): Gute Ergebnisse sind nach wie vor drin, auch wenn es für ganz vorn nicht mehr reichen wird. Motivation genug also für Marusa Ferk. In der Panoramakurve muss die Slowenin den Ski hart setzen, bleibt lange auf der Kante, um das nächste Tor zu erwischen. Zack, schon sind anderthalb Sekunden weg. Und dabei bleibt es im weiteren Verlauf nicht. Die 33-Jährige kassiert eine mächtige Packung und übernimmt die Rote Laterne.

Marie-Michele Gagnon (CAN): Obwohl sich die Piste noch in gutem Zustand befindet, scheint das Podium nun wohl doch gemacht. Dafür leistet sich nun auch Marie-Michele Gagnon zu viele Fehler. Die Kanadierin ist immer mal wieder zu spät. Und irgendwann geht sich das nicht mehr aus. Bei einem Rechtsschwung gerät sie zu weit nach unten und gibt nach dem folgenden Tor auf.

Ragnhild Mowinckel (NOR): Noch machen wir ans Podium keinen Haken, denn Ragnhild Mowinckel ist unterwegs. Die Zweite von Val d´Isere ist anfangs dabei. Die ideale Linie jedoch findet die Norwegerin dann nicht. So gerät das Podium außer Reichweite. Die 29-Jährige reiht sich als Siebte ein.

Romane Miradoli (FRA): Im Anschluss geht es Romane Miradoli an. Die Französin zeigt eine forsche Herangehensweise, sucht direkte Wege. Doch kurz vor dem Ziel hätte sie in die Linie investieren müssen. Das kostet entscheidend Zeit und wirft sie zurück auf Position 11.

Mikaela Shiffrin (USA): Dann ist Mikaela Shiffrin unterwegs. Die Weltmeisterin von 2019 wurde hier zuletzt WM-Dritte. Mit ihr muss absolut gerechnet werden. Doch absolute Attacke reitet die US-Amerikanerin nicht, möchte keinen Sturz riskieren. So sammelt sich eine Sekunde Rückstand an. In jedem Fall nimmt die 26-Jährige hier einen Schwung Weltcup-Punkte mit.

Michelle Gisin (SUI): Richtig gut legt Michelle Gisin los. Die Engelbergerin setzt oben eine Bestzeit. Die sanfte Schleicherin sucht eine enge Linie und ist so bei den Besten dabei. Da liegt ein Spitzenergebnis in der Luft. Gisin holt unten noch etwas raus. Eine knappe Viertelsekunde Defizit bleibt, was aber für Rang 3 reicht. Die Schweizerin freut sich unüberhörbar.

Marta Bassino (ITA): Marta Bassino kommt nicht so gut zurecht, die Technikern nimmt zu wenig Geschwindigkeit auf, zeigt zudem einigen Respekt vor der Piste. Das kostet in der Summe weit mehr als anderthalb Sekunden und bedeutet die Rote Laterne.

Ramona Siebenhofer (AUT): Weiter geht es mit Ramona Siebenhofer. Die Zweite der gestrigen Abfahrt geht mit einem entsprechend guten Gefühl ins Rennen. Die technischen Schwierigkeiten meistert die Salzburgerin überraschen gut. Nur einmal setzt sie die Kanten hart. Das passt bislang, doch im unteren Teil findet die 30-Jährige nicht die optimale Linie, wird weit nach rechts abgetragen und büßt noch eine Menge Zeit ein. Das wirft sie bis ans Ende des Klassements zurück.

Ski alpin: Super G der Damen in Cortina d'Ampezzo heute im Liveticker - Unterbrechung

Unterbrechung: Natürlich muss das Rennen unterbrochen werden. Dann steigt Sofia Goggia tatsächlich wieder auf ihre Ski und rutscht ohne fremde Hilfe hinunter ins Ziel. Vermutlich werden erst anschließende Untersuchungen klären, ob sie da Verletzungen davonträgt. Zunächst aber ist es ein gutes Zeichen, dass die 29-Jährige selbst nach unten gefahren ist.

Sofia Goggia (ITA): Nun aber legt Sofia Goggia los. Der Top-Speed dort oben passt schon mal, das wurde keine schneller geblitzt. Doch dann passiert es! Einen ersten kleinen Fehler korrigiert die Italienerin noch, dann aber verschneidet es ihr die Ski. Sie wird völlig ausgehoben. Goggia legt fast einen Salto hin, knallt voll ins nächste Tor. Das schaut gar nicht gut aus. Doch nach kurzer Zeit berappelt sie sich, schnallt sich erst einmal selbst die Ski ab und steht wenig später wieder. Sollte da alles heil geblieben sein. Das scheint schwer vorstellbar.

Jasmine Flury (SUI): Eine weitere Eidgenossin steht bereit. Anders als ihre Landsfrauen findet Jasmine Flury besser ins Rennen. Doch der ärgerliche Fehler bleibt nicht aus. Die 25-Jährige ist spät dran, fährt da viel zu tief und verliert an Tempo, weil sie die Ski kurz quer stellen muss. So fehlen im Ziel fast sieben Zehntel.

Corinne Suter (SUI): Nachdem es bei Lara Gut-Behrami nicht so funktioniert hat, zählen die Schweizer jetzt auf Corinne Suter. Die wurde an dieser Stelle vor knapp einem Jahr Vizeweltmeisterin. Doch auch die 27-Jährige kommt nicht recht in Fahrt. Schnell ist eine halbe Sekunde weg. Erst im letzten Streckenteil kommt Suter besser voran, holt dort noch etwas auf und schiebt sich an Position 4.

Laura Gauche (FRA): Danach geht Laura Gauche die Aufgabe an. Die Französin wirkt in ihrer Herangehensweise etwas zögerlich. Dann ist die 26-Jährige spät dran. Plötzlich drückt es sie nach unten, die Kanten greifen. Gauche kommt zu Fall. Zu allem Übel lösen die Bindungen nicht aus. Einzig der Airbag am Oberkörper geht auf. Und glücklicherweise bleiben die ohnehin schmerzenden Knie der Französin verschont. Wenig später steht sie nämlich wieder und rutscht aus eigener Kraft zu Tal.

Federica Brignone (ITA): Doch die gastgebenden Italiener haben gleich die nächste heiße Anwärterin am Start. Federica Brignone investiert in die Linie, ist so früh dran. Der Bestzeit jedoch fährt die 32-Jährige stets knapp hinterher. Es fehlen letztlich gut drei Zehntel, Brignone sortiert sich als Dritte ein.

Francesca Marsaglia (ITA): Dann stößt sich Francesca Marsaglia oben ab. Die Italienerin trifft die Linie schon oben nicht gut genug, investiert auch nicht. Und dann passiert ihr ein zusätzlich ein Fehler. Marsaglia ist zu spät dran, wird bei einem Rechtsschwung weit abgetragen. Das nächste Tor ist so nicht mehr zu erreichen. Aus und vorbei!

Lara Gut-Behrami (SUI): Nun werden wir sehen, was in der Piste steckt. Lara Gut-Behrami (SUI) wurde genau hier vor knapp einem Jahr Super-G-Weltmeisterin. Im technischen Teil ist die Tessinerin einmal kurz aus der Position, zögert einen Moment in aufrechter Position. Prompt ist eine Viertelsekunde weg.

Mirjam Puchner (AUT): Jetzt sollten die Athletinnen wissen, wo es lang geht. Sicherlich lässt sich der ein oder andere Schwung noch mehr auf Zug fahren. Etwas schneller sollte es schon noch gehen.

Elena Curtoni (ITA): Jetzt ist die erste der starken Italienerinnen an der Reihe. Elena Curtoni trifft die Linie von allen bisher am Besten. Da zahlen sich offenbar erste Informationen der bisherigen Läuferinnen aus. Das nutzt die 30-Jährige, zieht das bis unten durch und schiebt sich eine knappe Zehntel vor Tamara Tippler an die Spitze.

Alice Robinson (NZL): Dann begibt sich Alice Robinson in den Tofana-Schuss. Dem außergewöhnlichen Skitalent ist immer eine Menge zuzutrauen. Die Neuseeländerin ist auf dem Niveau der Spitzenreiterin unterwegs. Zum Ende jedoch trifft sie die Linie nicht ideal. An der letzten Zwischenzeit büßt Robinson gut eine halbe Sekunde ein und rutscht damit ans Ende des Klassements ab.

Tamara Tippler (AUT): Als erste Österreicherin macht sich Tamara Tippler auf den Weg.

Tessa Worley (FRA): Nun schiebt sich Tessa Worley in den Hang.

Ester Ledecka (CZE): Jetzt eröffnet Ester Ledecka den Wettkampf. Schnell nimmt die Tschechin Fahrt auf. Dann wird es technisch. Die Olympiasiegerin ist mitunter etwas spät dran, muss die Ski auch schon mal quer stellen. Zum Ende geht es dann nur noch geradeaus. Der Zielsprung sorgt noch für eine Schrecksekunde. Mal sehen, was diese Fahrt wert ist.

Ski alpin: Super G der Damen in Cortina d'Ampezzo heute im Liveticker - Start

Vor Beginn: Auf der Südseite der Alpen herrscht wunderbares Wetter. Die Sonne strahlt bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt von blauen Himmel. Schnee gibt es recht wenig, aber natürlich präsentiert sich die Piste hervorragend präpariert. Es ist angerichtet.

Vor Beginn: Nachdem gestern für den DSV auch Katrin Hirtl-Stanggaßinger am Start war, ist Kira Weidle (Startnummer 29) heute mal wieder die deutsche Einzelkämpferin. Dabei ist die Starnbergerin, die am Samstag in der Abfahrt Zehnte wurde, im Super G nicht so stark einzuschätzen. Lediglich einmal fuhr sie im Weltcup unter die Top 15, das war vor gut einem Jahr in St. Anton.

Vor Beginn: Im Olympiaort von 1956 prägen der Monte Cristallo oder die 3.244 Meter hohe Tofana die Mezzo das Bild. Letztere gibt der Wettkampfpiste zugleich ihren Namen. Auf der Olimpia delle Tofane warten heute 2.010 Meter Strecke. Vom Start auf 2.160 Metern weist die Kurssetzung von Franz Gamper den Weg über die 600 Höhenmeter zu Tal. Der Südtiroler Trainer in Diensten des tschechischen Verbandes hat 44 Tore gesteckt.

Vor Beginn: Unter den 59 Athletinnen die heute beim Super-G in Cortina d'Ampezzo starten ist Kira Weidle die einzige Deutsche. Nachdem gestern für den DSV auch Katrin Hirtl-Stanggaßinger am Start war, ist Kira Weidle (Startnummer 29) heute mal wieder die deutsche Einzelkämpferin. Dabei ist die Starnbergerin, die am Samstag in der Abfahrt Zehnte wurde, im Super G nicht so stark einzuschätzen. Lediglich einmal fuhr sie im Weltcup unter die Top 15, das war vor gut einem Jahr in St. Anton.

Vor Beginn: Sofia Goggia, Führende im Abfahrts- und Super-G-Weltcup, gewann die gestrige Abfahrt in Cortina d'Ampezzo. Zweite wurde die Österreicherin Ramona Siebenhofer, Dritte Ester Ledecka. Heute steht zwar keine Abfahrt, sondern ein Super-G an. Das Favoritenbild ändert sich jedoch nicht besonders. Auch heute zählt die Italienerin zum engen Favoritenkreis.

Vor Beginn: Die erste Läuferin verlässt um 11.45 Uhr das Starthaus.

Vor Beginn: Hallo und herzlich willkommen zum Super-G der Damen in Cortina d'Ampezzo.

Ski alpin: Super G der Damen in Cortina d'Ampezzo heute im TV und Livestream

Wer den Super-G der Damen heute live verfolgen möchte, kann dies in der ARD oder auf Eurosport 2/DAZN machen. Der öffentlich-rechtliche Sender ARD überträgt das Rennen im Free-TV und im Gratis-Livestream. Eurosport 2 ist ein Pay-TV-Sender, deshalb ist der Zugang zu diesem nicht kostenlos. Alle, die ein DAZN-Abo haben, können wegen der gemeinsamen Kooperation jedoch ebenso auf den Eurosport-Livestream zugreifen.

Ein DAZN-Monatsabo ist für 14,99 Euro pro Monat zu haben. Das Jahresabo ist mit einem Preis in Höhe von 149,99 Euro pro Monat versehen.

Ski alpin: Der Stand im Weltcup der Damen

RangNamePunkte
1.Mikaela Shiffrin966
2.Petra Vlhova929
3.Sofia Goggia769
4.Sara Hector582
5.Federica Brignone559
6.Ramona Siebenhofer517
7.Lara Gut-Behrami498
8.Michelle Gisin425
9.Wendy Holdener421
10.Ragnhild Mowinckel397

 

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