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Wintersport

Skispringen: Eisenbichler in Willingen Achter - Granerud siegt

SID
Vor der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf bestreiten die Skispringer in Rasnov noch einen Weltcup.
© getty

Markus Eisenbichler Achter, Karl Geiger Elfter: Für die deutschen Skispringer bringt das erste Heimspringen in Willingen eine Enttäuschung. Sieger Halvor Egner Granerud lässt derweil die Muskeln spielen.

Markus Eisenbichler war stinkig. Die berühmte Willinger Party-Stimmung fehlte beim Geister-Weltcup im Sauerland zwar ohnehin, doch Platz acht hatte dem Skisprung-Weltmeister dann restlos die Laune verhagelt. "Gut war da nix. Wenn ich zwei gute Sprünge mache, wäre ich ja weiter vorne", sagte Eisenbichler dem SID: "Ich bin ja die ganze Zeit in den Top 10, das ist nicht so schlecht. Aber ich weiß, dass ich mehr drauf habe - und deshalb nervt das."

Beim Sieg von Norwegens Weltcup-Spitzenreiter Halvor Egner Granerud im ersten von zwei Springen an der Mühlenkopfschanze sprangen die DSV-Adler klar am Podest vorbei, der Start in die heiße Phase vor der WM in Oberstdorf (ab 23. Februar) endete mit einer kalten Dusche. 18 Meter fehlten selbst Eisenbichler als bestem DSV-Adler zu Granerud, zehn Meter zum Podest - miese Laune war die logische Folge.

"Ich weiß auch nicht, woran es lag. Der erste Sprung war nicht optimal, aber der zweite hat sich eigentlich gut angefühlt - aber unten geht mir der Speed verloren", sagte Eisenbichler nach Sprüngen auf 137,5 und 139,5 m. Auch sein Kumpel Karl Geiger hatte wenig Grund zur Freude, nach verkorkstem ersten Sprung machte der Skiflug-Weltmeister immerhin noch neun Plätze gut und wurde Elfter.

"Ich hoffe, ich kann den Schwung vom zweiten Sprung mitnehmen. Davor habe ich mich echt schwer getan", sagte Geiger dem SID. Klar, Granerud und Co. seien extrem stark geflogen, "aber ich muss mich an die eigene Nase packen. Wenn ich meine Sprünge zeige so wie im zweiten Durchgang, dann geht es auch wieder aufwärts."

Skispringen in Willingen: Granerud untermauert WM-Favoritenrolle

In einem hochklassigen Wettkampf setzte sich Granerud mit Sprüngen auf 147,5 und 145,5 m (285,5 Punkte) vor seinem Landsmann Daniel Andre Tande (276,6 Punkte/145,0+140,5 m) durch und untermauerte seine Favoritenrolle für die WM. Mit seinem siebten Saisonsieg baute er die Führung im Gesamtweltcup auf 278 Punkte vor Eisenbichler aus.

Polens Topstar Kamil Stoch auf Platz drei (272,2 Punkte) lag am Samstag noch deutlich vor Deutschlands Nummer eins (252,8) - kurz vor der WM haben vor allem Norwegen und Polen einen satten Vorsprung vor dem deutschen Team.

Bundestrainer Stefan Horngacher wollte nach dem Wettkampf das Positive sehen. "Alle im Finale haben sich gesteigert", sagte er in der ARD: "Karls Sprung war so, wie man sich den vorstellt. Er hat sich ein bisschen reingequält. Markus hatte Pech mit den Verhältnissen."

Jedoch schaffte es von sechs deutschen Springern neben Eisenbichler und Geiger nur Pius Paschke in den zweiten Durchgang und kam auf Platz 24. Constantin Schmid schied als 31. ebenso aus wie Martin Hamann (33.) und Severin Freund (37.) - die deutschen Springer haben weiterhin ein Mannschafts-Problem.

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