Wintersport

"Lockerheit fehlt": Rießle Fünfter, Kombi-Staffel gegen Norwegen chancenlos

SID
Fabien Rießle war mit der Staffel gegen Norwegen chancenlos.
© getty

Das Springen bleibt das große Problem der deutschen Kombinierer. Auch beim Heim-Weltcup in Oberstdorf reichte es aus schlechten Ausgangspositionen nicht für ganz vorne - Fabian Rießle war als Fünfter der beste Einzelstarter.

Fabian Rießle stürmte mit großem Kämpferherz von Platz 15 auf fünf nach vorne, die Staffel sicherte sich mit riesiger Moral Platz zwei: Die deutschen Kombinierer waren auch beim Heim-Weltcup in Oberstdorf lediglich Meister der Schadensbegrenzung. Um die weiter dominierenden Norweger ernsthaft zu gefährden, fehlt den DSV-Assen weiter die nötige Sprungstärke.

"Norwegen ist im Moment richtig stark. Unser Problem ist, dass wir uns derzeit zu sehr auf die Schanze konzentrieren müssen, dadurch fehlt uns ein wenig die Lockerheit", sagte Rießle in der ARD.

Mit rund 1:30 Minuten Rückstand war der Schwarzwälder noch als aussichtsreicher der stärksten deutschen Läufer in die Loipe gegangen - deutlich zuviel um einen Jarl Magnus Riiber zu gefährden. Norwegens Topstar siegte am Sonntag bei der Generalprobe für die WM 2021 an gleicher Stelle vor seinem Landsmann Jens Luraas Oftebro und feierte seinen achten Erfolg im zehnten Saisonrennen.

Rießle, dem rund 30 Sekunden zu Platz drei fehlten, grämte sich ein wenig, den Zielsprint um den vierten Rang "wieder einmal" gegen Norwegens Routinier Jörgen Graabak verloren zu haben: "Das ärgert mich am meisten, deshalb bin ich nicht ganz zufrieden." Manuel Faißt (Baiersbronn) wurde als zweitbester Deutscher Neunter.

Die weiteren Deutschen hatten nach einem schwachen Springen keine Chance mehr auf ein gutes Ergebnis. Die Oberstdorfer Lokalmatadoren Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek kamen auf Platz 18 und 27. Rekordweltmeister Eric Frenzel, der mit der Schattenbergschanze überhaupt nicht zurechtkam und am Samstag deshalb nicht in der Staffel eingesetzt wurde, landete auf dem 29. Rang.

In der Staffel am Samstag waren die deutschen Kombinierer von Platz vier nach dem Springen noch auf Platz zwei gelaufen. Gegen Sieger Norwegen war das DSV-Quartett aber absolut chancenlos. "Ich bin zufrieden, glücklich bin ich aber natürlich nicht, dazu ist der Rückstand zu groß", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch in der ARD angesichts von 1:34,3 Minuten im einzigen Mannschafts-Wettkampf der Saison.

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