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Wintersport

Freund in Lillehammer Fünfter

SID
Kenneth Gangnes gelang sein erster Weltcupsieg
© getty

Severin Freund hat in Lillehammer einen erneuten Podestplatz knapp verpasst. Der 27-Jährige aus Rastbüchl musste sich einen Tag nach seinem 19. Weltcup-Sieg mit Rang fünf begnügen, behielt aber das Gelbe Trikot. Den ersten Sieg seiner Karriere holte Kenneth Gangnes vor Peter Prevc und Johann Andre Forfang.

Im Skisprung-Chaos von Lillehammer hat Severin Freund mit einem Kraftakt und hohem Pokereinsatz sein liebgewonnenes Gelbes Trikot zurückerkämpft. "Es war nicht leicht hier, und deshalb kann ich sehr zufrieden sein", sagte der 27-Jährige, der nach seinem Abbruch-Sieg am Samstag und Platz fünf am Sonntag den Gesamtweltcup wieder hauchdünn anführt.

Mit Platz drei in Klingenthal hatte Freund Gelb verloren, mit seinem 19. Weltcupsieg in Lillehammer wieder erobert. Am Sonntag brauchte es dann eine veritable Aufholjagd, um vorne zu bleiben: Nur Zehnter war Freund nach dem ersten Durchgang, Bundestrainer Werner Schuster verkürzte dann vor dem zweiten Sprung seines Musterschülers den Anlauf. Der folgende Punkte-Bonus spülte Freund beim ersten Weltcupsieg des Norwegers Kenneth Gangnes noch auf Platz fünf. Der Niederbayer kommt damit auf 205 Weltcup-Punkte, Gangnes auf 204.

"Es war die alleinige Entscheidung des Trainers zu verkürzen", sagte Freund, der seit Samstag einen Sieg mehr als Sven Hannawald auf dem Karriere-Konto hat: "Aber das braucht man auch nicht abzustimmen. Wenn er sieht, dass es beim Wind auch so reicht, dann macht er das eben. Mein erster Sprung war ja auch nicht gut - es kann eben nicht immer Sonntag sein."

Außenseiter Gangnes siegte am Sonntag vor Peter Prevc (Slowenien) und Johann Andre Forfang (Norwegen). Richard Freitag (Aue) und Andreas Wellinger (Ruhpolding) rundeten auf den Plätzen sechs und sieben das gute deutsche Ergebnis ab, auch Andreas Wank (Hinterzarten/10.) überzeugte auf der kleinen Lysgårds-Schanze.

Erfolgreiches Freund-Wochenende

Für Freund war es ein erfolgreiches Wochenende, für das Skispringen an sich wie schon bei der Totalabsage in Kuusamo eine Woche zuvor ein wenig erfreuliches - auch wenn es diesmal immerhin zwei gewertete Springen gab. Am Freitag und am Samstag war die Qualifikation abgesagt, beide Springen auf die kleinere, weniger windanfälligere Schanze verlegt worden.

Vor gähnend leeren Rängen war vor allem der mit aller Macht durchgezogene Durchgang am Samstagabend eine Qual für Springer und die verbliebenen Zuschauer. Nach 2:12 Stunden wurde Freund mit seinem Sprung auf 94,5 m zum Sieger erklärt.

Der Weltmeister selbst wirkte dabei überrascht, vorne zu liegen - der Pole Klemens Muranka auf Platz 23 lieferte fünf Meter mehr ab. Die Wind-Boni und -Mali machten den Wettbewerb bei minütlich ändernden Bedingungen zu einer ziemlich undurchsichtigen Angelegenheit.

Bis Februar kehrt der Weltcup nun Skandinavien den Rücken. Am kommenden Wochenende stehen zwei Springen im russischen Nischni Tagil an, danach geht es über Engelberg/Schweiz zur Vierschanzentournee. Zumindest letzteres dürfte weniger trostlos werden.

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