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Wintersport

Herrmann wird Vierte und steigt aus

SID
Denise Herrmann schaffte in Toblach das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere
© Getty

Denise Herrmann hat den deutschen Skilangläuferinnen den zweiten vierten Platz bei der Tour de Ski in Serie beschert und sich nach dem besten Weltcup-Resultat ihrer Karriere direkt mit der Heimreise beschenkt.

"Ich stand mit den Besten der Welt im Finale. Das war einfach ein geiles Gefühl", sagte die 23-Jährige nach ihrem starken Sprint-Auftritt auf der sechsten Etappe in Toblach: "Jetzt überlasse ich den anderen das Feld und verzichte auf den knochenharten Rest."

Sie will stattdessen beim Weltcup am übernächsten Wochenende in Mailand den diesmal noch knapp verpassten ersten Podestplatz ihrer Karriere holen.

Chancen auf die Siegprämie von 100.000 Schweizer Franken für die Gesamtwertung hat Sprintspezialistin Herrmann wie alle anderen deutschen Skilangläufer beim Saisonhöhepunkt ohnehin nicht mehr. Deshalb konzentrieren sie sich auf die einzelnen Etappen - mit Erfolg.

Wenzl und Kolb überzeugen

Am Vortag hatten Nicole Fessel, Stefanie Böhler und Axel Teichmann die Plätze vier bis sechs belegt. Diesmal überzeugten neben der Oberwiesenthalerin Herrmann Josef Wenzl als Siebter und Hanna Kolb auf Platz acht.

"Bei den Mädes hat es Klick gemacht. Sie können es, und bei der Tour haben sie es endlich auch gezeigt", sagte Bundestrainer Jochen Behle: "Denise hat sich einfach super verkauft." Die am Vortag noch auf Platz vier gestürmte Nicole Fessel stürzte im Viertelfinale und belegte Platz 26.

"Ich ärgere mich wahnsinnig, dass ich mich auf den Arsch gesetzt habe." Beste Deutsche in der Gesamtwertung ist nach ihrem 19. Platz nun Katrin Zeller als Zehnte direkt vor Stefanie Böhler.

Angerer zeigt Steigerung "mit Wut im Bauch"

Tobias Angerer zeigte am Tag nach seinem Debakel über 5 km eine deutliche Leistungssteigerung, überstand überraschend die Qualifikation und belegte einen für ihn guten 20. Rang.

"Ich bin mit Wut im Bauch raus, und es hat richtig Spaß gemacht", sagte Angerer. Er ist dank der gewonnenen Bonus-Sekunden in der Gesamtwertung auf Platz 14 wieder bester Deutscher direkt vor Jens Filbrich. Aber Angerer, der erste Gesamtsieger der Tour de Ski im Jahr 2007, will "auf jeden Fall noch in die Top Ten."

Northug verkürzt Rückstand

Ganz vorn deuten sich nach der sechsten von neun Etappen dramatische Duelle um den Gesamtsieg an, der am Sonntag nach einem brutalen Anstieg auf einem Alpinhang in Val di Fiemme vergeben wird. Bei den Frauen liegt die Norwegerin Marit Björgen nach dem dritten Etappensieg in Folge nur noch 4,8 Sekunden hinter der diesmal drittplatzierten Polin Justyna Kowalczyk.

Bei den Männern verkürzte Petter Northug (Norwegen) mit Sprint-Platz zwei den Rückstand auf den Schweizer Dario Cologna auf 13,5 Sekunden.

Den Sprint Sieg sicherte sich der Russe Nikolai Morilow. Axel Teichmann (34.) und Jens Filbrich (45.) waren bereits in der Qualifikation gescheitert.

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