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Wintersport

Ackermann gewinnt auch kleine Kristallkugel

SID
Ackermann, Ronny
© Getty

Oslo - Vor den Augen von Norwegens König Harald V. hat Weltcup-Triumphator Ronny Ackermann seine überragende Saison mit dem Gewinn der kleinen Kristallkugel gekrönt.

Dem Gesamt-Weltcupsieger aus Thüringen reichte beim verregneten Saisonfinale am Holmenkollen ein 17. Platz, um auch den Gesamterfolg im Sprint-Weltcup der Nordischen Kombinierer perfekt zu machen.

"Die Saison ist optimal gelaufen. Ich wollte mir unbedingt noch die kleine Kugel holen. Ich hätte nicht geglaubt, dass es so ausgeht", sagte Ackermann. Bundestrainer Hermann Weinbuch jubelte: "Wir hatten uns hohe Ziele gesteckt und haben diese noch übertroffen. Wir haben alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Das macht uns stolz."

Tande hat die Nase vorn

Das letzte Saisonrennen mit einem Sprung und dem 7,5-Kilometer- Langlauf entschied der Norweger Petter Tande im Fotofinish vor Mario Stecher (Österreich) für sich.

Ackermann, der im Einzel-Wettbewerb Rang drei hinter den Österreichern Bernhard Gruber und Christoph Bieler belegt hatte, spielte keine Rolle und erreichte das Ziel 1:44 Minuten nach dem Sieger. "Das Material war heute nicht optimal. Es war auch etwas Glück dabei, denn es hätte anders ausgehen können", sagte der viermalige Weltmeister aus Dermbach.

Mit 511 Zählern verwies er in der Disziplinwertung den Franzosen Jason Lamy Chappuis (504), der als 22. seine Chancen verspielte, und Gruber (497) knapp auf die Plätze.

Frenezl ein kleiner Stern

Bester Deutscher war Eric Frenzel mit einem Rückstand von 58 Sekunden auf Rang sieben. "Ich war etwas müde, denn die Saison war lang. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden", erklärte der 19-Jährige.

Auch in der Gesamtwertung belegte der Sachse in seiner ersten Weltcup-Saison auf Anhieb den siebten Platz. "Da ist ein kleiner Stern aufgegangen. Mich hat überrascht, dass er schon so konstant ist", lobte Weinbuch.

Eine Ausnahmeerscheinung

Überstrahlt wurden aber alle von Ackermann. Der 30 Jahre alte Thüringer feierte in diesem Winter drei Siege und stand weitere achtmal auf dem Podest. In der Gesamtwertung setzte er sich mit 1174 Punkten souverän vor Tande (978) durch.

"Ronny ist eine Ausnahmeerscheinung. Er war der Ausgeglichenste und Konstanteste. Der WM-Titel im Vorjahr hat ihm noch einmal einen Kick und neue Motivation gegeben", würdigte Weinbuch den überragenden Kombinierer dieser Saison.

Als Lohn für seine Erfolge kassierte Ackermann allein vom Weltverband FIS knapp 53.000 Euro an Prämien. Bevor er zum Urlaub in die Sonne düst, will sich der Weltcupsieger noch medizinisch durchchecken lassen. "Ich möchte herausfinden, weshalb ich in den vergangenen Wochen immer wieder von Infekten geplagt wurde - und das dann möglichst abstellen", kündigte Ackermann an.

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