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Tennis

Alexander Zverev macht sich bereit fürs Achtelfinale: Abschalten mit Astrophysik

SID

Alexander Zverev ist nur noch einen Schritt vom großen Duell mit Rafael Nadal entfernt. Doch schon zuvor dürfte er am Sonntag erstmals in Melbourne richtig gefordert werden.

Mit Stephen Hawking hinaus in ganz andere Sphären - wann immer Alexander Zverev für einige Momente den Druck der Titeljagd in Melbourne ausblenden will, nimmt er sich sein Buch zur Hand und taucht ab in die Welt des Astrophysikers. "Es ist einfach ein guter Weg, abzuschalten. Ich war schon immer sehr am Weltall interessiert", sagte der Tennis-Topspieler zu seiner Leidenschaft, der er auch während der Australian Open Zeit einräumt.

"Ich bin jemand, der sich sehr interessiert, von wo wir kamen, von was wir stammen", sagte Zverev, der es sich zum Relaxen in seinem schicken Hotelzimmer gemütlich macht und die Beine ausstreckt, die ihn schon am Sonntag zum nächsten Sieg tragen sollen. Dann (nicht vor 5.00 Uhr MEZ) steht dem 24 Jahre alten Olympiasieger am Yarra River die erste echte Herausforderung bevor gegen den Kanadier Denis Shapovalov.

"Er ist ein Spieler mit einem höheren Niveau", sagte Zverev vor der Achtelfinalpartie: "Ich werde versuchen, meinen Rhythmus so zu bekommen, dass ich erfolgreich sein kann." Sollte dies gelingen, könnte ein Duell mit dem 20-maligen Grand-Slam-Champion Rafael Nadal folgen. "Klar habe ich die Auslosung gesehen. Rafa spielt enorm gutes Tennis", sagte Zverev, der abermals die Chance hätte, seine Bilanz gegen Top-10-Spieler bei Majors aufzupolieren - noch steht diese bei 0:11.

Doch zuvor gilt es erstmal, Shapovalov in Schach zu halten. "Ich bin durch die erste Woche ohne Satzverlust gekommen. Das ist immer sehr positiv, ich stecke noch voller Energie", sagte Zverev, der als Favorit in das Match geht. Aber er wird seine volle Konzentration brauchen im Aufeinandertreffen mit dem 22 Jahre alten Linkshänder, der in der dritten Runde die knifflige Aufgabe gegen den US-Aufschlagriesen Reilly Opelka in vier Sätzen löste.

Am Samstag absolvierte Zverev am Nachmittag im immer heißeren Melbourne auf Trainingsplatz 18 noch eine Einheit, bevor er sich durchkneten ließ und den Abend beim Kartenspielen mit Bruder Mischa ausklingen lassen wollte. Auch das ist ein guter Weg für Zverev, abzuschalten und sich nicht permanent mit der Chance auf seinen ersten Grand-Slam-Titel zu befassen.

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