Tennis

Tennis: Boris Becker gibt Startschuss für Akademie in Hessen

SID
Boris Becker will dem Tennis in Deutschland helfen.

Tennis-Ikone Boris Becker will seinem Sport in Deutschland in einer neuen Rolle zu altem Glanz verhelfen. Der sechsmalige Grand-Slam-Sieger gab am Donnerstag den Startschuss für eine neue Akademie im hessischen Hochheim. Die "Boris Becker International Tennis Academy" soll talentierten Nachwuchsspielern optimale Bedingungen verschaffen. Die Eröffnung der Akademie, für die rund 20 Millionen Euro investiert werden, ist für Frühjahr 2021 geplant.

"Ich sehe mich als Schirmherr. Wo Boris Becker draufsteht, muss auch Boris Becker drin sein", sagte Becker auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden.

Demnach werde er seine Philosophie in die Trainingsarbeit einfließen lassen, rund 30 Tennislehrerinnen und -lehrer werden an der Akademie arbeiten.

Die Idee stammt vom Wiesbadener Immobilienunternehmer Khaled Ezzedine, der Becker kontaktierte und das Projekt maßgeblich vorantreibt.

Becker: "Tennis lebt in Deutschland"

Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab der 6. Klasse aus aller Welt, die sich für die Aufnahme bewerben können und an der Akademie auch ihr Abitur ablegen können. Die Kosten für interessierte Eltern werden bei etwa 50.000 Euro im Jahr liegen.

Auf insgesamt 48.000 Quadratmetern entsteht ein Gelände unter anderem mit mehreren Freiplätzen, einem Hotel und angegliedertem Boris-Becker-Museum.

Zudem wird die mit 21 Plätzen größte Indoor-Tennishalle der Welt Teil des Areals. "Tennis lebt in Deutschland, deshalb sind wir überzeugt, dass das Projekt ein Erfolg wird", sagte Becker.

Becker wegen finanzieller Situation in den Schlagzeilen

Zuletzt war Becker aufgrund seiner finanziellen Situation erneut in die Schlagzeilen geraten. Die britische Insolvenzbehörde teilte am Dienstag mit, dass bestimmte Auflagen gegen den 51-Jährigen bis zum 16. Oktober 2031 verlängert werden.

Demnach habe Becker finanzielle Transaktionen vor und nach dem Insolvenzverfahren" von mindestens 4,5 Millionen Pfund (rund 5,2 Millionen Euro) nicht offengelegt. In Wiesbaden wollte sich Becker dazu nicht äußern.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung